Gastautor werden
Kontakt | Impressum  
# Monday, 26 November 2012

Schlüsselfaktoren und Beispiele für erfolgreiche Guerilla-Kampagnen

Stichwort: Reizüberflutung. Verschiedene Studien zeigen, dass der durchschnittliche Verbraucher heutzutage multimedial mit ungefähr 3.000 Werbebotschaften pro Woche regelrecht "bombardiert" wird. Fest steht, egal ob traditionelle oder neue Medien, egal ob auf Facebook (eines der angeblich populärsten Werbemedien der heutigen Zeit) oder auf dem best platziertesten Werbeplakat mitten im Stadtzentrum: Die Anzahl der Werbebotschaften hat mittlerweile Überhand genommen und ein Großteil dieser verbleibt nur selten im Gedächtnis des Rezipienten.

Genau hier setzt bekanntlich - erfolgreiches - Guerilla-Marketing an. Was aber macht diese genau erfolgreich und worin unterscheiden sich "gute" und "schlechte" Guerilla-Kampagnen? Oft ist ein entscheidender Faktor, sich mehr als auf ein Medium oder einen Kanal zu verlassen und weiter zu denken, wenn die gute Idee erste Gestalt annimmt. Besonders dort, wo sich On- und Offline ergänzen und Guerrilla Marketing mit traditionellen Medien verbunden wird, kann ein nachhaltiger Effekt erzielt werden. Das liegt in Zeiten von Internettechnologie, insbesondere seit der exponentiell steigenden Popularität sozialer Medien, schlussendlich auch nahe. Über unterhaltsame, lustige oder ungewöhnliche Dinge tauschen sich Konsumenten gerne und intensiv aus – auch über einfallsreiche Werbung.

Einige "Best-Practice" Beispiele

Ein Vorzeigebeispiel ist das folgende Video, welches seit der Veröffentlichung im April 2012 (binnen 6 Monaten) mehr als 38.000.000 Klicks sowie mehr als 1800 Kommentare nur auf Youtube erreicht hat. Dabei ist anzunehmen, dass die Aktivität der Konsumenten bei Facebook noch um ein Vielfaches höher war und dies einen Großteil zu den Klicks beigetragen hat.

Bei einer solchen Guerilla Marketing Aktion ist es sicher, dass nach kürzester Zeit auch die Presse davon erfährt – ein weiterer Multiplikator und wohlmöglich stärkster "Influencer" (durch die hohe Erreichbarkeit der Zielgruppe sowie die Authetizität), welcher die Werbebotschaft automatisch an eine breite Maße weitergibt – ohne zusätzliche Kosten und zugleich mit viel Lob.

Ein weiteres Paradebeispiel ist eine Aktion von DHL in Mexiko, wobei das Unternehmen nicht nur auf kreative Art und Weise auf Produkte des Unternehmens aufmerksam macht, sondern zugleich durch Verwendung des Corporate Designs (insbesondere das Logo und Hausfarben) den Wiedererkennungswert der Marke durch die Guerilla Marketingaktion steigern.

DHL - México

Selbige Taktik wurde zur Einführung des Batman Films The Dark Knight Rises genutzt, wobei die kreativen Marketingköpfe das Batman Logo passend zum Inhalt des Films ins Szene setzten; und zwar wurde das Batman Logo nach Eintreten der Dunkelheit in überdimensionaler Größer per Laser auf ein großes Gebäude in Barcelona projektziert.

Batman Bat Signal, laser light graffiti, Barcelona

Fazit

Wer jetzt ein Kochbuch erwartet hat, muss freilich enttäuscht werden: Erfolgsfaktoren für gute Guerilla-Marketing Strategien und Taktiken können nicht genau definiert werden. Ohne gute Idee nutzt auch eine Strategie, die auf Social oder die (lokale) Presse setzt, nur wenig - oder geht genau deshalb nach hinten los, weil es besonders leicht gemacht wurde, Spott über soziale Medien zu verbreiten und so den gewünschten Effekt nicht nur zu verfehlen, sondern auch noch umzukehren. Daher bleibt es bei allgemeinen Eigenschaften, die einer erfolgreichen Guerilla-Kampagne zu Grunde liegen.

Guerilla Marketing funktioniert besonders dann, wenn idealerweise mehrere der folgenden Faktoren gegeben sind:

  • Einzigartig
  • Unerwartet
  • Überraschend

Guerrilla Marketing erfordert deswegen:

  • Querdenker die über den eigenen Tellerrand hinaussehen
  • Eine gute kreative Idee. Sonst ist alles andere überflüssig
  • Intensive und präzise Vorbereitung
  • Langfristige Planung

Maximale Werbewirkung durch übergreifende Nutzung der Medien:

  • Earned Media: Posts, Diskussionen oder "Likes" in den sozialen Medien
  • Einbindung von PR als "Influencer" und Multiplikator
  • Word of mouth: Schaffung von Gesprächsstoff innerhalb der Zielgruppe und darüber hinaus

Autor: Kai Michaelsen, im Auftrag von Vistaprint.de

Monday, 26 November 2012 16:55:40 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [0]
# Tuesday, 29 May 2012

Internationales Guerilla-Marketing

Der große Effekt von Guerilla-Marketing-Maßnahmen ist ohne Zweifel zum großen Teil der sehr hohen Kreativität, die in diesem Gebiet an den Tag gelegt wird zu verdanken. Werbung, die da auftritt wo, und in der Form in der man sie erwartet, hat oftmals nicht den nötigen Überraschungseffekt und kann auch keine virale Dynamik entwickeln (ein häufiger positiver Nebeneffekt von Guerilla-Marketing). Viele Guerilla-Marketing-Maßnahmen rücken oft schnell ins Bewusstsein der Öffentlichkeit der jeweiligen Zielregion: Wer teilt nicht gerne lustige Internetvideos mit seinem Umfeld oder berichtet gern von kreativen Werbegags.

Herausforderung Internationalisierung

Ein wenig schwieriger gestaltet sich die Verbreitung von Guerilla-Marketing allerdings im internationalen Umfeld: Eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg von Guerilla-Marketing ist, dass dieser an die Zielpersonen angepasst ist. Möchte man nun also eine Guerilla-Marketing-Kampagne starten, die international ausgerollt werden soll, so sollten in jedem Fall alle möglichen Anpassungen an die regionalen Gegebenheiten vorgenommen werden um den bestmöglichen Erfolg erzielen zu können.

Das erste und wohl offensichtlichste Hindernis bei der internationalen Verbreitung von Guerilla-Marketing dürfte die Sprache sein: Mit deutschen Werbebotschaften dürfte man auf dem amerikanischem Markt herzlich wenig ausrichten können. Es werden also entsprechende Marketing-Übersetzungen benötigt. Aber das ist jedoch einfacher gesagt als getan: Wer sich in der Übersetzungsbranche auskennt weiß, dass wirklich gute Übersetzungen ein schwieriges Unterfangen sind. Hier geht es nämlich nicht nur einfach darum die Wörter in die andere Sprache zu übertragen, sondern die Intention, die Botschaft und die Stimmung des Textes zu transferieren. Zu berücksichtigen sind hierbei sprachliche und kulturelle Besonderheiten der verschiedenen Regionen: So sollten unbedingt Redensarten, sprachliche Mittel oder symbolische Bilder etc. angepasst werden.

Im Bereich Guerilla-Marketing gewinnt dieser Aspekt an besonderer Bedeutung, denn hier wird auch gerne mal zu unkonventionellen Methoden gegriffen, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Was in der einen Region als gewagt aber lustig erscheint, kann in der anderen als albern oder gar geschmacklos eingestuft werden.

Aufsehen erregen konnte in Deutschland vor kurzem etwa die Firma "Du Darfst", welche für Diät-Produkte wirbt. "Du Darfst" bzw. Unilever wollte durch die Verwendung eines provokanten Slogans den gewünschten Guerilla-Effekt auslösen, und so haben sie ihren gleichnamigen Slogan "Du darfst" zeitweilig durch den englischen und „unkonventionellen“ Slogan "F...k the Diet" (Slogan vom Autor entschärft) ersetzt. Zwar gelang es der Firma Aufsehen zu erregen: Die Resonanz war aber zum großen Teil negativ und hat für scharfe Kritik gesorgt, sodass der Slogan kurzerhand zu "Diät – OHNE mich" geändert wurde: Der energische Charakter wurde zwar beibehalten, das Provokante wurde jedoch gestrichen.

Rechtliche Stolperfallen

Um den Erfolg von Werbung gezielt abschätzen zu können, um zu wissen was "ankommt" und was "zu weit" geht, bedarf es qualifizierter und versierter Übersetzer zu deren Kompetenzbereich auch fundierte regionale Kenntnisse zählen. Neben der sprachlichen und inhaltlichen Anpassung gibt es noch weitere nicht minder wichtige Aspekte, die bei der internationalen Ausrichtung von Guerilla-Marketing berücksichtigt werden sollten: Etwa juristische Aspekte. Von Bedeutung sind hier unter anderem die Regelungen hinsichtlich des unlauteren Wettbewerbs, des Verbraucherschutzes und des Jugendschutzes. Auch relevant sind Regelungen bezüglich irreführender Werbung, vergleichender Werbung oder bezüglich der Informations- und Transparenzpflicht.

Nehmen wir etwa das Beispiel Straßenwerbung: In Deutschland ist es etwa verboten Menschen auf offener Straße aus Werbezwecken anzusprechen, das sieht in anderen Ländern teilweise anders aus. Oder nehmen wir das Beispiel E-Mail Werbung: E-Mail Werbung darf in vielen europäischen Ländern nur mit ausdrücklicher schriftlicher Einwilligung erfolgen. Die Rechtslage kann sich in den genannten Punkten von Land zu Land unterscheiden: Dem Start der Guerilla-Marketing-Kampagne sollte entsprechend eine ausgiebige Recherche und juristische Beratung vorangehen.

Erreicht der Kanal die Zielgruppe?

Weiterhin spielen die gewählten Werbekanäle in Bezug auf die regionale Ausrichtung des Guerilla-Marketings eine wichtige Rolle. Hierfür muss man sich vor Augen führen, dass nicht alle Medien in allen Regionen in der gleichen Menge vorhanden sind und in der gleichen Intensität genutzt werden. Beispiel Internet: Während in Deutschland der Anteil der Nutzer ca. 66 % beträgt, sind es in der Ukraine zum Beispiel lediglich um die 15 %. In Bezug auf Guerilla-Marketing dürfte insbesondere interessant sein, dass mehr als ein Drittel aller deutschen aktive Facebook-Nutzer sind.

