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# Wednesday, 07 December 2011

Sage Branding-Kampagne auf Youtube: "Mehr Zeit für die wichtigen Dinge"

Kampagnen mit professionell produzierten Spots, die sich ausschließlich an die riesige Youtube-Gemeinde richten und auf TV verzichten, sind nicht neu. Je breiter die Zielgruppe für das eigene Produkt ist, desto einfacher ist i. d. R. auch die Umsetzung. Wer aber mit witzigen Botschaften auf virale Effekte und entsprechendes "Social Media Echo" hofft, hat aber meistens ein konkretes Angebot; wie z. B. im Fall der "Next Big Thing"-Kampagne von Samsung.

Eher selten sieht man aber Beispiele für ähnliche Kampagnen aus dem B2B-Umfeld - vor allem, wenn kein direkter Produktverkauf, sondern eher Branding im Vordergrund steht. Sage Software hat eines dieser seltenen Beispiele im Zusammenarbeit mit elbkind auf die Beine gestellt und via Youtube und Facebook umgesetzt. Wir haben bei Stefan Rymar von elbkind nachgefragt, wie die Kampagne entstanden ist und wie es mit dem Erfolg aussieht.

Q: Wie hat das Ganze angefangen? Meint: Aus welchem Grund hat sich Sage für eine solche Kampagne entschieden bzw. wie ist die Kampagne überhaupt zustande gekommen?

A: Sage steht für Business Software für kleine und mittelständige Unternehmen. Und die machen Sie auch sehr gut. Das Problem ist, dass man nicht grade mit seinen Bekannten über die beste Buchhaltungssoftware spricht und Sage generell in Deutschland nur sehr wenig Bekanntheit zu verzeichnen hat. Deswegen wollte man mit dieser Kampagne einfach mal neue Wege gehen und das Social Web als Kanal nutzen, um Aufmerksamkeit für die Marke zu erzeugen, aber auch um Feedback aus der Community zu erhalten.

Q: Gab es konkrete Vorgaben für Art und Umfang der Kampagne (sollten es Videos sein) oder hat elbkind hier im Vorfeld bereits – ggf. im Rahmen des vorgegebenen Budgets – beraten?

A: elbkind hat hier beraten. Es gab einen festen Budgetrahmen und auch Markenbekanntheit als ein definiertes Ziel. Welche Aussage wir jedoch in welcher Form und an wen rüberbringen sollten, wurde komplett im Dialog erarbeitet.

Q: Welche Ziele wollte Sage mit der Kampagne erreichen? Es wird ja weder ein spezielles Produkt angesprochen, noch eine bestimmte Produktlinie hervorgehoben (sieht man davon ab, dass sich vom zweiten Spot vielleicht ganz besonders die Handwerker und Kleinunternehmer angesprochen fühlen), sondern eher übergeordnete Aspekte wie z. B. „Effizienz“ adressiert. Lag „Branding“ also wirklich im Vordergrund… und wenn ja: Ist auch hier eine Erfolgsmessung in irgend einer Weise vorgesehen?

A: Das Branding lag ganz klar im Vordergrund. Es war uns wichtig aufzuzeigen, mit welcher Motivation die vielen Mitarbeiter kontinuierlich an ihrem Produkt feilen: Dem Anwender mehr Zeit für die wichtigen Dinge zu ermöglichen. Sei es, für den gestressten Buchhalter, die Belegerfassung so stark zu vereinfachen, dass er diese nun schneller abarbeiten kann und damit mehr Zeit für wichtige unternehmerische Projekte bekommt. Oder der Kleinunternehmer, der vielleicht die samstägliche Ablage auf ein Minimum reduzieren kann und so früher die Freizeit mit seiner Familie genießen kann. Sage will letzten Endes die Businessprozesse derart vereinfachen, dass die Pflicht von jedem Anwender schneller erfüllt werden kann, damit mehr Zeit für die Kür bleibt.

Q: Wie auf Youtube nicht anders zu erwarten, finden sich neben dem üblichen Spam nicht nur positive Kommentare auf die Videos. Neben (ebenso üblichen) Witzen sind auch durchaus kritische Stimmen dabei, die sowohl die Inhalte selbst als auch der Konsequenzen der überzeichneten Auswirkungen guter Software im Alltag betreffen. Gehörte das zum Plan, die Diskussion anzuregen oder kam es eher überraschend?

A: Absolut. Ein gewisses Augenzwinkern war gewollt. Natürlich wird durch Sage kein Mitarbeiter zum Knopfdrücker degradiert bzw. komplett wegrationalisiert. Die Aussage, dass man nun mehr Zeit für die wichtigen Dinge hat, wollten wir aber ganz bewusst mit einer gehörigen Portion Überzeichnung transportieren. Stellen Sie sich vor, wir hätten Frank gezeigt, wie er nun anstatt 4 Stunden Belegerfassung und 4 Stunden Projektmeetings nun 2 Stunden Belegerfassung, 4 Stunden Projektmeetings und 2 Stunden neue Projektarbeit angehen kann...nicht wirklich interessant. Manchmal ist es der kurze plakative Witz, der eine komplexe Botschaft am besten rüberbringt. Die Tatsache, dass es hier zu Kritik kam, zeigt einfach nur, dass man sich mit der Botschaft auseinandergesetzt hat.

Q: Der simpsons-inspirierte „Alarm in der Werkstatt“ hat nicht nur die wenigsten Kommentare bei höchster Anzahl an Aufrufen, sondern fällt auch sonst ein wenig aus dem Rahmen, den die beiden anderen Videos vorgeben. Steckt mehr dahinter?

A: Dieser Clip richtet sich vor allem an Klein-Unternehmern, die wir nicht mit Anzug und Krawatte und Monatsabschlüssen ansprechen wollten. Also auch hier war der Witz auf Augenhöhe gefragt, mit dem sich der Betrachter identifizieren kann.

Q: Da die Reaktionen – zumindest für die ersten Videos – bei Youtube nun die heiße Phase verlassen haben: Wie sieht es generell mit der Zielerreichung für die Kampagne aus? Sind Agentur und Kunde zufrieden mit den erzielten Ergebnissen?

A: Auf jeden Fall. Wir haben ein absolut unbekanntes Produkt ins Gespräch gebracht. So viel sei schon mal verraten, dies ist auch nur der Auftakt einer längerfristig geplanten Image-Bildung und -Stabilisierung.

Q: Wie kam – und passt - denn der die Kampagne ergänzende „Sage Outchecker“ auf Facebook in das Konzept?

A: Ganz einfach: Mit Sage hat man mehr Zeit für die wichtigen Dinge. Und checkt sich nach getaner Arbeit gepflegt aus. Während alle anderen wie wild Check-Ins sammeln, sagt Sage  ganz bewusst: Fahrt euch mal runter, klinkt euch mal aus, ihr habt euren Job gut gemacht und jetzt ist erst mal Feierabend. Übrigens wird auch dieses nette kleine Tool bald noch eine zentralere Funktion bekommen.

