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# Monday, June 16, 2008

Fachwirt/in für Online-Marketing

Bald ist es wieder soweit. An der WAK - Westdeutsche Akademie für Kommunikation findet am 24. Juni 2008 zum zweiten Mal der Online-Marketing-Day statt. Für alle Interessenten: Es geht an diesem Abend um den Studiengang zum/r Fachwirt/in für Online-Marketing. Dozenten und Fachkräfte, werden an diesem Abend Rede und Antwort stehen und auf (fast) alle Fragen eine Antwort finden. Für eine/n Bewerber besteht die Chance auf ein Stipendium. Der Bewerber darf mit diesem Stipendium ein Jahr lang kostenfrei an der WAK studieren und absolviert begleitend ein Praktikum in der Redaktion von www.koeln.de.

Wer neugierig geworden ist, kann sich auf der Internetseite der WAK weitere Information einholen: http://www.wak-koeln.de/.

Monday, June 16, 2008 4:24:57 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Thursday, June 12, 2008

Guerilla Aufklärungskampagne "Vergiss AIDS Nicht"

Mit der Guerilla Schock Aufklärungskampagne "Vergiss AIDS nicht", macht seit März 2008 der Saarbrückener Regenbogen e.V. auf das Thema Aids aufmerksam. Der Regenbogen e.V. wurde 1999 in Saarbrücken als gemeinnütziger und eigenständiger Verein gegründet. Schwerpunkte der Vereinsarbeit liegen vor allem in der Prävention von Neuinfektionen durch Aids, sowie in der Unterstützung von HIV-infizierten Menschen. Kreiert wurde die TV- und Print-Kampagne von der Hamburger Agentur weigertpirouzwolf. Die Webseite zur Kampagne unter www.vergissaidsicht.de wurde von der MSH AND MORE Werbeagentur GmbH umgesetzt.

Die Guerilla Kampagne arbeitet mit den 5 Prominenten Nova Meierhenrich (Schauspielerin), Markus Kavka (MTV-Moderator), Katia Saalfrank („Super Nanny bei RTL), Pascal Hens (Handball Weltmeister) und Herbert Knaup (Schauspieler), die auf Plakaten und in einem Fernsehspot bekennen: „Ich habe Aids... nicht vergessen!“. Das Bekenntnis der Prominenten dürfte für jeden Zuschauer zunächst ein Schock und eine Überraschung sein. Der Werbespot ist zur Unterstützung der Ernsthaftigkeit des Themas Aids ganz in Schwarz-Weiß gehalten. Im Spot erscheinen die Prominenten mit ernsten, bedrückten Gesichtern und verkünden die schockierende Botschaft. Unterstützt wird die Kampagne von einem weiteren Prominenten, dem Schauspieler Sky Du Mont der als OFF-Sprecher agiert. Die eindrucksvollen Werbespots in voller Länge, können unter http://www.vergissaidsnicht.de/tv-spot.html anschaut werden. Aber warum arbeitet die Kampagne gegen Aids mit derartig drastischem Bekenntnis von Prominenten?

Der Hintergrund der aggressiven Guerilla Kampagne ist der massive Rückgang des öffentlichen Interesses am Thema Aids. Aids ist allerdings nach wie vor eines der größten, gesellschaftlichen Probleme in Deutschland. Der Irrglaube, dass Aids aufgrund hochwertiger Medikamente mittlerweile nicht mehr tödlich ist, ist weit verbreitet. Seit 2001 sind die HIV-Neuinfektionen in Deutschland um 81 Prozent gestiegen. Trotz der Kampagne, „Stark bleiben“ im Jahre 2007, die zum Beispiel mit eher witzigen Bildern wie Kondomen über Bananen oder Kartoffeln auf Werbeplakaten den Schutz vor Aids ansprach, lebten Ende 2007 allein in Deutschland 59.000 Menschen mit HIV Erkrankung. Das sind 5 Prozent mehr die mit dem tödlichen Virus infiziert sind, als noch im Jahr 2006.

Die Kampagne 2008 „Vergiss Aids nicht“ schlägt nun einen anderen, sehr ernsthaften Weg ein. Sie soll bewusst schockieren, abschrecken, die Öffentlichkeit aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen.

Kritiker der Kampagne stört es, dass Prominente als „Bekennende“ im Werbespot auftauchen, jedoch keine Infizierten. Hinter der Kampagne steckt allerdings die Idee, dass Menschen sich erst angesprochen fühlen, wenn die Krankheit sie selbst oder jemanden betrifft den sie gut kennen. Um gezielt die Aufmerksamkeit eines großen Publikums zu wecken, wurden aus diesem Grund Prominente für den Werbespot engagiert, um dem Thema Aids ein Gesicht zu verleihen.

Ziele der Guerilla Kampagne sind die Aufklärung und Prävention der Infektionskrankheit. Aids wird in Deutschland unterschätzt und ignoriert. Mit Hilfe der Guerilla Schock Kampagne soll das öffentliche Interesse verstärkt und die Menschen sensibilisiert werden. Dabei richtet sich die Kampagne an alle Bevölkerungsschichten, um den weit verbreiteten Irrglauben, dass Aids nur Randgruppen betrifft, zu widerlegen.