Auch im Nutzverhalten gibt es gravierende regionale Unterschiede: Zum Beispiel die Frage, ob das Internet aus sozialen Gründen oder zu Geschäftszwecken relevant ist könnte in Bezug auf Guerilla-Marketing eine Rolle spielen.

Guerilla-Marketing ist zweifelsohne eine innovative und effektive und auch sehr effiziente Art des Marketings. Doch trotz aller Effizienz wird deutlich, dass die Kampagnen gut durchdacht und durchgeführt werden wollen, um mit Erfolg belohnt zu werden – ganz besonders auf internationaler Ebene.

Autor: Daniel Schween, Übersetzungsbüro 24translate

Tuesday, 29 May 2012 14:37:22 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Wednesday, 09 May 2012

Die letzte Botschaft eines Ertrinkenden, zahnlose Bowlingbahnen und der Yeti in Köln

Beispiele für gelungene Guerilla-Marketingkampagnen

Wenn Guerilla-Marketing mehr bringen soll als Irritation und Amüsement, müssen clevere und kreative Maßnahmen eingesetzt werden, die nicht nur punktuell für Aufsehen sorgen, sondern länger im Gedächtnis bleiben. Dann stellen sich nachhaltige Effekte ein – und das beworbene Produkt bleibt im Gedächtnis. Innovative Ideen fallen allerdings nicht vom Himmel. Deshalb ist es von Vorteil, sich hier und da Anregungen zu holen. Denn auch klassische Werbemittel wie Flyer, Plakate und Aufkleber können für Aufsehen sorgen und die gewünschten Effekte erzielen – wenn sie kreativ eingesetzt werden. Erfahren Sie, was uns Ertrinkende zu sagen haben, was der Yeti in Köln treibt und was es mit zahnlosen Bowlingbahnen auf sich hat.

Die Ignoranz eines Ertrinkenden – oder wie man auf die Klimaerwärmung aufmerksam macht

Den öffentlichen Raum haben Plakate längst erobert. Sie prangen an Straßenrändern, Litfaßsäulen und in U-Bahn-Höfen. Ihre Allgegenwart lässt die Menschen abstumpfen und wegsehen. Wer mit seinem Plakat dennoch Aufsehen erregen möchte, sollte es an einer ungewöhnlichen Stelle platzieren. Dort, wo niemand mit einem Plakat rechnet, dort, wo es Verwunderung und Überraschung hervorruft.

Ein gelungenes Beispiel eines Guerilla-Plakates stammt von einer Umweltschutzorganisation. Sie hängte keine zotteligen Eisbären auf einsamen Schollen in die U-Bahn-Schächte, sondern platzierte eine einsame Frage mitten ins Nirgendwo. Ins Wasser. Die Passanten staunten nicht schlecht, als sie das Schild aus den Wellen herausragen sahen, das von zwei Plastikhänden gehalten wurde. Darauf lasen sie (übersetzt): „Globale Erwärmung? Was soll denn das Geschwätz?“ Da können wissenschaftliche Abhandlungen, die vom Schmelzen der Pole und von Überschwemmungen der Küstenregionen lamentieren, nicht mithalten. Einen Ertrinkenden, der an seiner Ignoranz und seinem Schild festhält, trifft einfach ins Schwarze.

Global Warming Kampagne

Bowling mit Überraschungseffekt

Plakate an ungewöhnlichen Orten sorgen für Überraschung. Auch Aufkleber wirken dort am besten, wo sie niemand erwartet. Oder haben Sie schon einmal bei einem Bowling-Abend mit Freunden über eine Zahnzusatzversicherung nachgedacht? Nein? Dann haben Sie eine wirkungsvolle Guerilla-Marketingkampagne verpasst.

Eine Bowling-Anlage in Süddeutschland beklebte die Wand am Ende der Bahn mit dem Bild eines offenen Mundes. Die weißen Kegel, hübsch nebeneinander aufgereiht, sehen darin wie Zähne aus. Schon dieses Ensemble ist ein Hingucker, der schmunzeln lässt. Der Clou kommt jedoch erst, wenn alle Kegel umfallen und der Schlund zahnlos dasteht. Dann ist eine kurze Notiz zu lesen: Zahnzusatzversicherung für 9,90 Euro im Monat. Darunter stand der Name der Versicherung. Das Schmunzeln wird zum Lachen und gewonnen hat nicht nur der erfolgreicher Kegler, sondern auch die Zahnzusatzversicherung, die sich gekonnt in Szene gesetzt hat.

Geringe Mittel, große Wirkung

Mit witzigen Ideen an ungewöhnlichen Orten zu überraschen ist noch längst nicht alles. Guerilla-Marketingkampagnen sollen schließlich auch kostengünstig sein. Wie man diese Ansprüche umsetzen kann und dabei noch mächtig Wellen schlägt, zeigte eine deutsche Fluggesellschaft. Sie sorgte dafür, dass der Yeti endlich gefunden wurde. Und zwar mitten in Köln.

Dafür ließ die Fluggesellschaft ganz Köln mit überdimensionierten Fußspuren übersäen, die mit abwaschbarer Farbe in Einkaufsmeilen und auf das Messegelände der Stadt gepinselt wurden. Darin stand: Der Yeti zu Besuch in Köln. Der Yeti, Künder exotischer Ländern und unerforschter Welten, sollte die Lust aufs Reisen wecken.

Doch die Passanten mussten schließlich überzeugt werden, dass die Reise am besten – und am günstigsten! – mit der besagten Fluggesellschaft zu planen ist. Dafür wurde in einem zweiten Schritt ein witziger Spruch in den Fußabrücke gesprayt. „Sprayen und Abhauen“ war dort nun zu lesen. Der Preis eines Flugs inklusive Webseite der Fluggesellschaft kamen noch dazu – und schon sprach eine ganze Stadt über eine gelungene Guerilla-Marketingkampagne.

Ein wenig Farbe hat ausgereicht, um diese Kampagne Wirklichkeit werden zu lassen. Doch spielen die Macher hier nicht mit dem Gesetz, mit den Ordnungshütern Kölns und vor allem mit dem guten Willen der Straßenreinigung? Mögliche Kosten für Reinigung und Abmahnungen der Stadt wurden bei der Budgetplanung bereits miteinkalkuliert. Und dennoch war die erfolgreiche Werbemaßnahme um einiges günstiger als die Buchung klassischer Werbetafeln. Günstig, kreativ und witzig – so muss Guerilla-Marketing sein.

Autor: Jeannette Stowasser, www.flyerpilot.de

Wednesday, 09 May 2012 15:26:08 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Monday, 09 May 2011

Guerilla Marketing kreativ kombiniert

Die eigne Werbung so zu verpacken, dass sie sich von der Konkurrenz abhebt, bei der entsprechenden Zielgruppe Aufmerksamkeit erzeugt und dennoch bezahlbar bleibt, ist das erstrebte Zeil eines jeden Werbetreibenden.

Leider gibt es in der heutigen Zeit nicht mehr sehr viele Möglichkeiten, seine Werbebotschaft kostengünstig zu verpacken und die eigene Werbeinformation in keiner direkten Konkurrenz mit anderen Unternehmen darstellten.

Zeitungswerbung, Radiowerbung oder auch TV-Werbung sind erstens recht teuer und stehen immer in Konkurrenz mit anderen Firmen. Auch die zielgruppengenaue Ansprache lässt sich bei diesen Werbeformaten nicht genau einplanen. Ein hoher Streuverlust ist hier das Stichwort.

Nicht viel anders verhält es sich bei den klassischen Werbeformen. Flyer oder andere Printmedien führen auch hier nicht immer zum erwünschten Ziel.

Ein Alleinstellungsmerkmal haben Werbeartikel mit Ihrer Werbebotschaft, Ihrer Internetadresse oder Ihrem Logo. Bei der persönlichen Übergabe oder der Verteilung an die entsprechende Zielgruppe wird für eine kurze Zeit, die 100% Aufmerksamkeit auf das Werbemittel sowie die aufgebrachte Werbebotschaft gelenkt.

Dieser Werbeeffekt lässt sich noch erheblich steigern, wenn Werbeartikel in Guerilla Marketing Kampanien eingebunden werden.

Die Firma PASCH Werbeartikel aus Darmstadt hat sich dieser Werbeidee angenommen und ein kostenloses EBook erarbeitet, wo 10 kreative Guerilla Kampanien mit verschiedenen Werbeartikeln beschrieben werden. Das gratis EBook „Die 10 besten Guerilla Marketing Ideen mit Werbeartikeln“ kann man kostenlos downloaden.

Konkrete Beispiele und Anwendertipps, die in dieser PDF-Datei bereitgestellt werden, reichen von der Messepräsenz ohne eigenen Messestand über die kreative Kontaktaufnahme bei Neukunden bis hin zu geheimen Spuren auf Spielplätzen.

Durch die Verbindung von starken Emotionen und einer ungewöhnlichen Verpackung Ihrer Werbebotschaft sind Werbeartikel in Verbindung mit einer Guerilla Aktion ein sehr interessanter Werbeansatz.

Die Welt der Werbeartikel entwickelt sich rasant weiter. In Verbindung einer kreativen Werbestrategie haben Sie den Erfolg auf ihrer Seite.