Q: Wie lange dauerte es ungefähr von Idee zu Konzept über Freigabe bis zum ersten veröffentlichten Video und wie viel „Eigenanteil“ in Form von internen Ressourcen für diesen Prozess muss ein Unternehmen in etwa einplanen, wenn Interesse an einer ähnlichen Kampagne besteht?

A: Also man muss sagen, dass wir hier sehr schnell agiert haben. Zwischen erstem Briefing und finaler Filmabnahme lagen in diesem Fall eher Wochen als Monate. Auf Agentur und Kunden-Seite muss hier schon ein funktionierendes Team aufgestellt werden, welches grade bei so engen Zeitvorgaben die nötige Entscheidungskompetenz auf Unternehmens- und flexiblem Projektmanagement auf Agentur-Seite vereint. Hinzu kommt natürlich immer die nötige Social Media Kompetenz, welche mindestens bei der Agentur und gerne auch im Unternehmen abgedeckt sein sollte.

Q: Und - passend dazu - die Gretchenfrage: Kann auch ein grober Preisrahmen genannt werden, den man mindestens ansetzen muss, um mit einer spezialisierten Agentur wie elbkind gemeinsam alle Aspekte der Konzeption, professionellen Produktion, Seeding und Erfolgskontrolle anzugehen – vollkommen unabhängig von der hier betrachteten Kampagne, sondern eher als Orientierungshilfe für das „kleinstmögliche Denkbare“?

A: Hier gibt es eigentlich nur eine richtige Antwort: Das kommt drauf an :) Generell liegen jedoch grade im Konzept-Bereich hohe Aufwände zugrunde, da man immer nach Neuem, Innovativem und vor allem Gesprächswürdigen sucht, was die Marke genau in der Form dort platziert, wo die Zielgruppe erreichbar ist. Und zwar in einer Form, die nicht stört, sondern stimuliert. Oder anders: Die klassische Print-Anzeige aus dem Baukasten geht wahrscheinlich schneller. Die Produktion bewegt sich fast im TV-Rahmen. Lediglich bei dem Drehmaterial können wir günstiger arbeiten, aber dafür haben wir häufig deutlich längere Filme. Auch die Webproduktion sollte sich auf hohem Niveau bewegen und ist technisch oft sehr anspruchsvoll. Wirklich sparen kann man bei der Media-Leistung, da es zwar Seeding/Media-Anstrengungen geben sollte, diese aber in keinster Weise mit klassischen Schaltungen zu vergleichen sind. Genaue Zahlen lassen sich leider nie nennen, da wirklich jede Kampagne ein ganz individuelles Baby ist. Man kann aber schon sagen, dass für eine komplette Kampagne der mittlere bis hohe 5-stellige Bereich zu veranschlagen ist. Inklusive der Werbemittelproduktion dann auch eher der 6-stellige Bereich.

Die Videos

Wer sich selbst ein Bild machen will, sollte sich die Videos direkt bei Youtube ansehen, um auch das Feedback nachzuvollziehen, daher werden die Clips hier ausnahmsweise nicht eingebunden, sondern nur verlinkt:

Wednesday, 07 December 2011 11:31:02 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Wednesday, 03 August 2011

Guerilla-Marketing nach Schwedenart: Mit „Kloppe“ zum Erfolg

Eine Guerilla-Marketing-Aktion von sprichwörtlich durchschlagender Wirkung zu entwickeln, ist gar nicht so einfach. Im Offline-Bereich des realen Lebens geht es daher meist darum, mit möglichst geringem Mitteleinsatz größtmögliche Aufmerksamkeit zu erzielen. Zu den in diesem Sinne beispielhaften Taktiken gehören nahezu poetische Vorgehensweisen wie das Snow- und Streetbranding – das Einbringen von negativen Schablonenbildern in den Neuschnee oder auf verschmutzte Wandflächen. Auch etwa die Projektion von Bildern, Texten oder Videos auf öffentliche Flächen lässt sich einfach und kostengünstig realisieren.

Im Online-Bereich wiederum kommt es vor allem auf die Viralität an – also die Fähigkeit des Erdachten, sich rasch von selbst zu verbreiten. Denn je höher die Viralität, desto weniger Anschubaufwand bedarf es und desto größer ist der Erfolg. Eine Ideenumsetzung, die schallendes Gelächter bei allen auslöst, die ihrer ansichtig werden, und sofort die Nachfrage nach einem Link „generiert“, den man an Freunde weiterreichen kann, muss also in diesem Sinne erstklassig sein.

Genau dies aber ist unlängst der Marketingabteilung von IKEA mit dem Fantasieprodukt "Kloppe" gelungen. Ein Plakatentwurf zeigt dabei ein langes, an einen Schlagstock erinnerndes rundes Stück "unbehandeltes" Buchenholz und weist dieses als "Meinungsverstärker" aus. Das Ganze unter dem Slogan: "Diskutierst du noch oder überzeugst du schon?"

IKEA Kloppe

Ich kenne niemanden, der sich anders als oben beschrieben verhalten hätte. Entsprechend hat "Kloppe" im Netz rasant schnell die Runde gemacht. Inzwischen kursiert auch schon die ebenfalls sehr lustige Anleitung zu "Kloppe".

IKEA Kloppe - Anleitung

Peter Montag, Aufgesang Public Relations GmbH

Wednesday, 03 August 2011 09:40:38 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Friday, 15 October 2010

Die Diesel Jeans im Eisblock

Dummheit ist eigentlich keine Eigenschaft, mit der sich ein Mensch rühmen kann. Doch offensichtlich sieht Diesel das anders. Mit dem Slogan „Be Stupid to Get a Free Diesel Jeans“ hat das Unternehmen eine Werbekampagne auf die Beine gestellt, die viel Aufmerksamkeit erregt hat. Zu dieser Kampagne gehören vor allem Guerilla-Aktionen, die per Video dokumentiert werden:

Genau genommen ist nicht unbedingt Dummheit gefragt, sondern Dreistigkeit. Zudem sollte ein echter Diesel-Fan keine Angst vor peinlichem Verhalten in der Öffentlichkeit haben. Das wird sehr schön deutlich im eingefügten Video deutlich, dass die Guerilla-Aktion zeigt. In Zürich und anderen Städten wurden große Eisklötze in stark frequentierten Straßen platziert. Da ein Eisklotz alleine recht langweilig ist, wurde eine Diesel-Jeans in die klobige Skulptur integriert. Zunächst einmal sorgt ein massiver Eisblock für Aufsehen. Viele Passanten nähern sich diesem recht ungewöhnlichen Objekt, um es sich genauer anzuschauen. Dabei entdecken sie die Jeans im Inneren und zudem einen Text. Versprochen wird eine neue Diesel-Jeans aus dem nächsten Diesel-Geschäft im Tausch gegen die Jeans aus dem Eisblock. Letzte Zweifel werden mit dem Slogan „Be Stupid to Get a Free Diesel Jeans“ aus dem Weg geräumt.