Aufmerksamkeit ist mit den schockierenden Spots und den Werbeplakaten gesichert. Allein der Guerilla Werbespot sorgte bereits nach dem ersten Tag der Ausstrahlung für Medienrummel. Der Schock sitzt tief, auch wenn die bekennenden Prominenten nicht mit dem Aids Virus infiziert sind, sondern der Guerilla Kampagne ihr Gesicht zu Verfügung stellten. Genau diesen „Schock-Effekt“ möchten die Macher gezielt nutzen, um die Menschen für das Thema Aids zu sensibilisieren.

Sandy Lietz

Thursday, June 12, 2008 1:45:40 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Friday, May 30, 2008

Guerilla Radiospot "Geht ins Ohr, bleibt im Kopf"

Wer kennt die markanten Radiospots mit dem Claim „Radio. Geht ins Ohr, bleibt im Kopf“ nicht? Die Serie von Funkspots ist bereits im Januar 2007 mit unterhaltsamen und provokanten Spots zu Alltagssituationen an den Start gegangen. Entwickelt wurde die kreative Spotreihe von der Hamburger Werbeagentur Grabarz & Partner. Ein aus der ersten Reihe bekanntes Motiv ist die hasserfüllte Ehefrau, die ihrem Nochehemann über das Radio die Scheidung erklärt. Sie fordert: “Das Haus, das Ferienhaus, die Möbel, die Garage, beide Autos, den Bausparvertrag, die Aktienfonds, deine Plattensammlung, den Hund, die Katze, die Kinder und 50% deiner Einkünfte von jetzt bis zu deinem Lebensende.

Die Radiokampagne baut auf einer Guerilla Strategie auf, die auf provokante Weise jeden Hörer erreicht. Normalerweise werden die Hörer täglich mit einer Flut von Werbebotschaften konfrontiert, die Wahrnehmung filtert einen Großteil sofort wieder aus. Bei diesen Radiospots ist das anders. In den Spots wird gleich zu Beginn die Aufmerksamkeit der Hörer erregt und über die 30 Sekunden, die die Spots dauern, aufrechterhalten. Mit den kleinen Alltagssituation, wie der gehörnten Ehefrau, der nervigen Schwiegermutter oder ein empörter Autofahrer, der nach dem Fahrer der sein Auto geschrammt hat sucht, werden die Zuhörer auf amüsante Art unterhalten.

Mit Hilfe der Spots werden aber nicht nur die Zuhörer unterhalten, am Ende spricht der Spot auch noch direkt die eigentliche Zielgruppe der Gewerbetreibenden an „Mit Radio erreichen Sie immer die Richtigen“. Fei nach dem Motto, je ungewöhnlicher, desto besser.

Doch warum nutzen die Macher ausgerechnet das Medium Radio für diese Guerilla Strategie? Ganz einfach: Radio ist ein breit streuendes Massenmedium und Tagesbegleiter Nummer 1.

Radio ist nahezu unumgänglich. Viele Hörer schalten bereits zum Frühstück das Radio ein. Studien zufolge existiert in 98 Prozent aller Haushalte in Deutschland ein Radio. Über 80 Prozent aller deutschen Autofahrer hören im Auto Radio. Radio ist bequem als Parallel-Medium nutzbar, d.h. die Hörer können Radio hören und nebenbei ganz anderen Tätigkeiten wie der Arbeit, Autofahren, Sport und Freizeit nachgehen. Das Radio schlägt mit dem Vorteil ein "Parallel-Medium" zu sein, viele andere Medien wie Zeitschriften oder Fernsehgeräte. Radio ist ideal für eine Guerilla Kampagne geeignet. Ein weiterer Vorteil: Radio hat nachgewiesen die geringsten Kontaktkosten im Vergleich zu allen anderen Massenmedien (Tageszeitung, Fernsehen etc.). Und noch ein weitere Vorteil: Radio ist eines der zielgruppenschärfsten Medien. Durch Zielgruppenbestimmungen und exakte Ausstreubarkeit über große und auch ganz kleine Zielgruppen, einen hohen Anteilen an Stammhörern, erreicht ein Radiospot je nach regionaler Bestimmung einen großen Zielgruppenanteil. Die 30 Sekunden Spots "Geht ins Ohr, bleibt im Kopf" laufen in den Werbeblöcken und kommen flächendeckend in ganz Deutschland auf öffentlich-rechtlichen und privaten Hörfunksendern zum Einsatz.

War die erste Reihe der Radiospots "Geht ins Ohr, bleibt im Kopf" erfolgreich?

Davon ist auszugehen, denn nach der ersten Reihe folgen weitere Radiospotserien, die nach der gleichen Guerilla Strategie aufgebaut sind, wie die ersten. Selbst der zu 80 Prozent türkischsprachige Radiosender Radyo Metropol FM wurde mit abgewandelten, türkischsprachigen Versionen der "Geht ins Ohr, bleibt im Kopf" Spots beliefert.