Thomas von Stetten

Anm.d.Red.: Ergänzend dazu gibt es vom Autoren des Beitrags wahlweise auch was auf die Ohren: Die Ausgabe 11 des "Guerrilla Show"-Podcasts bei Radio4SEO befasst sich passend zum Thema schwerpunktmäßig mit "Guerilla Marketing mit Werbeartikel". Reinhören und Abonnieren :)

 

Monday, 09 May 2011 10:05:32 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Friday, 15 October 2010

Die Diesel Jeans im Eisblock

Dummheit ist eigentlich keine Eigenschaft, mit der sich ein Mensch rühmen kann. Doch offensichtlich sieht Diesel das anders. Mit dem Slogan „Be Stupid to Get a Free Diesel Jeans“ hat das Unternehmen eine Werbekampagne auf die Beine gestellt, die viel Aufmerksamkeit erregt hat. Zu dieser Kampagne gehören vor allem Guerilla-Aktionen, die per Video dokumentiert werden:

Genau genommen ist nicht unbedingt Dummheit gefragt, sondern Dreistigkeit. Zudem sollte ein echter Diesel-Fan keine Angst vor peinlichem Verhalten in der Öffentlichkeit haben. Das wird sehr schön deutlich im eingefügten Video deutlich, dass die Guerilla-Aktion zeigt. In Zürich und anderen Städten wurden große Eisklötze in stark frequentierten Straßen platziert. Da ein Eisklotz alleine recht langweilig ist, wurde eine Diesel-Jeans in die klobige Skulptur integriert. Zunächst einmal sorgt ein massiver Eisblock für Aufsehen. Viele Passanten nähern sich diesem recht ungewöhnlichen Objekt, um es sich genauer anzuschauen. Dabei entdecken sie die Jeans im Inneren und zudem einen Text. Versprochen wird eine neue Diesel-Jeans aus dem nächsten Diesel-Geschäft im Tausch gegen die Jeans aus dem Eisblock. Letzte Zweifel werden mit dem Slogan „Be Stupid to Get a Free Diesel Jeans“ aus dem Weg geräumt.

Die einfachste Methode wäre es wohl, einfach auf das Schmelzen des kalten Stoffes zu warten. Im Winter kann dies aber lange Zeit dauern. Deswegen sind andere Verfahren angesagt. Das Video zeigt zaghafte Versuche mit heißem Wasser, doch auch mit diesem Mittel ist es nur schwer möglich, die Jeans aus ihrem eisigen Gefängnis zu befreien. Nachdem die sanften Methoden fehlgeschlagen sind, kommen die Verfechter der brachialen Gewalt zum Zuge. Mit Werkzeug und roher Kraft ist es recht einfach, das Eis zu zerstören und die Jeans zu befreien. Allerdings bleibt ein solches Vorgehen nicht unbeobachtet. Deswegen ist es unvermeidlich, dass sich ein Publikum bildet, welches das seltsame Treiben beobachtet. Menschen, die sich für eine Hose in der Öffentlichkeit zum Deppen machen, müssen zweifellos mit Spott leben. Somit werden wenigstens diese speziellen Diesel-Fans dem Werbeslogan gerecht.

Guerilla-Marketing kann viele Facetten haben. Diesel kreiert unterhaltsame Events, die nicht nur bei der Realisierung, sondern auch als Video im Internet funktionieren. Das Video eignet sich wiederum bestens für eine virale Verbreitung, so dass die Kampagne auf mehreren Ebenen erfolgreich ist. Eine ganz andere Frage ist allerdings, ob es besonders klug ist, die eigenen Kunden als „stupid“ zu outen. Aber vielleicht ist es auch nicht verkehrt, die gewünschte Zielgruppe genau zu kennen.

Quelle: www.source-werbeartikel.com

Friday, 15 October 2010 11:46:02 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Friday, 08 January 2010

WasserbettenGuerilla - Der Guerilla im Wasserbett

WasserbettenGuerilla: Interessante PR-Aktion für Web-Publisher

Auf den ersten Blick skurril – auf den zweiten Blick doch recht interessant - ist die PR-Aktion des Online-Fachmagazins Schlafen-Aktuell.de. Unter dem Titel "WasserbettenGuerilla" veranstaltet die Redaktion ein Gewinnspiel für Blogger, Onlinejournalisten und Werbetexter im Netz. Die sollen Texte zum Thema verfassen und online veröffentlichen – egal ob lustig, sachlich, journalistisch recherchiert oder als Erfahrungsbericht. Nach einem halben Jahr Laufzeit gewinnen die 10 bei einer Google-Abfrage (mit dem Keyword „WasserbettenGuerilla“) bestplatzierten Texte Wasserbetten, Einkaufs-Gutscheine und weitere Preise.

Außerdem soll über die der Redaktion nach subjektiv besten Texte berichtet werden. Den Teilnehmern – und jetzt wird’s besonders interessant – werden Folgeaufträge fürs Magazin selbst in Aussicht gestellt, sowie die Möglichkeit, in der Branche Aufmerksamkeit zu erregen. Gesponsert wird die Aktion von mehreren Wasserbettenherstellern, die auch die Gewinne zur Verfügung stellen. Man kann davon ausgehen, dass diese ein genaues Auge auf die Ergebnisse haben werden.

Einzige Bedingung ist, dass in dem veröffentlichten Beitrag ein Backlink zum Veranstalter eingebaut wird. Nicht zuletzt weil die Ausschreibung intensiv beworben wird und das Magazin gute Kontakte zur Branche hat scheint dies für die Kollegen im Bereich des Web-Publishing einen Blick wert zu sein:

http://www.schlafen-aktuell.de/ex/publisherspiel.htm

Dann setzen wir doch auch mal den Link und wünschen uns als Preis einen aufblasbaren WasserbettenGuerilla in unserem Wasserbett. :) 

Friday, 08 January 2010 12:50:51 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [3]
# Monday, 13 July 2009

Voller Einsatz bei der Verzierung: Zerschossenes Mailing

Ob nun Guerilla oder nicht: Den Einsatz muss man anerkennen! Für die Spezialausgabe "Thriller und Krimi" von Das Buchjournal (kostenloses Magazin mit Lesetipps) sollte per Mailing geworben werden. Und um dem Mailing eine besondere Note zu verschaffen, sollte ein waschechtes Durchschussloch jedes Mailing verzieren. Wer aber weder eine durchschussähnliche Stanze (wenn es denn sowas geben sollte), noch einen Schein für Wummen mit Mumm besitzt, für den kann da schon mal ein wenig Mehrarbeit anfallen.

So blieb auch dem Team der Agentur zündung aus Frankfurt nur der Ausweg "Luftgewehr" zur Schaffung realistischer Schäden im Mailing. "Ärgerlicherweise bekommt man schöne Löcher nur dann, wenn man auf nicht mehr als 4 Mailings schießt. Bei einer Auflage von 2000 Stück heißt das also 500 Mal schießen. [...] Wir freuen uns also auf´s Plastik-Rosen-Schießen bei der nächsten Jahrmarktschießbude." lautet folgerichtig der Kommentar von Alexander Dimolaidis, Geschäftsführer von zündung.

Die Mühe hat sich demnach gleich doppelt gelohnt. Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen:

Einschusslöcher

Vielleicht wäre es eine gute Idee gewesen, die gewollte Verunstaltung des Mailings gleich mit einer Spendenaktion zu verknüpfen und andere gegen Kohle ballern lassen? Der persönliche Einsatz hat sich aber auf jeden Fall in Form sauber platzierter Einschusslöcher gelohnt. Das obligatorische Video zur Aktion gibt´s bei Youtube.

Monday, 13 July 2009 16:04:30 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Wednesday, 22 April 2009

Guerilla-Marketing beim T-Mobile Netzausfall

Am 21. April 2009 musste die T-Mobile einen Netzausfall melden. Für immerhin etwa drei Stunden (laut netzzeitung.de) war das Netz der Bonner Mobilfunker lahm gelegt. Da der Netzbetrieb das eigentliche Geschäftsmodell einer Mobilfunkgesellschaft darstellt, ist natürlich ein Netzausfall ein klassischer Supergau.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Vermutlich nutzen viele Kunden die Mutter aller Suchmaschinen Google, um sich zu informieren, was da los ist. Diesen Sachverhalt machte sich Mitbewerber Eplus und O2 zunutze und schalteten einfach mal ein paar Adwords auf das Keyword "Netzausfall", Motto: "Mit BASE keine Ausfälle". :-)

Schneller kann man eine Gurilla-Marketing-Kampagne vermutlich nicht umsetzen. Einerseits dürfte eine große Anzahl von T-Mobile-Kunden während der Störung Google bemüht haben (telefonieren konnten diese ja nicht, andererseits darf man bei derartigen Aktionen ja durchaus auch mal mit der ein oder anderen boshaften und gehässigen Berichterstattung über "den Marktführer" in der Presse rechnen.

(Gefunden: blog.telefon.de). http://blog.telefon.de/produkte-handys-mobilfunk/wer-den-schaden-hat-braucht-fuer-den-spott-nicht-zu-sorgen/

Klaus-Martin Meyer

Wednesday, 22 April 2009 09:19:43 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Tuesday, 24 March 2009

Vergiss Aids nicht – Runde 2 der Guerilla Kampagne gegen das Vergessen

Ab 23.03.2009 ist es soweit, der neue Guerilla-Schock-Werbespot "Vergiss Aids nicht" präsentiert sich in düsterer Stimmung. Ein Mann sitzt auf einem Stuhl, man sieht seinen Rücken, seine Schuhe, er blättert in einem Buch, der Zuschauer sieht nur Ausschnitte vom ihm, er bekennt „Ich habe Aids“ … in der Großaufnahme erkennt der Zuschauer plötzlich den prominenten Bekenner.

Es handelt sich um den Coiffeur Udo Walz der hinzufügt: „… nicht vergessen… und Du?“ Ein Sprecher informiert anschließend darüber, dass sich in Deutschland jeden Tag 8 Menschen neu mit HIV infizieren und fordert dazu auf „Schütz Dich, vergiss Aids nicht“. Udo Walz ist einer der 6 Prominenten, die sich in der zweiten Kampagnenserie „Vergiss Aids nicht“ gegen das Vergessen einsetzen. Weitere prominente Bekenner sind 2009: Lucy Diakowska von den No Angels, Explosiv-Moderatorin Janine Steeger, sowie die Schauspieler Manuel Cortez und Roman Knižka. Einige tragen in den beklemmenden TV-Spots Kapuzen und sind ebenfalls erst nach ihrem Bekenntnis „Ich habe Aids“ als Prominente zu erkennen.

Schirmherrin der aktuellen Staffel ist Désirée Nick. Ihr persönliches Statement ist deutlich und unterstreicht den Guerilla Charakter der Kampagne: "Ich habe die Schirmherrschaft übernommen, weil in unserer Gesellschaft alles verdrängt wird was mit Sterben zu tun hat und Aids nach wie vor eine tödliche Krankheit ist die an das Sterben erinnert! Man kann sich aber auch davor schützen und daher lohnt es sich dafür einzutreten!" Wie bereits in der ersten Kampagnenreihe 2008 fragt sich der Zuschauer zunächst, warum bekennen die Prominenten „Ich habe Aids…“? Kritische Stimmen empfinden die Bekenntnisse sogar als makaber und deplatziert. Die Idee hinter der Guerilla Kampagne ist jedoch keinesfalls deplatziert. Die Botschaft wird klar kommuniziert: Gegen das Vergessen, für mehr Bewusstsein im Umgang mit Aids und Solidarität mit Betroffenen.