Die einfachste Methode wäre es wohl, einfach auf das Schmelzen des kalten Stoffes zu warten. Im Winter kann dies aber lange Zeit dauern. Deswegen sind andere Verfahren angesagt. Das Video zeigt zaghafte Versuche mit heißem Wasser, doch auch mit diesem Mittel ist es nur schwer möglich, die Jeans aus ihrem eisigen Gefängnis zu befreien. Nachdem die sanften Methoden fehlgeschlagen sind, kommen die Verfechter der brachialen Gewalt zum Zuge. Mit Werkzeug und roher Kraft ist es recht einfach, das Eis zu zerstören und die Jeans zu befreien. Allerdings bleibt ein solches Vorgehen nicht unbeobachtet. Deswegen ist es unvermeidlich, dass sich ein Publikum bildet, welches das seltsame Treiben beobachtet. Menschen, die sich für eine Hose in der Öffentlichkeit zum Deppen machen, müssen zweifellos mit Spott leben. Somit werden wenigstens diese speziellen Diesel-Fans dem Werbeslogan gerecht.

Guerilla-Marketing kann viele Facetten haben. Diesel kreiert unterhaltsame Events, die nicht nur bei der Realisierung, sondern auch als Video im Internet funktionieren. Das Video eignet sich wiederum bestens für eine virale Verbreitung, so dass die Kampagne auf mehreren Ebenen erfolgreich ist. Eine ganz andere Frage ist allerdings, ob es besonders klug ist, die eigenen Kunden als „stupid“ zu outen. Aber vielleicht ist es auch nicht verkehrt, die gewünschte Zielgruppe genau zu kennen.

Quelle: www.source-werbeartikel.com

Friday, 15 October 2010 11:46:02 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Monday, 02 August 2010

Branding mit dem BrennDing...

Wie sieht das eigentlich konkret aus, wenn man mit kleinem Budget eine Werbekampagne für den eigenen Shop konzipiert und dabei auch auf virale Charakterzüge setzt? Hat eine solche Kampagne überhaupt eine Chance, in der Masse - und vor allem im Wettbewerb mit Profi-Virenschleudern über die Grenzen des eigenen Bekanntenkreises hinaus Aufmerksamkeit zu erreichen? Werden im Vorfeld gesteckte Ziele erreicht oder heißt es am Ende des Tages nur "Außer Spesen nix gewesen"?

Wir haben dankenswerterweise auf einige dieser Fragen Antworten erhalten, die sich auf ein konkretes Beispiel beziehen: Das BrennDing.

Daniel Pioch, Abteilungsleiter für den Internetbereich bei der Holz-Richter GmbH, hat uns einige Details über den bisherigen Erfolg der BrennDing-Kampagne in einem Interview wissen lassen (die ungeachtet des Titels dieses Beitrags nicht nur Branding, sondern konkreten Umsatz als Ziel hat).

Wie würden Sie die Idee und Aktion beschreiben, wenn Sie nur 20 Sekunden Zeit dazu hätten?
D. Pioch: Mit dem BrennDing unter www.brennding.de kann man in drei einfachen Schritten ein Foto oder einen Webcamschnappschuss von sich in ein witziges Motiv einfügen. Die Anpassung an die vorgegebene Maske ist Dank Flash bequem und schnell abgehalten. Anschließend wählt man noch einen von fünf witzigen Slogans aus und gibt seinen Namen ein. Sobald das eigene "BrennDing" fertig gestellt ist hat man die Auswahl, das entstandene Bild per E-Mail an Freunde zu versenden oder via Facebook oder Twitter zu veröffentlichen. Dies erleichtert den Nutzern, das Motiv an Freunde zu versenden, was einen viralen Effekt begünstigen soll.
(Anmerkung: Versuchen Sie einmal, diesen Text laut und verständlich in 20 Sekunden zu verlesen. Tun Sie´s jetzt - und warnen Sie alle Kollegen vor, die in Hörweite sitzen ;))

Wie ist die Idee entstanden?
D. Pioch: Spontan hatten wir in der Internetabteilung der Firma Holz-Richter GmbH an einer viralen Marketingkampagne für den Onlineshop www.bbq-shop24.de umzusetzen. Nach kurzer Zeit kamen wir auf die Idee einer Flash-Applikation, in die man ein Foto von sich einbinden kann. Dies würde eine Personalisierung der Aktion bewirken, was ebenfalls ein weiterleiten an Freunde fördern soll. Da bereits eine Location für den Dreh von Produktvideos gebucht war, hatten wir den Einfall eines Fotoshootings. Das Motiv sollte einen gutaussehenden jungen Mann und eine attraktive junge Frau in einer witzigen Pose vor einem Barbecue-Grill zeigen. In der Applikation hat dann jeder die Möglichkeit, einer leicht bekleideten Person sein eigenes Branding aufzudrücken. Aus Gag haben wir die Aktion dann BrennDing getauft. Die Umsetzung der Flash-Applikation dazu wurde von einer Agentur übernommen. Hierbei wurde auf Funktionalität und Usability optimiert.

Wie hoch waren der direkte und der indirekte Erfolg?
D. Pioch: Erfolg hat die Aktion im erhofften Sinne gebracht, nämlich in der weiteren Bekanntmachung des BBQ-Shop24. Wir denken, dass ein Großteil der Teilnehmer den BBQ-Shop24 mit einem positiven Gedanken im Hinterkopf behält. Leider können wir jedoch in diesem Zusammenhang keine Zahlen nennen.

Seit (und bis) wann läuft die Aktion?
D. Pioch: Die Aktion startete am 02.07.2010. Ein frühes Ende der Initiative ist jedoch noch nicht geplant, da wir uns noch einen weiteren Erfolg der Kampagne erhoffen.

Sind Sie (bisher) zufrieden und werden ggf. ähnliche Aktionen folgen?
D. Pioch: Im Zusammenhang mit dem BrennDing können wir schon von einem Erfolg sprechen. Auch in Zukunft erhoffen wir uns noch viel von der Aktion. Weiterhin können wir auch sagen, dass gewiss noch weitere ähnliche Aktionen folgen werden.

Monday, 02 August 2010 10:24:03 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Wednesday, 31 March 2010

T-Shirt Guerillas: Werbeboten - Kampagnen für Unternehmen

Das Prinzip ist einfach: Werbebotschaften auf T-Shirts. Der Guerilla Gedanke dahinter: "mobile Werbeflächen" , die sich direkt in der Zielgruppe bewegen.

Auf dieses Guerilla Prinzip setzt auch das Leipziger Unternehmen Werbeboten Media UG - Agentur für kreative Werbung. Die Agentur erweitert den Gedanken von iwearyourshirt.com, einem Guerilla Marketing und Social Media Marketing Tool, dass in der USA bereits recht erfolgreich ist.

