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# Tuesday, June 14, 2005

Procter & Gamble reduziert Ausgaben für klassische TV-Werbung

Procter & Gamble (P&G) reduziert in den kommenden zwölf Monaten die Ausgaben für klassische TV-Werbung drastisch zugunsten von Product Placement. Wie das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, will P&G die Werbeausgaben bei Kabel-TV um ein Viertel und bei terrestrischem Empfang um rund fünf Prozent zurückfahren. Andere Formen des TV-Marketings, insbesondere Product Placement, sollen hingegen forciert werden.

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P&G war 2004 mit Werbeausgaben von rund drei Milliarden Dollar - rund 80 Prozent davon im Fernsehen - der größte Werber in den USA. Der Schritt zieht daher laut WSJ die Blicke der US-Werbebranche auf sich. Er lässt erneut den Chor jener erklingen, die das Ende des klassischen 30-Sekunden-Spots in der TV-Werbung beschwören. Grund dafür sind vor allem die steigenden Möglichkeiten der Konsumenten die Werbeblöcke auszublenden. Aber auch die verstärkte Konkurrenz anderer Unterhaltungsformen, vor allem PC- und Konsolenspiele sowie Internet, nagen bei Werbern am bisher ungetrübten Glanz der TV-Werbung.

Die TV-Unternehmen befürchten schon seit Jahren einen drastischen Rückgang bei den Ausgaben für TV-Werbespots, der zumindest in den USA bisher nicht eingetreten ist. Jetzt berichtet das WSJ in den USA von einer rasanten Zunahme des Product Placement. Der TV-Marktforscher Nielsen Media zähle allein im ersten Quartal 2005 in den Top-10-Programmen 12 867 Einsätze dieser Werbeform. Im gesamten Jahr 2004 habe Nielsen mit 23 526 nicht einmal doppelt so viele zählen können.

Anregung zur Diskussion:

Ist P&C mit dieser Maßnahme auf dem richtigen Weg? Schluss mit dem Werbewahnsinn?
Wie werden andere Big-Player ihr Marketing in Zukunft ausrichten?
Ist neben Product Placement auch Guerilla insb. Viral-Clipping eine Alternative?

Freue mich auf eine spannende Diskussion.

Thorsten Schulte
(Guerilla Marketing Portal)


Tuesday, June 14, 2005 6:34:53 AM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
Tuesday, November 28, 2006 3:59:07 PM (GMT Standard Time, UTC+00:00)
P&G hat es sich teuer kommen lassen, aber sinnvoll ist dies alle Mal. Der Markt wächst, nein, er boomt regelrecht und warum? Weil die Medien doch ihr Geld wegschwimmen sehen.

Sei es Zapping oder HD-Recorder, die Werbung im klassischen Sinne ist schwieriger geworden. Branded Entertainment muss gut gemacht sein und wenn es der Fall ist, so gibt es doch nicht schöneres als einen zufriedenen Konsumenten. An dieser Stelle sei ein weniger attraktives Beispiel von Product Placement genannt: Das iPod-Placement in "Casino Royale": Ein iPod steht nicht per se senkrecht auf dem Bügelbrett. Aber es gibt so viele tolle, gut gemachte Sachen.
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