Mit prominenter Unterstützung kämpft der Regenbogen e.V. seit Jahren gegen das Vergessen von AIDS und klärt darüber auf, dass Aids nicht nur eine Gefahr für Randgruppen darstellt, auch im Familien- oder Freundeskreis kann es jeden treffen. Allein in Deutschland lebten Ende 2008 lebten ca. 63500 mit HIV / Aids. Ziel der Kampagne ist es, alle Gesellschaftsgruppen auf das Thema AIDS aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren. Durch die mediale Reizüberflutung wird jedoch das Thema Aids immer mehr aus den Medien verdrängt. Aus diesem Grund setzt die Kampagne auf Guerilla … und präsentiert sich überraschend, provokativ und medienwirksam … gegen das Vergessen.

Sandy Schindler

Tuesday, 24 March 2009 14:59:52 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [0]
# Thursday, 02 October 2008

Guerilla "Buchbetiteling"

Der Begriff "Guerilla" hat sich mittlerweile zu Speck entwickelt, mit dem man tatsächlich Mäuse fangen kann. Nicht nur Newsportale werden seit Monaten mit Meldungen rund um mehr oder weniger zurecht als Guerilla betitelte Aktionen in der Hoffnung befüllt, damit neue Agenturkunden zu ködern - auch Bücher dürfen sich größere Chancen auf Käufer ausrechnen, wenn darin Guerilla-Methoden versprochen werden.

Guerilla MLM

Ein Klassebeispiel ist das Werk "Guerilla Multilevel Marketing", welches sich schon auf dem Umschlag schamlos über den Begriff hermacht und sich selbst in einen Topf mit weiteren 15 Millionen "Guerilla-Büchern" wirft.

Inhaltlich findet man in der Tat über 100 "Taktiken", die größtenteils zumindest das Kriterium erfüllen, mehr Zeit und Kreativität als Budget zu erfordern. Und wenngleich es sicher z. B. keine allzu gute Idee ist, sich lediglich mit dem in Taktik 53 "Incoming Links" auf knapp einer Seite vermittelten Rüstzeug an die Arbeit der OffPage-Optimierung der eigenen Website zu machen (denn man kann eine Domain viel einfacher und schneller unbrauchbar machen), so findet das rat- und ahnungslose Opfer einer Multilevel-Idee doch einige Einblicke in die Grundlagen der betrachteten Aspekte des Marketings, die aus der Sicht eines "Schneeballers" - oft recht konstruiert - in zwar prägnanter, aber allzu oft gefährlich vereinfachter Form beleuchtet werden. Als "allumfassendes Grundlagenwerk" versucht das Buch, die typische Hausfrau auf weniger als 300 Seiten in einen gut organisierten und erfolgreichen Unternehmer zu verwandeln - da muss man wohl einige Abstriche und Vereinfachungen in Kauf nehmen. Ob man nach der Lektüre als vollkommen unvorbelasteter "Unternehmer aus der Not" aber wirklich alles in der Hand hält, was man zum Erfolg braucht, darf bezweifelt werden. Wer sich dank einer "todsicheren" Multilevel-Idee nun unerwartet auf finanzieller Talfahrt wiederfindet, kann die knapp 15,-- Dollar dennoch sicher bedenkenlos investieren und hoffen, den einen oder anderen Denkanstoß zu finden, der dabei hilft, weitere Opfer anzuwerben und sich so aus der Misere zu ranken ;)

Richtig lohnend ist das Buch aber wohl nur für das Autorenteam. Und wenn dem so ist, bieten sich noch zahlreiche andere Themen an. Warum überhaupt beim Marketing bleiben? Her mit neuen Standardwerken im Tarnlook, machen wir die 50 Millionen Guerillabücher doch einfach voll! Mit kommenden Bestsellern wie "Guerilla Autoreparaturen selbstgemacht", "Guerilla Sailing", "Guerilla Heimwerken", "Guerilla Buying" und andern Titeln sollte das doch kein Problem sein, oder?

MB

Thursday, 02 October 2008 10:50:26 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Tuesday, 08 July 2008

Warum überhaupt "Guerilla"?

Wie schön war das doch früher: Hat man im Web nach Information über irgendetwas oder irgendjemanden per Suchmaschine gefahndet, gab es noch echte Überraschungen in den ersten Treffern. Heute ist von "Aal" bis "Zwetschge" fast überall Wikipedia ganz vorn. Kein Wunder also, dass sich viele Beschreibungen und Einführungsinformationen auf Wikipedia als "allverfügbare" Referenz beziehen.

Die Frage "Warum heißt Guerilla Marketing eigentlich überhaupt Guerilla Marketing?" wird folgerichtig auch dort nach ein paar Klicks ausführlich beantwortet; außerdem ist der gedankliche Weg vom effizienten kriegsführenden "David gegen Goliath" zum Marketing mit ebenso effizienten Mitteln nicht weit. Wer dennoch den historischen Werdegang des Begriffs vom realen Krieg zum Kampf um Umsätze im Schnelldurchlauf nachollziehen möchte, findet hier auch ohne Wikipedia eine kompakte Antwort in der 5-Minuten-Zeitreise durch die Welt des Guerilla Marketing.

Tuesday, 08 July 2008 15:00:25 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Wednesday, 18 June 2008

Nokia N95 statt neue Jacke

Coole Werbung für das Nokia N95 und schon fast ein bißchen Guerilla:

http://www.greatpockets.com

 

Wednesday, 18 June 2008 14:55:46 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Thursday, 12 June 2008

Guerilla Aufklärungskampagne "Vergiss AIDS Nicht"

Mit der Guerilla Schock Aufklärungskampagne "Vergiss AIDS nicht", macht seit März 2008 der Saarbrückener Regenbogen e.V. auf das Thema Aids aufmerksam. Der Regenbogen e.V. wurde 1999 in Saarbrücken als gemeinnütziger und eigenständiger Verein gegründet. Schwerpunkte der Vereinsarbeit liegen vor allem in der Prävention von Neuinfektionen durch Aids, sowie in der Unterstützung von HIV-infizierten Menschen. Kreiert wurde die TV- und Print-Kampagne von der Hamburger Agentur weigertpirouzwolf. Die Webseite zur Kampagne unter www.vergissaidsicht.de wurde von der MSH AND MORE Werbeagentur GmbH umgesetzt.

Die Guerilla Kampagne arbeitet mit den 5 Prominenten Nova Meierhenrich (Schauspielerin), Markus Kavka (MTV-Moderator), Katia Saalfrank („Super Nanny bei RTL), Pascal Hens (Handball Weltmeister) und Herbert Knaup (Schauspieler), die auf Plakaten und in einem Fernsehspot bekennen: „Ich habe Aids... nicht vergessen!“. Das Bekenntnis der Prominenten dürfte für jeden Zuschauer zunächst ein Schock und eine Überraschung sein. Der Werbespot ist zur Unterstützung der Ernsthaftigkeit des Themas Aids ganz in Schwarz-Weiß gehalten. Im Spot erscheinen die Prominenten mit ernsten, bedrückten Gesichtern und verkünden die schockierende Botschaft. Unterstützt wird die Kampagne von einem weiteren Prominenten, dem Schauspieler Sky Du Mont der als OFF-Sprecher agiert. Die eindrucksvollen Werbespots in voller Länge, können unter http://www.vergissaidsnicht.de/tv-spot.html anschaut werden. Aber warum arbeitet die Kampagne gegen Aids mit derartig drastischem Bekenntnis von Prominenten?

Der Hintergrund der aggressiven Guerilla Kampagne ist der massive Rückgang des öffentlichen Interesses am Thema Aids. Aids ist allerdings nach wie vor eines der größten, gesellschaftlichen Probleme in Deutschland. Der Irrglaube, dass Aids aufgrund hochwertiger Medikamente mittlerweile nicht mehr tödlich ist, ist weit verbreitet. Seit 2001 sind die HIV-Neuinfektionen in Deutschland um 81 Prozent gestiegen. Trotz der Kampagne, „Stark bleiben“ im Jahre 2007, die zum Beispiel mit eher witzigen Bildern wie Kondomen über Bananen oder Kartoffeln auf Werbeplakaten den Schutz vor Aids ansprach, lebten Ende 2007 allein in Deutschland 59.000 Menschen mit HIV Erkrankung. Das sind 5 Prozent mehr die mit dem tödlichen Virus infiziert sind, als noch im Jahr 2006.

Die Kampagne 2008 „Vergiss Aids nicht“ schlägt nun einen anderen, sehr ernsthaften Weg ein. Sie soll bewusst schockieren, abschrecken, die Öffentlichkeit aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen.

Kritiker der Kampagne stört es, dass Prominente als „Bekennende“ im Werbespot auftauchen, jedoch keine Infizierten. Hinter der Kampagne steckt allerdings die Idee, dass Menschen sich erst angesprochen fühlen, wenn die Krankheit sie selbst oder jemanden betrifft den sie gut kennen. Um gezielt die Aufmerksamkeit eines großen Publikums zu wecken, wurden aus diesem Grund Prominente für den Werbespot engagiert, um dem Thema Aids ein Gesicht zu verleihen.

Ziele der Guerilla Kampagne sind die Aufklärung und Prävention der Infektionskrankheit. Aids wird in Deutschland unterschätzt und ignoriert. Mit Hilfe der Guerilla Schock Kampagne soll das öffentliche Interesse verstärkt und die Menschen sensibilisiert werden. Dabei richtet sich die Kampagne an alle Bevölkerungsschichten, um den weit verbreiteten Irrglauben, dass Aids nur Randgruppen betrifft, zu widerlegen.

Aufmerksamkeit ist mit den schockierenden Spots und den Werbeplakaten gesichert. Allein der Guerilla Werbespot sorgte bereits nach dem ersten Tag der Ausstrahlung für Medienrummel. Der Schock sitzt tief, auch wenn die bekennenden Prominenten nicht mit dem Aids Virus infiziert sind, sondern der Guerilla Kampagne ihr Gesicht zu Verfügung stellten. Genau diesen „Schock-Effekt“ möchten die Macher gezielt nutzen, um die Menschen für das Thema Aids zu sensibilisieren.