Das Konzept der Agentur kombiniert T-Shirt Werbung mit "Online-Mundpropaganda" und soll Unternehmen dabei unterstützen, Multiplikatoren innerhalb der eigenen Zielgruppe besser identifizieren und nutzen zu können. Diese Multiplikatoren verbreiten die Werbebotschaft aber idealerweise nicht nur durch das Tragen von T-Shirts, sondern berichten über die Kampagne auch in unterschiedlichen Online-Medien und sorgen so für weitere Aufmerksamkeit– entweder für das Produkt selbst oder z. B. eine entsprechende Landingpage im Web. Entscheidend für das direkte Wirken der Guerilla Kampagne ist aber vorab eine genaue Analyse der Zielgruppe, sowie die Auswahl wirklich zuverlässiger und passender „Werbeboten“. Ansonsten läuft das auftraggebende Unternehmen Gefahr, dass die von ihm beworbenen Produkte auf den Shirts gar nicht oder nur unzureichend wahrgenommen werden. Durch die zusätzliche Nutzung von Online-Medien kann eine gesteigerte Aufmerksamkeit erzeugt werden, wenn der Plan in der jeweiligen Zielgruppe aufgeht und sich die Zielgruppe auch tatsächlich in den gewählten Online-Medien bewegt.

Die von der Agentur ausgesendeten „Werbeboten“ sind v.a. Studenten und junge Menschen, die entsprechend ihrer medialen Reichweite und Interessen kategorisiert werden. So werden möglichst aktive Multiplikatoren identifiziert, die auch die Social Media –Komponente der Kampagne anstoßen können. Die Werbeboten stellen aber primär eine Art „mobile Werbefläche“ dar und bewegen sich in und mit der Zielgruppe z. B. in der Uni, auf Partys etc.

Werbeboten

Verbindung von klassischer - und viraler Online Werbung

Wichtiger Aspekt einer Werbeboten-Kampagne ist das Berichten der Werbeboten über ihre Twitter- und Facebook-Accounts oder Blogs, welches T-Shirt getragen wurde und wer der Auftraggeber war. Durch Competitions und bestimmte Aufgaben, die in direkter Verbindung mit dem T-Shirt bzw. dem Produkt stehen, kann die Verbreitung der Werbebotschaft im Netzwerk zusätzlich beschleunigt werden. Mit den richtigen Anreizen rund um die T-Shirt-Kampagne soll so eine Wahrnehmung erzeugt werden, die über das bloße Tragen von T-Shirts hinausgeht, um wesentlich mehr Personen der Zielgruppe ohne große Streuverluste zu erreichen. Am Ende erhält das werbetreibende Unternehmen eine detaillierte Auswertung der Kampagne, um den Erfolg anhand möglichst vieler Kennzahlen bestimmen zu können. Sandro Günther und Mario Körösi von werbeboten.de: „Wir glauben daran, dass die Brücke zwischen T-Shirt und Onlinewelt geschlagen werden kann. Das konnten wir und andere bereits mehrfach beweisen. Über witzige, außergewöhnliche und aufregende Kleidung und Aktivitäten wird immer gesprochen – auch online.

Beispiel: Guerilla-Kampagne mit Unideal.de

Die aktuelle Kampagne für Unideal.de ist soeben gestartet. Im ersten Schritt wurde für die potentiellen Werbeboten ein Ideenwettbewerb veranstaltet, um mehr Involvement für die T-Shirt-Kampagne zu entwickeln bei dem bisher über 150 Ideen von potentiellen Werbeboten eingingen. Anschließend wählt die Community einen Sieger aus und interessierte Werbeboten können sich bewerben. Es werden zur Kampagne passende Bewerber ausgewählt, für die das T-Shirt speziell angefertigt wird. Die Werbeboten tragen das T-Shirt einen Tag lang und schreiben einen kurzen Kommentar darüber in Ihren Facebookprofilen, welcher einen speziellen Trackinglink enthält. Wer zusätzlich noch ein witziges Foto von sich und dem T-Shirt einstellt erhält eine extra Prämie.


Wednesday, 31 March 2010 13:11:53 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [4]
# Monday, 09 March 2009

Das virale Marketing-Rezept einer “widerspenstigen” Agentur

Der Rezeptüberblick: Man nehme...

  • ein Unternehmen mit einem witzigen Werbspot
  • erstelle ein Parodievideo auf den Werbespot
  • stelle sowohl Originalspot als auch Parodievideo und dessen Making Of auf YouTube zur Verfügung
  • schreibe einen Wettbewerb aus, der User auffordert selbst ein Video als Parodie auf den Werbespot aufzunehmen
  • biete als Preis eine Weltreise oder £ 10.000,--
  • schreibe so viel wie möglich Unternehmen, Blogger, Webmaster, die zur viralen Verbreitung beitragen könnten per Mail an und unterbreite ihnen das Angebot, sich an der Vermarktung des Videos zu beteiligen und dafür Geld in Form einer Provision zu kassieren
  • warte ab, wie schnell die virale Verbreitung in Deutschland möglich ist, wie viele Nutzer tatsächlich bis auf YouTube gelangen und sogar ein selbstgedrehtes Video hochladen
  • rufe anschließend zu einem Voting zur Wahl des besten selbstgedrehten Videos auf

...und fertig ist die virale Marketingidee(?)

Die Zutaten...

Grundlage des Rezeptes bildet eine findige Viral Marketing Agentur namens „Unruly Media“ mit Sitz in London, die ganz offensiv zu Ihren Zukunftsplänen steht, virales Marketing im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Als variable Zutat bieten sich verschiedene Unternehmen an. Für dieses Rezept ist z. B. die Kreditkarte Barclaycard eine geeignete Komponente, welche mit einem witzigen Werbevideo dem Ganzen eine individuelle Note verleiht. In der Vergangenheit wurde dieses Gericht von Unruly Media z. B. auch schon mit der Komponente LG Secret Handy angeboten.

Der Serviervorschlag...

