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# Thursday, 23 October 2008

Marktstudie über virales Video-Marketing

Eine US-Studie der Feed Company, die ehrlicherweise auf dem Deckblatt bereits im Untertitel zugibt, eher die Sicht von Agenturen und deren Top-Kunden wiederzugeben, stellt wenig überraschende Ergebnisse zusammen, die übersichtlich und durch Zahlen gestützt im Kern aussagen, dass virale Videos auf dem Vormarsch sind und längst im Waffenarsenal vieler Agenturen neben den Klassikern liegen. Budgets muss man sich trotz der Tatsache, dass der Erfolg eher im Brandingbereich liegt und weniger in einfach messbaren Conversions mündet, wohl auch in Zukunft nicht erbetteln. Auch der beidseitige Wunsch nach mehr Messbarkeit und Transparenz schmälert die (hier gewonnene) rosige Perspektive nicht; man ist amerikanisch überzeugt und größtenteils glücklich.

"Fakten", die wohl auch für die Agenturen und Kunden gültig sind, die außerhalb des US-Markts bereits mit viralen Videokampagnen Werbung für (meistens) neue Angebote machen. Es wird aber kaum einfacher, aus der Masse der inzwischen umgesetzten Ideen hervorzustechen. Der Trost: Zum Glück bleibt ein guter Witz gut und kann nach einiger Zeit auch ein zweites Mal erzählt werden. Auch neue Ideen wird es in Zukunft geben; begünstigt durch die ständige Vorwärtsbewegung, die Internet und erforderliche Technik machen. Außerdem wird es vielleicht im Zukunft lohnender, den Hype um eine bestehende gute professionelle Kampagne mitnehmen und gutes "Parallelmaterial" als Persiflage anbieten - damit hat sich bereits der eine oder andere echtes Guerilla-Potential aus teuren Fremdkampagnen bei Youtube & Co. "erambushed" ;)


Wer den Schwung der Studienergebnisse mitnehmen will, um vielleicht selbst auf den professionell-produziert-viralen Zug aufzuspringen, findet die Zusammenfassung der Ergebnisse hier.

MB

Thursday, 23 October 2008 10:04:17 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
Thursday, 23 October 2008 12:47:58 (GMT Daylight Time, UTC+01:00)
Danke für die Studie. Super interessant, dass sogar in einem Markt wie den USA noch Wachstumspotential für Viral Videos gesehen wird.

Quantitative Messbarkeit und Transparenz bieten wir übrigens in höchstmöglichen Maße, indem wir unser Tracking

1. auf jeden flashbasierenden Inhalt anpassen können

und

2. dem Kunden neben einem Kunden-Login auf Wunsch auch alle original Logdateien zur Verfügung stellen.

Neben dieser quantitativen Messung sollte auch die qualitative Komponente nicht vergessen werden.
Monday, 27 April 2009 15:30:02 (GMT Daylight Time, UTC+01:00)
Videos auf Social Communities als Instrument der Markenführung

Muß man immer den Ansatz wählen viral ist Video und Video ist lustig? Die Markstudie aus USA bläst ins gleiche Horn. Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass sich da viele Agenturen und Kunden an möglichst vielen Klicks ergötzen. Ich habe den Eindruck das einige Diskussionen über diese Art der Kommunikation das Wort "Streuverlust" vergessen. Dabei kann man mit Videomarketing wirklich viel erreichen, auch im Bereich b-2-b, ohne sich auf Zugriffszahlen zu fixieren. Ein Videostream eine sehr hohe Involvierung des Betrachters. Das liegt am Medium Video. Ein gutes, interessant gestaltetes Video funktioniert schließlich schon seit der Erfindung des Fernsehens hervorragend. Als Instrument der Markenführung ist ein Video gut geeignet. Welches Medium sonst ermöglicht einen derart langen und intensiven und exklusiven (schließlich wird der Inhalt aktiv gewählt) Werbemittelkontakt? Was aber zusätzlich als kleiner, aber fast wichtigster Nebeneffekt im Internet auftritt wenn man sich entschließt "Brandchannels" auf Videoplattformen zu errichten und Videos hoch zu laden, ist die Indizierung jedes einzelnen Videos in Google. Gefunden werden die Videos dann über exaktes Targeting mittels "Tags", Keywords, die bei jedem Upload hinterlegt werden. Jeder Link den Google bei einer Suche nach eben diesem Thema anzeigt, kommuniziert die Marke, sorgt für eine sehr eindrucksvolle Präsenz zum Thema. Schließlich unterstellt jeder Nutzer, dass das Unternehmen mit den meisten Treffern zum gesuchten Thema auch das wichtigste und wertvollste ist. Da haben wir also über das Medium Video viel für die qualitative Markenführung getan und gleichzeitig den Bekanntheitsgrad gesteigert.


Wie steht es mit der Conversion rate von Videomarketing Maßnahmen?

Dazu ist mir auch keine vernünftige Studie bekannt. Da haben wir aber (wenn auch nicht statistisch verwertbares) aus eigenen Maßnahmen z.B. 5,32% des Websitetraffics einer Videoproduktions-Unternehmens kommt aus dem Brandchannel und aus Videos des Chanels auf youtube.
3% aller die ein Promotionvideo für den Download eines Handy Klingeltons gesehen haben, führen den Download auf der Homepage durch. Also können wir festhalten 3-5% Transferleistung auf die Website. Was an echtem Geschäft, oder Sales Leads herauskommt, hängt dann natürlich stark von der Website ab (z.B. Telefonnummer, Kontaktmöglichkeit auf jeder Seite?)
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