Sandy Lietz

Thursday, 12 June 2008 13:45:40 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Friday, 30 May 2008

Guerilla Radiospot "Geht ins Ohr, bleibt im Kopf"

Wer kennt die markanten Radiospots mit dem Claim „Radio. Geht ins Ohr, bleibt im Kopf“ nicht? Die Serie von Funkspots ist bereits im Januar 2007 mit unterhaltsamen und provokanten Spots zu Alltagssituationen an den Start gegangen. Entwickelt wurde die kreative Spotreihe von der Hamburger Werbeagentur Grabarz & Partner. Ein aus der ersten Reihe bekanntes Motiv ist die hasserfüllte Ehefrau, die ihrem Nochehemann über das Radio die Scheidung erklärt. Sie fordert: “Das Haus, das Ferienhaus, die Möbel, die Garage, beide Autos, den Bausparvertrag, die Aktienfonds, deine Plattensammlung, den Hund, die Katze, die Kinder und 50% deiner Einkünfte von jetzt bis zu deinem Lebensende.

Die Radiokampagne baut auf einer Guerilla Strategie auf, die auf provokante Weise jeden Hörer erreicht. Normalerweise werden die Hörer täglich mit einer Flut von Werbebotschaften konfrontiert, die Wahrnehmung filtert einen Großteil sofort wieder aus. Bei diesen Radiospots ist das anders. In den Spots wird gleich zu Beginn die Aufmerksamkeit der Hörer erregt und über die 30 Sekunden, die die Spots dauern, aufrechterhalten. Mit den kleinen Alltagssituation, wie der gehörnten Ehefrau, der nervigen Schwiegermutter oder ein empörter Autofahrer, der nach dem Fahrer der sein Auto geschrammt hat sucht, werden die Zuhörer auf amüsante Art unterhalten.

Mit Hilfe der Spots werden aber nicht nur die Zuhörer unterhalten, am Ende spricht der Spot auch noch direkt die eigentliche Zielgruppe der Gewerbetreibenden an „Mit Radio erreichen Sie immer die Richtigen“. Fei nach dem Motto, je ungewöhnlicher, desto besser.

Doch warum nutzen die Macher ausgerechnet das Medium Radio für diese Guerilla Strategie? Ganz einfach: Radio ist ein breit streuendes Massenmedium und Tagesbegleiter Nummer 1.

Radio ist nahezu unumgänglich. Viele Hörer schalten bereits zum Frühstück das Radio ein. Studien zufolge existiert in 98 Prozent aller Haushalte in Deutschland ein Radio. Über 80 Prozent aller deutschen Autofahrer hören im Auto Radio. Radio ist bequem als Parallel-Medium nutzbar, d.h. die Hörer können Radio hören und nebenbei ganz anderen Tätigkeiten wie der Arbeit, Autofahren, Sport und Freizeit nachgehen. Das Radio schlägt mit dem Vorteil ein "Parallel-Medium" zu sein, viele andere Medien wie Zeitschriften oder Fernsehgeräte. Radio ist ideal für eine Guerilla Kampagne geeignet. Ein weiterer Vorteil: Radio hat nachgewiesen die geringsten Kontaktkosten im Vergleich zu allen anderen Massenmedien (Tageszeitung, Fernsehen etc.). Und noch ein weitere Vorteil: Radio ist eines der zielgruppenschärfsten Medien. Durch Zielgruppenbestimmungen und exakte Ausstreubarkeit über große und auch ganz kleine Zielgruppen, einen hohen Anteilen an Stammhörern, erreicht ein Radiospot je nach regionaler Bestimmung einen großen Zielgruppenanteil. Die 30 Sekunden Spots "Geht ins Ohr, bleibt im Kopf" laufen in den Werbeblöcken und kommen flächendeckend in ganz Deutschland auf öffentlich-rechtlichen und privaten Hörfunksendern zum Einsatz.

War die erste Reihe der Radiospots "Geht ins Ohr, bleibt im Kopf" erfolgreich?

Davon ist auszugehen, denn nach der ersten Reihe folgen weitere Radiospotserien, die nach der gleichen Guerilla Strategie aufgebaut sind, wie die ersten. Selbst der zu 80 Prozent türkischsprachige Radiosender Radyo Metropol FM wurde mit abgewandelten, türkischsprachigen Versionen der "Geht ins Ohr, bleibt im Kopf" Spots beliefert.

Die Macher gehen sogar noch einen Schritt weiter und beziehen die Hörer aktiv in die Guerilla Kampagne mit ein. Bis Ende Dezember 2007 waren die Hörer aufgerufen worden, eigene witzige und provokante Textvorschläge einzusenden. Der Aufruf war erfolgreich. Nahezu 900 Hörer sendeten kreative Vorschläge ein. Zwei der eingesendeten Textvorschläge wurden zu den folgenden Guerilla Spots verarbeitet:

  • Guerilla Spot "Puppenhaus":„Hallo. Dieser Radiospot hier ist für alle. ICH habe in meinem Puppenhaus alle Glühbirnen durch Energiesparlampen ausgetauscht, Fenster mit Wärmeschutzverglasung eingebaut, eine moderne lambdagesteuerte Pelletsheizung installiert und Kens Porsche auf Biodiesel umgerüstet. Wenn Ihr jetzt alle mit dem Rad zur Arbeit fahrt, klappt das mit der Klimarettung“.
  • Guerilla Spot "Geburtstag": „Hallo. Dieser Radiospot ist für alle, die gestern auf meiner Geburtstagsparty waren. Weiß jemand, was zwischen 3:00 und 6:00 morgens passiert ist? Wieso ist meine Yucca-Palme blau lackiert? Was macht das Schaf im Bett? Und wer zum Geier hat die Badewanne mitgenommen? Ruft mich doch mal an. Meine Nummer ... hab ich auch vergessen.“

Bleibt abzuwarten, wann die erfolgreiche Guerilla Strategie weitergeht und welche neuen kreativen Ideen den Hörer davon überzeugen, mit Radio "immer die Richtigen“ zu erreichen.

Friday, 30 May 2008 09:55:12 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Wednesday, 28 May 2008

Sex Sells?

Sex sells. Sex ist ein menschliches Grundbedürfnis und viele Untersuchungen zeigen, dass leichtbekleidete Frauen in der Werbung auf die Kaufbereitschaft der Männer durchaus anregend wirken. Deren Aufmerksamkeit hat man aber auf jeden Fall sicher.

Diese Postkarte wurde an diverse Fitness Center verschickt:

sex_sells_postkarte.jpg

... und hier die Rückseite:

sex_sells_postkarte_hinten.jpg

Keine schlechte Idee. Ich hatte auch schon einen Moment lang überlegt, mich in dem Studio anzumelden ... aber die Frage ist allerdings, ob eine eMail-Marketing-Software (also ein Newsletter-Tool) bei Fitness Studios wirklich ein sinnvolles Instrument für die Neukundengewinnung ist. Das würde ich mal eher bezweifeln! Welche eMail-Adressen sollen denn bitteschön verwendet bzw. zugespammt werden? Woher bekommt man neue qualifizierte regionale eMail-Adressen? Alle übergewichtigen männlichen Raucher ab 32 Jahren mit >= 10 kg Übergewicht aus dem PLZ-Gebiet 412xx. Von der CD für 19,80 €? Wohl eher nicht.

Für die Kundenbindung (bereits bestehender Kunden) ist ein Newsletter allerdings tatsächlich ein prima Werkzeug. Damit kann man sich regelmäßig bei den Karteileichen in Erinnerung bringen, Stammkunden besondere Angebote machen, zu besonderen Trainings oder Workshops einladen, Eiweißpulver-Sonderangebote anbieten ... oder oder oder.

Michael Gandke

Wednesday, 28 May 2008 11:14:57 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Friday, 23 May 2008

Guerilla-Marketing Roadshow

Liebe Anhänger von innovativen, kreativen und originellen Marketing-Kampagnen,

 „gehen Sie Ihren Kunden entgegen“ fordern wir lautstark alle Unternehmer auf, wenn es um das Gestalten und den Aufbau von neuen, aufmerksamkeitsstarken Kommunikationsbeziehungen geht. Das heißt aber auch für uns von der Guerilla Marketing Föderation, dass wir uns ebenfalls daran messen lassen müssen.

Genau aus diesem Grund gibt es in diesem Jahr keinen stationären Guerilla Marketing-Kongress in einer einzelnen Stadt, sondern gleich eine komplette Tournee durch vier Städte, nämlich Köln, Berlin, Pforzheim und Medebach im Sauerland. Jeweils einen ganzen Tag erleben Sie die spannende Welt des alternativen Marketings. Von Guerilla Marketing, Ambient Media, über Ambush Marketing bis hin zu Viral Marketing präsentieren Ihnen ausgesuchte Experten alle Facetten eines breit gefächerten, innovativen Marketing-Mixes. Und als besonderes Bonbon haben wir zum Abschluss eines jeden Vortragsprogramms ein artverwandtes Spezialthema vorgesehen, dass Sie zum Beispiel über Customer Created Marketing oder über alternative Werbeformen für den Buchhandel informiert. Eines können wir Ihnen schon jetzt versprechen: Ob gegenwärtiger Forschungsstand, aktuelle Beispiele aus der Praxis oder Ausblick auf zukünftige Trends – alle Referenten legen großen Wert darauf, Ihnen praxisnahe und brandaktuelle Informationen zu liefern. Und stehen Ihnen anschließend auch gerne noch für Fragen zur Verfügung.

Wir laden Sie also herzlich ein, bei unserer ersten Guerilla Marketing-Tour dabei zu sein und würden uns freuen, Sie in Köln, Berlin, Pforzheim oder Medebach im Kreise der Guerilleros begrüßen zu dürfen.

Als besonderes Bonbon für die treuen Besucher des Guerilla Marketing-Blog gewähren wir auf die Teilnahmegebühr in Höhe von 299,-€ zzgl. MwSt. einen Rabatt von 10 Prozent! Bitte geben Sie dafür im Textfeld der Anmeldung das Kennwort „Guerilla Marketing-Blog“ an. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier.