Serviert wird das Gericht am besten im Social Network YouTube oder vergleichbaren Plattformen. Über ein Gewinnspiel werden User gezielt zur Teilnahme aufgefordert. Das Rezept kommt am besten zur Geltung, wenn vorab zahlreiche Unternehmen per Mail angeschrieben werden, die bei der Verbreitung des viralen Marketing aktiv mitarbeiten, indem sie auf ihren eigenen Seiten einen Videoplayer zum Barclaycard Contest anbieten und so Besucher auf den YouTube Wettbewerb aufmerksam machen. Einen konkreten Serviervorschlag für das Anschreiben per Mail finden Interessenten hier:

Hallo...,
Ich hoffe du hast nichts dagegen, wenn ich mich dir erstmal vorstelle. Ich komme von Unruly Media, einem Unternehmen in London, dass virales „seeding“ (Verbreitung) von Videos im Internet betreibt. Gegenwärtig leiten wir eine Kampagne für Barclaycard, die wirklich gut auf deiner Seite ... ankommen würde. Es handelt sich dabei um einen nachgestellten Werbespot, der für den Barclaycard’s Wettbewerb wirbt, um zu sehen wer die beste Veralberung ihres Wasserrutschen Werbespots kreieren kann. Immer auf der Suche nach neuen Werbe- und Marketingideen - könnte das genau dein Fall sein. Hier kannst du dir die Veralberung des Videos anschauen und mehr über den Wasserrutschen Wettbewerb erfahren:

http://www.youtube.com/barclaycardcreate

Wir suchen auch nach interessanten Seiten und Blogs um den Clip auf kommerzieller Basis zu verbreiten. Wenn du Interesse hast, dann können wir dir einen Videoplayer zum Einbauen geben und du erhältst Geld für jede Ansicht des Videos aus Deutschland. Du kannst hier das Video abholen und die Geschäftsbedingungen für die Teilnahme an der Kampagne einsehen:...

Das Verfallsdatum

Es wird ein schneller Verzehr empfohlen. Zum genauen Verfallsdatum des Gerichtes gibt es widersprüchliche Angaben. Das Parodievideo enthält am Ende als Angabe den Einsendeschluss: 8. März 2009, Votingstart 9 März 2009 – der nebenstehende Text beinhaltet den Einsendeschluss: 22 März 2009, Votingstart 23. März 2009. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt und annimmt, es könnte sich um eine inoffizielle Verlängerung des Haltbarkeitsdatums handeln, weil das Gericht vielleicht nicht genügend reißenden Absatz gefunden hat.

Hinweise für Allergiker

Menschen die auf recht niedrige Provisionen und zahlungsempfänger-unfreundliche (wenngleich leider branchenübliche) AGBs, in denen ein Großteil der Verantwortung auf den Schultern der am viralen Marketing von Unruly Media beteiligten Unternehmen lastet, allergisch reagieren, sollten auf den Genuss dieses Gerichtes verzichten.

Sandy Schindler

Monday, 09 March 2009 13:00:54 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Tuesday, 24 February 2009

Guerilla in 3D?

Virale Profikampagnen sind ja an sich nichts Neues und wöchentlich buhlen neue Eventsites um Aufmerksamkeit, Klicks, Links und Kommentare. Warum also überhaupt drüber schreiben? Weil man sich bei BMW - ungeachtet der nicht wegzudiskutierenden technischen Hürden - für eine etwas andere Ergänzung im Web zum klassischen Marketing entschieden hat.

BMW startet mit einer Marketing Kampagne für den Launch des MINI Cabrio unter dem weltweiten Slogan „Always open“. Klassische Anzeigen in Printmedien und 11 Sekunden langen TV-Spots werden durch eine Guerilla Kampagne ergänzt, die eine "interaktive Printanzeige" und ein virtuelles 3D-Modell miteinander verbindet. Zur Umsetzung der Anzeigen und TV-Spots wurde die Berliner Agentur Plantage herangezogen, die Webspecial erfolgte durch die Hamburger Interone. Idee, Konzept und Umsetzung der Augmented Reality Aktion wurde von Buzzin Monkey aus München initiiert.

Die Idee: Augmented Reality – „erweiterte Realität“

Die Augmented Reality Technologie überlagert Grafiken, Audio – und andere Elemente in Echtzeit Umgebungen und verwirklicht eine ansatzweise reale Darstellung von dreidimensionalen Objekten. Über die Augmented Reality Technologie versucht MINI, die reale Welt digital so originalgetreu wie möglich nachzustellen und so dem Besucher der MINI Seite die Realitätswahrnehmung aus sämtlichen Perspektiven online zu ermöglichen. Das Prinzip das dahinter steht und den User zur 3D Ansicht des MINIs führt, ist allerdings gewöhnungsbedürftig.

Das Prinzip: digitale Printanzeige – Webcam – MINI anschauen

Dem Besucher wird online eine Printanzeige (Achtung: Ein PDF lauert hinter diesem Link) mit Piktogrammen zur Verfügung gestellt. Die Piktogramme zeigen ihm, wie er das 3D Modell des MINIs betrachten kann. Über die MINI Webcam Site kann er anschließend die Anzeige vor seine Webcam halten und mit Hilfe von Augmented Reality Technologie erscheint das MINI Cabrio online. Der User kann das Cabrio anschließend selbständig drehen und sich die Details in Echtzeit – live und 3D - ansehen. Über ein Symbol kann er die Augmented Reality Welt an Freude und Bekannte weiterempfehlen und erhöht somit ganz nebenbei die Reichweite der Kampagne.

3D im Web: Ein unlösbares Problem?

Knackpunkt der Kampagne ist neben der ungewöhnlich hohen erforderlichen Aktivität durch den "Benutzer" vor allem die Tatsache, dass 3D und Web einfach nicht so recht zusammenpassen wollen. "Web 3D" ist nach wie vor auf sehr viele "Wenns und Abers" angewiesen, um hinreichend zu funktionieren. Dabei sind die Anforderungen der MINI-Kampagne noch recht moderat; sperren aber dennoch mehr als nur vereinzelt Besucher komplett aus oder erfordern zumindest den Wechsel des Browsers und die Installation eines 3D-Plugins. Die Funktion eröffnet sich zudem nur Besuchern mit IE 6 & 7 unter Windows. Die Kampagne mit "Systemanforderungen" darf man also von vornherein schon mal an eine eher exklusive Zielgruppe gerichtet betrachten: Neben einem Windows-System, Internet-Explorer, aktuelle, Videotreiber, 2 GHz CPU, 512 MB RAM, Grafikkarte mit mindestens 256 MB Speicher wird auch eine USB-Webcam mit mindestens 640x480 Pixel vorausgesetzt, um in den 3D Genuss des MINIs zu kommen.

Alle Besucher, die nicht über die entsprechende Technik verfügen oder denen der Aufwand schlichtweg zu groß ist, haben wenigstens die Möglichkeit das Making Of zur Guerilla Kampagne zu sehen - das erinnert aber eher ein wenig an den Vorschlag, ein Kochbuch zu lesen, wenn man Hunger hat...

Das Ziel "Aufmerksamkeit in Verbindung mit großer Reichweite" kann also durchaus in Frage gestellt werden, obschon man mit Guerilla sicher nicht auf das falsche Pferd gesetzt hat. MINI setzt bei der Einführung des MINI Cabrios auf unkonventionelle Marketingideen und überraschende Aktionen. Und wenn es für einzelne Besucher im Web vielleicht trotz der erlangten Aufmerksamkeit (magels erfüllter Systemvoraussetzungen) nichts mit "Guerilla im Web" wird, bleibt ja noch die potentielle Überraschung beim Händler. Denn zusätzlich zu der Guerilla Kampagne aus interaktivem Print und 3D-Modell wird das Buch "Viva la Revolution" mit 60 Guerilla Ideen den Marketingmitarbeitern und MINI Händlern flächendeckend zur Verfügung gestellt. Je nach Händler erwarten den Besucher dann also vielleicht individuelle und überraschende Guerilla Aktionen direkt vor Ort.