Schönen Gruß Thomas Patalas

Friday, 23 May 2008 10:36:33 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Friday, 02 May 2008

Neue Kunden durch Guerilla-Marketing im Mittelstand

Laut Institut für Mittelstandsforschung umfasst der Mittelstand 99,7 % der deutschen Unternehmen. Es gibt zwar verschiedene Definitionen von Mittelstand, aber in der Regel beginnt "der Mittelstand" bei Freiberuflern und Einzelunternehmern bis hin zu Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern ... häufig auch als KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) bezeichnet. Manchmal ab 50 Millionen, spätestens aber ab 500 Millionen Euro Jahresumsatz endet dann per Definition "der Mittelstand".

Und alle Unternehmen haben das Problem, dass sie neue Kunden gewinnen müssen. Die kleinen Firmen um zu Überleben, die großen Mittelständler, um endlich die 50 Millionen Umsatz zu übersteigen, um wenigstens bei einer der diversen Definitionen nicht mehr als Mittelständler zu gelten.

Aufmerksamkeitstarkes Guerilla-Marketing kann dafür ein interessantes Werkzeug im unternehmerischen Marketing-Mix sein. Ein Anwalt für Arbeitsrecht könnte so z. B. vor dem Arbeitsamt das Citylight-Poster mieten und gekündigten Mitarbeitern - die sich ja umgehend arbeitssuchend melden müssen - seine Dienste anbieten um vielleicht noch eine fettere Abfindung herauszuholen.

Einzelhändler könnten Riesenplakate mit Werbebotschaften aus den Fenstern hängen. Zwar gibt das vermutlich Mecker vom Ordnungsamt (und eine kleine Strafe für Obrigkeitsverunglimpfung oder so ... wird fällig), aber die Aufmerksamkeit der Autofahrer, Fußgänger und evtl. sogar der örtlichen Tageszeitung ist einem sicher. Zur Not schickt man halt selbst einige Bilder mit Kommentaren an die lokale Presse.

Wie man subtil Werbung in eigener Sache in Internetforen macht, habe ich ja bereits in meinem kostenlosem eBook mit Marketing-Tipps im Internet zum Besten gegeben.

Jede Menge andere Tipps, wie man im Mittelstand neue Kunden finden kann und wie Guerilla-Marketing zur Neukundengewinnung eingesetzt werden kann, habe ich in dem empfehlenswerten www.mittelstandscoach.de gefunden. Einfach mal reinsehen und etwas Zeit zum Lesen mitbringen.

Michael Gandke

Friday, 02 May 2008 13:53:44 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Wednesday, 02 April 2008

Ist Guerilla-Marketing als Massenprodukt lebensfähig?

Guerilla Marketing, Virales Marketing, Blog-Marketing & Co. scheinen in der Breite der Werbebranche nach wie vor ein Nischendasein zu fristen; zumindest wenn man betrachtet, wie gering der Anteil hier investierter Budgets im Vergleich zu den Kosten "klassischer" PR-Kampagnen ist. Wenngleich es inzwischen häufiger vorkommt, dass neue Produkte oder Marken auch durch virale Kampagnen oder andere Mittel aus dem Guerilla-Werkzeugkasten beworben werden, ist dies weder die Regel, noch zeichnet sich ein Trend ab, dass klassische und etablierte Werber sich in Zukunft häufiger mit solchen Mitteln "abgeben". Was aber würde passieren, wenn sich das ändert?

Auch dort, wo Guerilla-Methoden als denkbare und erfolgversprechende Formen der Produkt-PR erkannt werden, um Aufmerksamkeit für ein neues Produkt zu erzielen und / oder zum Kauf durch Empfehlung zu animieren, scheinen derzeit nur wenige Entscheider in den beauftragenden Unternehmen offenbar diese Erkenntnis zu Ende zu denken und Guerilla Marketing (sowie andere, nach wie vor als „unkonventionelle“ Mittel geltende Strategien) auch als Standardwaffe für Produktmarketing einzusetzen - und folgerichtig ein festes Budget dafür einzuplanen (genau wie sie es seit Jahren für Print & Co tun, ohne lange darüber nachzudenken). Ob und wann hier ein großflächiges Umdenken stattfindet, statt wie bisher eher die Ausnahme zu sein?

Die Forderung nach einer Etablierung im - nach wie vor recht klassisch angehauchten - Mediamix auch der finanzstarken Kampagnenfürsten ist jedenfalls nicht neu. Diese zu erfüllen, scheitert vielleicht nicht zuletzt auch daran, dass "Guerilla" gern als Ausweg für Kampagnen ohne ernst zu nehmendes Budget mißverstanden wird und daher "für uns überhaupt nicht in Frage kommt".

Was aber würde passieren, wenn es zum guten Ton gehörte, Guerilla-Marketing zu betreiben und man plötzlich weitaus häufiger darauf trifft als bisher? Könnte es gar einen guten Teil seines Effekts verlieren, wenn wir mit "Außergewöhnlichem" mehr oder weniger überschwemmt werden, so dass eine Verweigerung der Wahrnehmung schon aus reinem Selbstschutz nicht ganz auszuschließen ist? Wenn sich gezielt platzierte Kommentare und bezahlte Rezensionen in Blogs in durchschaubare Produktwerbung verwandeln, wäre auch dieses Feld irgendwann (theoretisch) vielleicht zu Tode bewirtschaftet und es blieben "nur noch" Ambush, Viralkomik und Unübersehbares auf der Straße übrig… Der Durchschnitts-Webmensch zumindest hat schnell und erfolgreich gelernt, bannerblind zu werden. Kann er auch - im Web wie im wahren Leben - guerillablind werden?

Zum Glück wird es sicher noch mindestens eine (Web-)Generation dauern, bis diese "Gefahr" überhaupt eine Chance hat, Potential zu entwickeln, denn weder die Haltung gegenüber Guerilla Marketing noch das Wissen darüber scheint sich großartig zu bewegen, wenngleich Guerilla als Begriff in den letzten Jahren durchaus populärer geworden ist - vor allem im deutschsprachigen Raum, wenn man sich die Top 10 Regionen, Städte und Sprachen ansieht, die bei Google Trends zum Begriff "Guerilla Marketing" erscheinen. Dass dies leider auch bedeutet, dass inzwischen jede zweite Unterschriftensammlung und Handzettelverteilungsaktion gern als „Guerilla-Event“ geschmückt wird, ist wohl die unvermeidliche Kehrseite...

MB

Wednesday, 02 April 2008 14:24:42 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Thursday, 13 March 2008

Weniger Taschendiebstähle durch Guerilla-Marketing

Guerilla-Marketing hat natürlich schon etwas mit Angriff, Waffen und überraschenden Aktionen zu tun ... aber was hat Guerilla-Marketing mit einem Rückgang von Taschendiebstählen zu tun ... ?

Alles begann im Juli 2004: Vier mit Maschinenpistolen bewaffnete Männer betraten eine Sparkassenfiliale. Die schnell alarmierte Polizei rückte umgehend schwerbewaffnet an und konnte die Spitzbuben glücklicherweise dingfest machen ...

In der Pforzheimer Zeitung steht dann die Auflösung von "Was Bohrmaschinenwerbung mit Taschendiebstahl zu tun hat ..."

Thursday, 13 March 2008 11:48:02 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [0]
# Wednesday, 05 March 2008

Cin King Motors / Smart: "virale" Pressemeldung?

Auf jeden Fall eines der Ziele der "Cin King Motors" - Kampagne von Smart ist schon aufgegangen, denn die Internet-Gerüchteküche hat einiges an Blogbeiträgen, Diskussionen, Suchmaschinentraffic und Vermutungen zu Tage gefördert, bevor das Rästel dann ausgelöst wurde. Die passende Website unter www.cin-king.com dazu bietet genau den Unterhaltungswert, den sich der anvisierte potentielle Käufer gern auch mal online abholt. Das wahrlich professionelle Design und die verschwenderisch ganzseitigen Anzeigen in Autozeitschriften haben neben den unverschämt hohen Kosten, die wohl nur im Verhältnis zu "konventionellen Kampagnen" in diesem Bereich als günstig bezeichnet werden können (siehe Beitrag zur Auflösung der Kampagne im Spiegel) aber sicher noch zahlreiche weitere Besucher gebracht.


Auch jetzt surfen sicher täglich weitere Newskonsumenten vorbei, um zu kontrollieren, wie die allerorts (auch im Spiegel - Beitrag) angekündigte "Flash-Vernichtung" der Seifenblase aussieht. Wer diese nicht sofort findet, hat wohl schon eine gewisse Resistenz gegen nervige Banner aufgebaut: Zur Auflösung muss man auf die äußerst unruhige Grafik im Kopf der Seite klicken. Der Rest war wohl zu schade (oder zu teuer?), um gleich mit gesprengt zu werden...

Markus Baersch



Wednesday, 05 March 2008 08:35:16 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Tuesday, 12 February 2008

Briefkasten Guerillas werben für Aktienclub

Nette (überschaubare) Briefkastenaktion eines Aktienclubs in Augsburg: Es wurden Flyer an rote "Erfolgsmenschen" gehängt, die nun an allen Briefkästen präsent waren. Die Kampagne führte zu zahlreichen Gästen auf der beworbenen Veranstaltung.

 rotmann.JPG

Guerilla-Marketing ist vielleicht etwas zu weit hergeholt, aber das ist kein schlechtes Beispiel für Lokales Marketing: "Die Aufmerksamkeit" der Hausbewohner hat man dabei sicher :) Fragt sich nur, wie viel Aufwand das alles war. Mit über 260.000 Einwohnern ist Augsburg nicht gerade klein. Das Befestigen der Rotmännchen "an allen" Briefkästen wird die ein oder andere Stunde "gekostet" haben. Vielleicht hätte eine Anzeige in lokalen Zeitungen für 400,- € den selben Effekt gehabt ...?

Michael Gandke

Tuesday, 12 February 2008 09:35:03 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [3]
# Monday, 11 February 2008

Entrypark und adidas starten Marketing Challenge für Studenten

Adidas (Fußballschuhe usw.) und Entrypark (Karriereportal) schreiben gemeinsam anläßlich der Fußball EM 2008 eine Guerilla-Marketing Challenge aus, um die besten Marketing-Talente in Europa zu finden. Einsendeschluß für die erste (von drei) Runden ist der 29.2.08 ... also in knapp 2 Wochen. Mehr Infos finden sich hier als Pressemitteilung oder direkt bei Entrypark.