Sandy Schindler

Tuesday, 24 February 2009 16:31:56 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [0]
# Thursday, 23 October 2008

Marktstudie über virales Video-Marketing

Eine US-Studie der Feed Company, die ehrlicherweise auf dem Deckblatt bereits im Untertitel zugibt, eher die Sicht von Agenturen und deren Top-Kunden wiederzugeben, stellt wenig überraschende Ergebnisse zusammen, die übersichtlich und durch Zahlen gestützt im Kern aussagen, dass virale Videos auf dem Vormarsch sind und längst im Waffenarsenal vieler Agenturen neben den Klassikern liegen. Budgets muss man sich trotz der Tatsache, dass der Erfolg eher im Brandingbereich liegt und weniger in einfach messbaren Conversions mündet, wohl auch in Zukunft nicht erbetteln. Auch der beidseitige Wunsch nach mehr Messbarkeit und Transparenz schmälert die (hier gewonnene) rosige Perspektive nicht; man ist amerikanisch überzeugt und größtenteils glücklich.

"Fakten", die wohl auch für die Agenturen und Kunden gültig sind, die außerhalb des US-Markts bereits mit viralen Videokampagnen Werbung für (meistens) neue Angebote machen. Es wird aber kaum einfacher, aus der Masse der inzwischen umgesetzten Ideen hervorzustechen. Der Trost: Zum Glück bleibt ein guter Witz gut und kann nach einiger Zeit auch ein zweites Mal erzählt werden. Auch neue Ideen wird es in Zukunft geben; begünstigt durch die ständige Vorwärtsbewegung, die Internet und erforderliche Technik machen. Außerdem wird es vielleicht im Zukunft lohnender, den Hype um eine bestehende gute professionelle Kampagne mitnehmen und gutes "Parallelmaterial" als Persiflage anbieten - damit hat sich bereits der eine oder andere echtes Guerilla-Potential aus teuren Fremdkampagnen bei Youtube & Co. "erambushed" ;)


Wer den Schwung der Studienergebnisse mitnehmen will, um vielleicht selbst auf den professionell-produziert-viralen Zug aufzuspringen, findet die Zusammenfassung der Ergebnisse hier.

MB

Thursday, 23 October 2008 10:04:17 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Friday, 10 October 2008

Nintendo: Ungewöhnliche Youtube-Werbung für "Wario Land"

Viele mehr oder weniger ausgefallene Werbeideen im Web buhlen tagtäglich um die Aufmerksamkeit der Besucher. Längst nicht alles wird so aufgenommen, wie es sich die Agentur oder der Selbstmach-Guerilla vorgestellt hat. Andere Aktionen aber heben sich vom Rest ab und finden einen Weg, der in dieser Form noch nicht beschritten wurde, so dass die gewünschte Aufmerksamkeit erreicht wird.

Ob Nintendo diese Aufmerksamkeit nun angesichts des Hypes um die Wii überhaupt noch nötig hat, sei dahingestellt. Und die Idee selbst ist auch nicht ganz neu, zumindest aber der Platz, an dem sie umgesetzt wurde. Auf jeden Fall ist die aktuelle Werbung für die Neuauflage des dritten Teils der altehrwürdigen "Super Mario Land" - Serie anders als andere Videos, die man überlicherweise aus Werbezwecken bei Youtube einstellt. Das liegt vor allem daran, dass das Video selbst zwar nichts zeigt außer ein paar Ausschnitten aus dem Spiel, sondern das die komplette "Youtube-Seite" sich als Werbefläche erweist. Denn "besonders" wird diese Werbung erst, wenn sich die zunächst unauffällig und Youtube-üblich scheinende Seite nach und nach auflöst, nachdem die Effekte aus dem Video den Platz des Players überraschenderweise einfach verlassen und sich auf den Rest der Seite ausdehnen. Am Ende steht nichts mehr an seinem Platz.

Während das Spiel die Altfans in zwei Lager spaltet, weil es sich für einige "zu stark" am knapp 15 Jahre alten Vorbild orientiert, kommt die Werbung bei der Zielgruppe sicher gut an. Nur schade, dass man auf der "gefälschten" Seite keine realen Zugriffzahlen erkennen kann ;)

Neugierig geworden? Hier gehts zur Youtube-Werbung für "Wario Land"

MB

Friday, 10 October 2008 14:45:17 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Tuesday, 19 August 2008

Kurzüberblick: Virales Marketing

Nach gleichem Vorbild wie das Minilexikon zum Begriff "Guerilla Marketing" schließt sich nun eine kompakte Übersicht über "virales Marketing" an. Die Definition umfasst absichtlich weder alle Aspekte viraler Kampagnen, noch findet ausführlicher Geschichtsunterricht über virales Marketing statt.

Zum Minilexikon "Virales Marketing".

Tuesday, 19 August 2008 16:30:48 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [3]
# Wednesday, 18 June 2008

Nokia N95 statt neue Jacke

Coole Werbung für das Nokia N95 und schon fast ein bißchen Guerilla:

http://www.greatpockets.com

 

Wednesday, 18 June 2008 14:55:46 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Wednesday, 02 April 2008

Ist Guerilla-Marketing als Massenprodukt lebensfähig?

Guerilla Marketing, Virales Marketing, Blog-Marketing & Co. scheinen in der Breite der Werbebranche nach wie vor ein Nischendasein zu fristen; zumindest wenn man betrachtet, wie gering der Anteil hier investierter Budgets im Vergleich zu den Kosten "klassischer" PR-Kampagnen ist. Wenngleich es inzwischen häufiger vorkommt, dass neue Produkte oder Marken auch durch virale Kampagnen oder andere Mittel aus dem Guerilla-Werkzeugkasten beworben werden, ist dies weder die Regel, noch zeichnet sich ein Trend ab, dass klassische und etablierte Werber sich in Zukunft häufiger mit solchen Mitteln "abgeben". Was aber würde passieren, wenn sich das ändert?

Auch dort, wo Guerilla-Methoden als denkbare und erfolgversprechende Formen der Produkt-PR erkannt werden, um Aufmerksamkeit für ein neues Produkt zu erzielen und / oder zum Kauf durch Empfehlung zu animieren, scheinen derzeit nur wenige Entscheider in den beauftragenden Unternehmen offenbar diese Erkenntnis zu Ende zu denken und Guerilla Marketing (sowie andere, nach wie vor als „unkonventionelle“ Mittel geltende Strategien) auch als Standardwaffe für Produktmarketing einzusetzen - und folgerichtig ein festes Budget dafür einzuplanen (genau wie sie es seit Jahren für Print & Co tun, ohne lange darüber nachzudenken). Ob und wann hier ein großflächiges Umdenken stattfindet, statt wie bisher eher die Ausnahme zu sein?

Die Forderung nach einer Etablierung im - nach wie vor recht klassisch angehauchten - Mediamix auch der finanzstarken Kampagnenfürsten ist jedenfalls nicht neu. Diese zu erfüllen, scheitert vielleicht nicht zuletzt auch daran, dass "Guerilla" gern als Ausweg für Kampagnen ohne ernst zu nehmendes Budget mißverstanden wird und daher "für uns überhaupt nicht in Frage kommt".

Was aber würde passieren, wenn es zum guten Ton gehörte, Guerilla-Marketing zu betreiben und man plötzlich weitaus häufiger darauf trifft als bisher? Könnte es gar einen guten Teil seines Effekts verlieren, wenn wir mit "Außergewöhnlichem" mehr oder weniger überschwemmt werden, so dass eine Verweigerung der Wahrnehmung schon aus reinem Selbstschutz nicht ganz auszuschließen ist? Wenn sich gezielt platzierte Kommentare und bezahlte Rezensionen in Blogs in durchschaubare Produktwerbung verwandeln, wäre auch dieses Feld irgendwann (theoretisch) vielleicht zu Tode bewirtschaftet und es blieben "nur noch" Ambush, Viralkomik und Unübersehbares auf der Straße übrig… Der Durchschnitts-Webmensch zumindest hat schnell und erfolgreich gelernt, bannerblind zu werden. Kann er auch - im Web wie im wahren Leben - guerillablind werden?

Zum Glück wird es sicher noch mindestens eine (Web-)Generation dauern, bis diese "Gefahr" überhaupt eine Chance hat, Potential zu entwickeln, denn weder die Haltung gegenüber Guerilla Marketing noch das Wissen darüber scheint sich großartig zu bewegen, wenngleich Guerilla als Begriff in den letzten Jahren durchaus populärer geworden ist - vor allem im deutschsprachigen Raum, wenn man sich die Top 10 Regionen, Städte und Sprachen ansieht, die bei Google Trends zum Begriff "Guerilla Marketing" erscheinen. Dass dies leider auch bedeutet, dass inzwischen jede zweite Unterschriftensammlung und Handzettelverteilungsaktion gern als „Guerilla-Event“ geschmückt wird, ist wohl die unvermeidliche Kehrseite...

MB

Wednesday, 02 April 2008 14:24:42 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Wednesday, 05 March 2008

Cin King Motors / Smart: "virale" Pressemeldung?

Auf jeden Fall eines der Ziele der "Cin King Motors" - Kampagne von Smart ist schon aufgegangen, denn die Internet-Gerüchteküche hat einiges an Blogbeiträgen, Diskussionen, Suchmaschinentraffic und Vermutungen zu Tage gefördert, bevor das Rästel dann ausgelöst wurde. Die passende Website unter www.cin-king.com dazu bietet genau den Unterhaltungswert, den sich der anvisierte potentielle Käufer gern auch mal online abholt. Das wahrlich professionelle Design und die verschwenderisch ganzseitigen Anzeigen in Autozeitschriften haben neben den unverschämt hohen Kosten, die wohl nur im Verhältnis zu "konventionellen Kampagnen" in diesem Bereich als günstig bezeichnet werden können (siehe Beitrag zur Auflösung der Kampagne im Spiegel) aber sicher noch zahlreiche weitere Besucher gebracht.


Auch jetzt surfen sicher täglich weitere Newskonsumenten vorbei, um zu kontrollieren, wie die allerorts (auch im Spiegel - Beitrag) angekündigte "Flash-Vernichtung" der Seifenblase aussieht. Wer diese nicht sofort findet, hat wohl schon eine gewisse Resistenz gegen nervige Banner aufgebaut: Zur Auflösung muss man auf die äußerst unruhige Grafik im Kopf der Seite klicken. Der Rest war wohl zu schade (oder zu teuer?), um gleich mit gesprengt zu werden...

Markus Baersch



Wednesday, 05 March 2008 08:35:16 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Wednesday, 16 January 2008

Smartdex mit Rekordwachstum durch cleveres Viral-Marketing

Smartdex ist ein Marktplatz für Firmenadressen, auf dem jeder Benutzer seine eigenen  Geschäftskontakte gegen die Kontakte anderer Benutzer tauschen kann. Der Startschuß für Smartdex fiel erst im August 2007. Gegründet wurde Smartdex u. a. von Sascha Langner, der in Deutschland, nicht nur bei Internet-Marketing-Freaks, einerseits mit dem informativen Internet-Marketing-Magazin marke-x.de seit langem bekannt ist, andererseits auch ein spannendes Buch über Viral-Marketing geschrieben hat.

Er sollte also wissen, wie man ein Portal im Internet bekannt macht. Da ich auch aktiv am Betatest beteiligt war und so mit dem ein oder anderen Tipp ein bißchen zu Smartdex beitragen konnte, freue ich mich jetzt umso mehr über die aktuelle Pressemitteilung, in der zu lesen ist, dass Smartdex in den letzten 5 Monaten ein Rekordwachstum hingelegt hat und mittlerweile Marktführer im Bereich nutzergenerierte B2B-Adressen ist.

Immer wieder schön zu sehen, wenn Viral-Marketing nicht nur in Büchern funktioniert :) Aber Mund-zu-Mund-Propaganda ist nur die eine Seite, auch die Geschäftsidee muss gut bzw. der Kundennutzen entsprechend hoch sein, sonst "redet keiner gut drüber". Bei Smartdex ist wohl beides der Fall.

Michael Gandke

Wednesday, 16 January 2008 12:02:02 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [0]
# Wednesday, 14 November 2007

Aus "viralen Filmchen" wird Gähn-Marketing?

Montag morgen, überall in Deutschland wird mit Olli Dittrich tapeziert. Eine neue Kampagne vom Media Markt: "Die härtesten Kunden des Jahres". Aha, vor der Dauerberieselung in TV und Kino hat man sich also entschlossen, Trailershows im Web anzubieten. Und weil das ja so prima klappt mit dem "Ey, haste schon gesehen, der Dittrich beim MedschiaMaaakt, voll witzig" umgehen wir per Plakatwerbung und Verweis in´s Web gleich den ganzen subversiven Web 2.x Unsinn (man hat´s ja!) und jagen alle Neugierigen mal auf die eigene Startseite. Sicher mit der diffusen Hoffnung, dass der eine oder andere impulsiv (wo er doch gerade schon fast auf der Startseite ist, nur noch einen Klick vom absolut überflüssigen... sorry, ich meine natürlich: von allen absolut überflüssigen Ablenkungen befreiten... Intro aus entfernt) mal eben im Vorbeisurfen einen Fernseher, ein Notebook oder Handy kauft. Ich möchte wetten, das klappt sogar.