Coole Sache, für so ein Top-Event als eines der besten Marketing-Talente "mitspielen" zu dürfen. Immerhin gibt es als Preis nämlich für das Gewinnerteam (pro Teilnehmer) zwei Tickets für ein Finalrundenspiel der EM, die ja etwa 500,- € / Ticket wert sind, aber jetzt schon in diversen Ticketbörsen für richtig großes Geld gedealt werden ... Die Ehre, ein Top-Student zu sein, gibt's noch umsonst dazu.

Auch für Adidas keine schlechte Aktion: In der zweiten Runde gibt es bereits 20 gute (selektierte) Guerilla-Marketing-Konzepte. In der Finalrunde treten dann die fünf besten Guerilla-Konzepte gegeneinander an. Da wird auf jeden Fall das ein oder andere brauchbare Konzept dabei sein. 20 unterschiedliche Konzepte dürften bei Werbeagenturen und/oder Guerilla-Marketing-Agenturen pro Konzept etwa 3.000,- € kosten (macht 60.000,- €) ... die fünf finalen Konzepte, die dann letztendlich präsentiert und gewertet werden, dürften wohl mit weiteren 40.000,- € (8 Tagessätze * 1.000,- € * 5 Teams) zu Buche schlagen. Macht geschätzte 100.000,- € Beratungsleistungen (hoch engagierte Professoren & Dozenten nicht mit eingerechnet) im Tausch für 10 EM-Tickets.

Anmeldeschluß nicht verpassen.

Michael Gandke

Monday, 11 February 2008 09:57:52 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [2]
# Friday, 21 December 2007

Droht eine neue "Ambush-Welle" zur EM 2008?

Zu jedem großen Sportevent mit ausreichend hoher Aufmerksamkeit in Öffentlichkeit und Medien ringen kreative Köpfe um Ideen, wie man den Rummel für eigene Zwecke - oder die eines Agenturkunden - ausnutzen könnte. Ambush-Marketing heißt das böse Wort. Und zu keinem anderen Event sieht man mehr Rauch aus überanstrengten, nicht immer kreativen Köpfen steigen, als zur rundum markenrechtlich geschützten Fußball WM...oder zur Not auch zur EM. Nicht jede der ausgebrüteten oder aufgewärmten Ideen funktioniert... und noch lange nicht jede Idee ist auch wirklich neu; wenige sind legal.

Zur WM 2006 wurden daher weltweit insgesamt weit über 3000 Fälle regelwidriger Marketingmaßnahmen - ein Großteil davon im Gastgeberland Deutschland - untersucht und mehr oder weniger erfolgreich verfolgt. Die "kleine Markenschutzverletzung" durch private Homepages ist hier eigentlich auch gar nicht gemeint, sondern ausgewachsene Ambush-Marketing - Aktionen, die sich am Rande des Erlaubten (meistens jenseits der Grenze) bewegt haben. Wenn es nach der UEFA geht, sieht das zur EM 2008 anders aus. Der Plan scheint es zu sein, schon im Vorfeld möglichst viel Rummel zu machen, um nachher weniger im Hinterhalt aufräumen zu müssen. Der große Schlag lässt zwar noch auf sich warten, aber zumindest ermittelt man fleißig (schon über 200 Fälle; siehe z. B. das Interview Ambush-Marketing kennt verschiedene Wahrheiten in der NZZ Online) und ist zeitgleich um Transparenz bemüht.

Die UEFA bietet dazu ein FAQ zum Rechteschutzprogramm und veröffentlicht separate Hinweise für die Nutzung der Marken durch die Medien (als PDF) und Richtlinien zur Verwendung der Marken durch nichtkommerzielle Dritte im Web, was dankenswerterweise für ein wenig mehr Klarheit für Vereine und begeisterte Fans sorgt, die "eher redaktionell" auf die EM verweisen wollen.

Das alles wird freilich nichts helfen gegen subtilere Parallelplatzierung von Werbung und die Ausnutzung am Rand von Veranstaltungen und begleitenden Aktionen. Denn noch lange nicht alles, was in diesem Rahmen an Ambush unternommen wird, fällt auch wirklich unter die "Definition" der UEFA für Ambush-Marketing, die deren probleminduzierte Einstellung zu dieser Art von Marketing allzu deutlich macht und in der gnädigerweise so gerade noch ein "normalerweise" die Übersetzung mit "unbefugten Marketing-, Werbe- und/oder PR-Aktivitäten, die sich direkt oder indirekt auf die betreffende Veranstaltung beziehen" abmildert (siehe FAQ zum Rechteschutz; Punkt 9).

Neben den klar erkennbaren und regelverletzenden Aktionen kommt es auch - wenngleich nur selten - zu Ambush-Kampagnen oder einzelnen Events, die sich lieber in Form von Assoziationen als mit platten Direktverweisen an Marke oder Ereignis hängen und damit rechtlich nicht oder nur schwer angreifbar sind. Und da nun die Gruppen ausgelost sind und die EM spätestens jetzt langsam aber sicher weiter in den Fokus rückt, lohnt es sich bestimmt, die Augen nach solchen - unbestraft bleibenden(?) - Aktionen Ausschau zu halten, die es auch zur WM 2006 in größerer Anzahl gegeben hat.

Markus Baersch

Friday, 21 December 2007 16:30:16 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [2]
# Tuesday, 27 November 2007

Was ist Guerilla-Marketing?

Ist Guerilla-Marketing überhaupt noch was besonders? Ist Guerilla-Marketing eine Philosophie oder einfach nur falschverstandenes Synonym für Werbung? Diese Frage über die Bedeutung von Guerilla-Marketing stellt sich mir schon eine ganze Weile, wobei ich mehr zu a.) tendiere, aber natürlich eine unkonventionelle Werbebotschaft für die nötige Aufmerksamkeit sorgen muss, damit die gewünschte Breitenwirkung auch eintritt.

Felix Holzapfel hat hier eine schöne Zusammenfassung mit vielen Beispielen zum Thema Guerilla-Marketing in der marketing-boerse veröffentlicht, aber auch vor Risiken und Nebenwirkungen gewarnt ... Hier wird ausführlich und verständlich beschrieben, wie Guerilla-Marketing gedacht ist und wie es funktionieren kann.

Michael Gandke

Tuesday, 27 November 2007 13:16:59 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Friday, 23 November 2007

Tipp: Guerilla Marketing Hörbücher

Viele Titel, die sich mit Guerilla Marketing, Guerilla Selling (die Übersetzung "Guerilla Verkauf" für die deutsche Ausgabe des gleichnamigen Buchs will sich einfach nicht richtg anhören) und Guerilla Taktiken im Allgemeinen und Speziellen befassen, sind auch als Hörbuch erhältlich. Wer z. B. viel Zeit im Auto verbringt, ist mit den vorgelesenen Fassungen, die zumeist im ungekürzt verlesenen Original zum Download zu kaufen sind, gut bedient.

So wirft z. B. Audible sieben Treffer für Jay Levinson aus und es finden sich auch weiterer Werke, die über "guerilla marketing" oder auch nur "guerilla" schnell zu finden sind. Und auch bei Amazon finden sich einzelne Titel wieder, die dort zum Teil auch durchaus günstiger zu bekommen sind als bei Audible (z. B. Guerilla Marketing in 30 Days). Als "echtes Schnäppchen" gibt es derzeit auch eines der Urwerke "Guerilla Selling" beim AudioBookStore  im vergünstigten Downloadangebot.

Hierbei - wie bei einigen der anderen älteren Werke auch - darf man allerdings beim Hören nicht vergessen, wann diese Bücher entstanden sind. Einige der damaligen Wahrheiten lassen sich nicht unreflektiert auf heutige Gegebenheiten übertragen; andere mögen "offline" nach wie vor Gültigkeit haben, aber z. B. für erfolgreiches Marketing oder Verkauf im Web im Einzelfall eher schaden als Nutzen bringen. Dennoch: Allein das nützliche Format sollte den einen oder anderen doch zum Kauf anregen...    
 
Wem das Hören der oft auch nicht mehr ganz taufrischen Hörfassungen der Bücher von Levinson & Co. im Originalton zu anstrengend ist, findet z. B. bei einer Google - Suche nach "guerilla hörbuch" auch Aktuelleres als Download oder regelmäßigen Podcast und jede Menge weiterer Informationen im Audioformat, die auf den großen Hörbuchportalen derzeit nicht zu finden sind.

Markus Baersch

Friday, 23 November 2007 09:59:52 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Saturday, 10 November 2007

Guerilla-Marketing am Thema vorbei?

Die Grundidee und "Definition" des Guerilla-Marketing besagt, dass man die Aufmerksamkeit potentieller Kunden auf unkonventionelle Art und Weise erregt, um sich damit von seinen Wettbewerbern abzugrenzen.

Laufend auf der Hut vor einem übermächtigen Gegner (dem Wettbewerber), überraschend auftauchen, schnell und entschlossen zuschlagen und sofort wieder im Dschungel verschwinden. Dabei ist man immer bestens informiert, um dem Wettbewerber den entscheidenden Schritt voraus zu sein. Guerilla-Marketing kennt keine Regeln und hält sich schon gar nicht an Konventionen. Guerilla-Marketing ist allein dadurch schon Low-Budget-Marketing, weil mit einem kleinem Werbebudget die maximale Aufmerksamkeit und Wirkung der eigenen Werbemaßnahmen erreicht werden muss. Mehr über Guerilla-Marketing  auch bei Wikipedia ...

Soweit so gut: Das war der Stand ab Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, als kleine Unternehmen verzweifelt eine effektivere Art der Werbung (bzw. des Marketing) suchten, um im Kampf gegen quasi unendliche Werbebudgets etablierter großer Firmen bestehen zu können. Als Licht am Horizont tauchte da plötzlich das Buch "Guerilla-Marketing" vom Marketing-Messias Jay C. Levinson auf, der predigte, jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen, um die Aufmerksamkeit auf das eigenen Unternehmen und die eigenen Produkte zu ziehen. Damit  ist erstmal nichts anderes gesagt, als die Werbung etwas geschickter und budgetschonender zu platzieren, als in einer ganzseitigen Vierfarbprintanzeige oder in einem Fernsehwerbespot. Diesen (kleinen) Teil des Buches haben anscheinend viele Leser etwas zu stark verinnerlicht ... denn ...

Leider wird Guerilla-Marketing so nur auf Werbung und Aufmerksamkeit reduziert.