Plakatwerbung Media Markt

Zurück zum Montag: "Prima, endlich mal ein altes Gesicht", denke ich mir und tippe mit noch kalten Fingern im Büro angekommen die Adresse des großzügigen Bereitstellers der Kurzfilme ein. Und siehe da: Jeder Trailer fast wie der andere voll mit kleinen eher unspektakulären Ausschnitten aus kommenden (mir graut) Spots mit einem Olli Dittrich, der hoffentlich wenigstens viel Geld für das bekommt, was er da darzustellen hat. Da werde ich als Träger der viralen Nachricht leider - aus Mangel an Belustigung - nur bedingt funktionieren, aber auch hier bin ich sicher, dass ich Kandidaten finden.

Aber:
Ob das noch so funktioniert, wie es mal gemeint war? Ich meine nicht rein von der Conversion her gesehen, aber ist das nun "nur eine Trailershow", die vorab auf Werbung neugierig machen soll oder sollte sowas auch auf dem "klassischen viralen Weg" funktionieren?

Bei youtube.de kann man das gleich aus mehreren Gründen nicht messen: Erstens, weil die Plattform noch zu neu ist (jedenfalls als .de-Variante). Zweitens weil ja alle dank der penetranten Bewerbung per Plakat an allen denkbaren Orten wissen, wo man es ansehen kann. Und drittens, weil es gerade erst einen Tag drin steht. Da hatten andere Videos allerdings schon beachtlich mehr (bei der .com-Mama) als die jetzt gerade auf der Uhr stehenden müden 96 Aufrufe in der Spitze... Bei clipfish und myvideo hat sich niemand erst die Mühe des Einstellens gemacht.

Abart des viralen Ansatzes? Ersatz? Mutation oder Evolution? Mir jedenfalls gefällt es besser, wenn der Film, das Spiel etc. nebst Werbebotschaft über die Community verteilt wird, statt per Plakat in dezentem Knallrot... aber über Geschmack kann man bekanntlich ja auch streiten. Kommentare sind offen...

Markus Baersch

Wednesday, 14 November 2007 21:31:39 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Wednesday, 26 September 2007

Viral fürs Jubiläum von M-Budget Mobile


M-Budget Mobile feiert ihr zweijähriges Bestehen mit einem witzigen Wettbewerb: Wer auf seinem Handy die Nummer 0800 05 05 05 anruft und Goal! schreit, kann tolle Preise gewinnen.  
 

Um eine möglichst breite Teilnahme zu generieren, hat Publicis mit Condor drei lustige Filme realisiert. Alle drei Geschichten basieren auf der Grundidee, mit einer „voyeuristischen“ Kamera heimlich Wettbewerbsteilnehmer zu filmen, die sich auf äusserst kreative Art und Weise für einen besonders gelungenen Goal-Schrei anspornen. 
 

Die gelungene Umsetzung stammt von den Zürcher Jungfilmern Eric Andreae und Jan Gassmann, die aktuell mit dem Dokumentarfilm Chrigu für internationales Aufsehen sorgen.

Film 1
Film 2
Film 3

Verantwortlich bei M-Budget Mobile und Migros.
M-Budget-Mobile: Maurizio della Mura
Migros: Patrick Chevin, Michael Benz, Dante Venafro

Verantwortlich bei Publicis.
CD: Ralf Kostgeld
Text: Tom Zürcher
Grafik: Barbara Staub
Beratung: Marion Marxer, Marc Uricher
Agency Producer: Ines Bossart

Verantwortlich bei Condor Films.

Regie: Eric Andreae

Kamera: Jan Gassmann

Producer: Florian Studer

posted by
Thorsten Schulte
 

Wednesday, 26 September 2007 09:43:22 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Wednesday, 12 September 2007

Viral: Matthias Reim, Verdammt, ich hab nix! Die Hintergründe


idee07 hat mit Rocksänger Matthias Reim, Kreativ-Chef Wolf Heumann (JvM) und Regisseur Warwick (BIGFISH) über die aktuelle SIXT Kampagne gesprochen.



Zum Videobeitrag...

posted by Thorsten Schulte
Guerilla Marketing Portal


Wednesday, 12 September 2007 16:44:28 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Saturday, 30 December 2006

Viral Marketing Buch per Community

Das Buch "Viral Marketing" von Sascha Langner (Herausgeber des Internet-Marketing-Magazins Marke-X) habe ich ja bereits vor einiger Zeit vorgestellt und auch selbst die eine oder andere gute Lektion daraus lernen können.

Jetzt wird die 2. Auflage vorbereitet. Aber dazu überarbeitet Sascha Langner nicht einfach im stillen Kämmerlein seine Word-Datei, sondern die Leser sind aufgerufen, an der zweiten Auflage selbst mitzuarbeiten.

Inhalt eines Projekts bei trnd ist, gemeinschaftlich neue Ideen für die nächste Auflage zu generieren und Strategien zur viralen Vermarktung des Buchs zu entwickeln. Auch neue (eigene) Fallbeispiele für gelungene Viral-Marketing-Aktionen werden gesucht. Gewünscht wurde von der Community so z. B., einige Kapitel als Hörbuch aufzulegen. Wie man es von trnd kennt, ist das ganze ähnlich wie ein "Open Source" Prozess abgelaufen. Die Community hat die Themen definiert, die in solchen Audiofiles enthalten sein sollten, die entsprechenden Seiten und Kapitel aus dem Buch extrahiert und über einen geeigneten Sprecher abgestimmt.

So sind drei Audiotrailer entstanden (jeweils um die 5-7 Minuten lang). Ziel der Podcasts ist es, einen kurzen Einblick in das Thema "Viral Marketing" zu bekommen.

Mehr Infos über das Viral-Marketing-Projekt und die Audiofiles "Viral-Marketing zum Anhören" hier bei trnd ...

Michael Gandke

Saturday, 30 December 2006 17:03:33 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [0]
# Saturday, 12 February 2005

Meinungsmache durch Weblogs

Im Internet entwickelt sich eine neue, schlagkräftige Meinungsmacht. Spezielle Online-Tagebücher, so genannte Weblogs, werden in Suchmaschinen wie Google ganz vorne aufgeführt. Ihre Kritiken bedrohen das Image ganzer Unternehmen. Autor: Joachim Scholz in werben und verkaufen Nr. 5/2005

Die Anzahl von Onlinetagebüchern, so genannte Weblogs, steigt rasant. Dadurch können kritische Meinungen über Unternehmen schnell unter die ersten Treffer bei Google rutschen. Geschickt eingesetzt, dienen Weblogs dem viralen Marketing und das zum Nulltarif. Autor: Nico Zorn in aquisa 02/2005

Saturday, 12 February 2005 19:37:44 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [0]

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