Aufmerksamkeit erhaschen ist aber nur der eine Aspekt: Jeder Anzeigentexter, der auch nur ansatzweise seinen Job beherrscht, weiß wie man Aufmerksamkeit erregt und eine gute (weil reaktionsstarke) Anzeige textet. Werbeagenturen, die Guerilla-Marketing nur auf den Aufmerksamkeitsfaktor reduzieren und es jetzt als ihre "neue" Spielweise ansehen, haben in den letzten Jahren ihren Job nicht richtig gemacht. Das ist doch bestenfalls Guerilla-Werbung.

Marketing bedeutet, ein Produkt zu schaffen, dass sich praktisch von alleine verkauft. Produkte die sich von alleine verkaufen sind Produkte, die Bedürfnisse der Kunden befriedigen oder deren Probleme lösen. Solche Produkte sind Selbstläufer, werden gerne und schnell weiterempfohlen und auch Werbung (welche auch immer) für diese Produkte "rennt offene Türen ein". Schon nicht schlecht, wenn unter dem Deckmantel Guerilla-Marketing unkonventionelle aufmerksamkeitstarke Werbung gemacht wird, aber ...

Ein mieses Produkt wird aber leider nicht dadurch besser, dass irgendeine Pappnase - nackt durch ein Stadion laufend - dafür "Werbung" macht.

Alle sagen dann "Wie toll!".

Aber was bringt das schon? Alle sollen sagen "Dieses Produkt muß ich haben!"

Levinson aber sagte ganz klar - und das macht den größten Teil seiner Bücher aus - dass Guerilla-Marketing ein umfangreicher Marketing-Prozess ist, der viel Planung, Strategie und gezieltes Handeln beinhaltet. Der Bereich Werbung ist ein (kleiner) Teil davon. Um gute Produkte bekannt zu machen, muss auf der gesamten Klaviatur aller Medien natürlich virtuos gespielt werden (können). Je unkonventioneller, desto größer die Aufmerksamt. Je größer die Aufmerksamkeit, desto mehr potentielle Kunden beginnen, das Produkt und das Unternehmen wahrzunehmen.

Aber viel wichtiger ist es, überhaupt erstmal ein gutes Produkt zu haben. Das bedeutet erstmal viel Marktforschung (also den Kunden zuhören um deren Bedürfnisse zu verstehen), viel Planung und Produktmanagement (eine Lösung zu entwickeln). Es bedeutet auch, ein konkretes Ziel vorzugeben ... denn ohne Ziel ist jeder Weg der richtige! (hier gibt's eine kostenlose Vorlage für einen brauchbaren Marketingplan zum Download und einiges mehr zum Thema)

Ist Guerilla-Marketing am Thema vorbei? Leider in vielen Fällen ja.

Das ist doch oft nur alter Wein in neuen Schläuchen.
Das ist doch oft nur ein kleiner Bruchteil vom Guerilla-Marketing, wie es mal (gut und richtig) gemeint war.

Vielleicht einfach nochmal die Bücher von Jay C. Levinson aus dem Schrank holen und aufmerksam lesen ...

Michael Gandke

Saturday, 10 November 2007 14:11:45 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [0]
# Friday, 07 September 2007

Guerilla Marketing - Das Kompendium


Buchtipp: Guerilla Marketing für Unternehmertypen - Das Kompendium

Autor:
Thorsten Schulte
Erscheinungsdatum: 3. völlig überarbeitete und erweiterte Auflage 2007
Preis: 19,99 Euro
Verlag: Wissenschaft & Praxis
ISBN: 978-3-89673-435-8



Inhalt:
Marketing ist Krieg! Krieg um das knappe Gut Aufmerksamkeit beim Kunden. Der Feind ist der Wettbewerb und der Kunde das Terrain, welches es zu erobern gilt. Guerilla Marketing ist eine echte strategische Alternative! Dieses Buch liefert Ihnen das nötige Waffenarsenal um auf dem Marketingschlachtfeld zu bestehen. Egal ob Ambient Media, Ambush Marketing, Viral und Buzz Marketing, Sensation Marketing oder Werbung mit kleinem Budget, mit der richtigen Waffe zur richtigen Zeit heben Sie sich von den Aktivitäten der Wettbewerber ab und werden vom Kunden wieder wahrgenommen. Mit originellen, überraschenden, unkonventionellen - und manchmal frechen und provokanten - Ideen kann Marketing wieder zu einer lohnenden Investition werden. Dazu ist es notwendig, dass sich der Guerilla-Marketeer möglichst außerhalb der klassischen Werbekanäle und Marketing-Traditionen bewegt.

Inhaltsverzeichnis (PDF)
Bestellung bei Amazon

 


Friday, 07 September 2007 11:28:24 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Tuesday, 05 December 2006

Ausgefallene Visitenkarten

Hier eine kleine Sammlung ausgefallener Visitenkarten. Die Tätigkeit der Personen erschließt sich recht schnell. Die Visitenkarten bleiben in Erinnerung. Doch vielleicht ist dem ein oder anderem die Ausgestaltung zuviel des Guten.

Die Visitenkarte eines Schneidungsanwalt:

Die Visitenkarte eines Fitnesstrainers:

Die Visitenkarte eines Karatestudios:

Gefunden in:

www.marketing-blog.biz, www.cherryflava.com (über www.best-practice-business.de/blog), http://fourooms.blogspot.com

Gruß

Lukas Dopstadt

Tuesday, 05 December 2006 18:50:15 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [3]
# Monday, 04 April 2005

Guerilla-Marketing ist unter uns: Tampondruck

Guerilla-Marketing hat einerseits viel mit "Aufmerksamkeit gewinnen" zu tun ... andererseits bedeutet Guerilla-Marketing aber auch, mit einem kleinem Budget viel zu erreichen. Dann müssen halt die Ideen besser sein.

Ein schönes Beispiel aus dem täglichen Low-Budget-Alltag hier von Petra Jung und ihrer Agentur für Umsatz mit drei lokalen Aktionen im Raum Düsseldorf, Mönchengladbach und Neuss. Mit wenig Aufwand, einem mehr als überschaubaren Budget aber viel Begeisterung wird für kleine Unternehmen eine genau zur Zielgruppe passende Werbeaktion entworfen und durchgeführt. In diesem Fall wird  (echter klebriger) Mäusespeck verteilt, an dem ein Gutschein in Höhe von 5,- € für den Erstbesuchs eines Friseur-Salons klebt.

speckgutschein.JPG

Für fast noch interessanter halte ich aber die Werbemittel, die mittlerweile durch Tampondruck oder Lasergravur Laserbeschriftungen in extrem kleiner Auflage mit individuellen Botschaften bedrucken werden können. Mein persönlicher Favorit: Eine grüne Peperoni mit dem Aufdruck "Unsere Preise sind scharf kalkuliert". Mit solchen Mailingverstärkern ist einem die Aufmerksamkeit der Leser eines Werbebriefes sicher!

Zwei Beispiele für individuell (und materialschonend) bedruckte Gegenstände auch bei Petra Jung. Der Gutstein und passend zur Jahreszeit die bedruckten Ostereier ...  Eigene Erfahrungen mit diesen individuellen Mailingverstärkern haben wir selbst seit etwa 18 Monaten. Ergebnis: Die Rücklaufquoten haben sich fast verdoppelt, was bei zusätzlichen Kosten von teilweise nur 0,50 € ein sehr guter Erfolg ist. Wichtig ist aber immer, dass die "Botschaft" auch zum Mailing paßt, den 80. Kugelschreiber braucht kein Mensch mehr ...

Michael Gandke

Monday, 04 April 2005 13:45:03 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Friday, 11 March 2005

Guerilla-Marketing-Kongress 2005

So ... gerade sind wir vom 2. Guerilla-Marketing-Kongress in Köln heimgekehrt. Unsere Stimmung ist so wie zur Zeit das Wetter: Durchwachsen und regnerisch.

Die Organisation durch Thorsten Schulte vom Guerilla-Marketing-Portal und die Europa Fachhochschule war prima, bis auf Kleinigkeiten hat alles geklappt. Wenn man bedenkt, dass die ganze Angelegenheit von Freiwilligen auf privater Basis durchgeführt wurde, kann ich nur sagen: Weiter so. Wir sind auch 2006 gerne wieder dabei.

Aber ... bei einigen Referenten hätte ich mir allerdings etwas mehr Mühe bei der Vortragsvorbereitung gewünscht. In Zukunft bitte nicht mehr einfach den Standard-Marketing-Workshop-Vortrag verwenden und die "überflüssigen" Folien mangels Redezeit oder Publikumsinteresse dann im Tiefflug überspringen. Das mag zwar durch die Mehrfachnutzung von Powerpoint-Präsos durchaus effizient sein und so natürlich auch dem Guerilla-Marketing-Gedanken entsprechen ... ich persönlich empfand das aber als wenig respektvoll den (teilweise weit angereisten) Teilnehmern gegenüber.  Ach so ... die permanente Werbung in eigener Sache muss wohl anscheinend sein ... oder war ich etwa der Einzige, den das gestört hat?

Aufgefallen ist mir erneut die Polarisierung der "Guerilla-Marketing-Szene". Während ein Teil der Referenten Guerilla-Marketing überwiegend auf Effekthascherei und "Aufmerksamkeit erzielen" reduziert (speziell die Jungens aus den Werbeagenturen mit dem Motto: "Tue Überraschendes und rede darüber"), ist es für andere wiederum eher eine strategische Vorgehensweise, bei der versucht wird, mit einem kleinen Budget die größtmögliche Wirkung zu erzielen ... in dem man sein Low-Budget-Marketingbudget nur für wirkungsvolle Maßnahmen ausgibt und nicht durch Massenmarketing das schöne Geld mit der Gießkanne streut und so verschwendet. Eine klare und allgemein akzeptierte Begriffsdefinition gibt es immer noch nicht ... vielleicht der wesentliche Grund, weshalb "das Guerilla-Marketing" noch weit von breiter Akzeptanz entfernt ist. Mein Erkenntnisgewinn nach 6 Fachvorträgen und 8 Stunden Guerilla-Marketing-Kongress: 

Guerilla-Marketing = viel zu oft nur alter Wein in neuen Schläuchen!

Michael Gandke

Friday, 11 March 2005 17:54:17 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [6]

© Copyright  2004 - 2017 Michael GandkeMarkus Baersch |     RSS 2.0  Atom 1.0  CDF  Send mail to the author(s)