Die Macher gehen sogar noch einen Schritt weiter und beziehen die Hörer aktiv in die Guerilla Kampagne mit ein. Bis Ende Dezember 2007 waren die Hörer aufgerufen worden, eigene witzige und provokante Textvorschläge einzusenden. Der Aufruf war erfolgreich. Nahezu 900 Hörer sendeten kreative Vorschläge ein. Zwei der eingesendeten Textvorschläge wurden zu den folgenden Guerilla Spots verarbeitet:

  • Guerilla Spot "Puppenhaus":„Hallo. Dieser Radiospot hier ist für alle. ICH habe in meinem Puppenhaus alle Glühbirnen durch Energiesparlampen ausgetauscht, Fenster mit Wärmeschutzverglasung eingebaut, eine moderne lambdagesteuerte Pelletsheizung installiert und Kens Porsche auf Biodiesel umgerüstet. Wenn Ihr jetzt alle mit dem Rad zur Arbeit fahrt, klappt das mit der Klimarettung“.
  • Guerilla Spot "Geburtstag": „Hallo. Dieser Radiospot ist für alle, die gestern auf meiner Geburtstagsparty waren. Weiß jemand, was zwischen 3:00 und 6:00 morgens passiert ist? Wieso ist meine Yucca-Palme blau lackiert? Was macht das Schaf im Bett? Und wer zum Geier hat die Badewanne mitgenommen? Ruft mich doch mal an. Meine Nummer ... hab ich auch vergessen.“

Bleibt abzuwarten, wann die erfolgreiche Guerilla Strategie weitergeht und welche neuen kreativen Ideen den Hörer davon überzeugen, mit Radio "immer die Richtigen“ zu erreichen.

Friday, May 30, 2008 9:55:12 AM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Wednesday, May 28, 2008

Sex Sells?

Sex sells. Sex ist ein menschliches Grundbedürfnis und viele Untersuchungen zeigen, dass leichtbekleidete Frauen in der Werbung auf die Kaufbereitschaft der Männer durchaus anregend wirken. Deren Aufmerksamkeit hat man aber auf jeden Fall sicher.

Diese Postkarte wurde an diverse Fitness Center verschickt:

sex_sells_postkarte.jpg

... und hier die Rückseite:

sex_sells_postkarte_hinten.jpg

Keine schlechte Idee. Ich hatte auch schon einen Moment lang überlegt, mich in dem Studio anzumelden ... aber die Frage ist allerdings, ob eine eMail-Marketing-Software (also ein Newsletter-Tool) bei Fitness Studios wirklich ein sinnvolles Instrument für die Neukundengewinnung ist. Das würde ich mal eher bezweifeln! Welche eMail-Adressen sollen denn bitteschön verwendet bzw. zugespammt werden? Woher bekommt man neue qualifizierte regionale eMail-Adressen? Alle übergewichtigen männlichen Raucher ab 32 Jahren mit >= 10 kg Übergewicht aus dem PLZ-Gebiet 412xx. Von der CD für 19,80 €? Wohl eher nicht.

Für die Kundenbindung (bereits bestehender Kunden) ist ein Newsletter allerdings tatsächlich ein prima Werkzeug. Damit kann man sich regelmäßig bei den Karteileichen in Erinnerung bringen, Stammkunden besondere Angebote machen, zu besonderen Trainings oder Workshops einladen, Eiweißpulver-Sonderangebote anbieten ... oder oder oder.

Michael Gandke

Wednesday, May 28, 2008 11:14:57 AM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Friday, May 23, 2008

Guerilla-Marketing Roadshow

Liebe Anhänger von innovativen, kreativen und originellen Marketing-Kampagnen,

 „gehen Sie Ihren Kunden entgegen“ fordern wir lautstark alle Unternehmer auf, wenn es um das Gestalten und den Aufbau von neuen, aufmerksamkeitsstarken Kommunikationsbeziehungen geht. Das heißt aber auch für uns von der Guerilla Marketing Föderation, dass wir uns ebenfalls daran messen lassen müssen.

Genau aus diesem Grund gibt es in diesem Jahr keinen stationären Guerilla Marketing-Kongress in einer einzelnen Stadt, sondern gleich eine komplette Tournee durch vier Städte, nämlich Köln, Berlin, Pforzheim und Medebach im Sauerland. Jeweils einen ganzen Tag erleben Sie die spannende Welt des alternativen Marketings. Von Guerilla Marketing, Ambient Media, über Ambush Marketing bis hin zu Viral Marketing präsentieren Ihnen ausgesuchte Experten alle Facetten eines breit gefächerten, innovativen Marketing-Mixes. Und als besonderes Bonbon haben wir zum Abschluss eines jeden Vortragsprogramms ein artverwandtes Spezialthema vorgesehen, dass Sie zum Beispiel über Customer Created Marketing oder über alternative Werbeformen für den Buchhandel informiert. Eines können wir Ihnen schon jetzt versprechen: Ob gegenwärtiger Forschungsstand, aktuelle Beispiele aus der Praxis oder Ausblick auf zukünftige Trends – alle Referenten legen großen Wert darauf, Ihnen praxisnahe und brandaktuelle Informationen zu liefern. Und stehen Ihnen anschließend auch gerne noch für Fragen zur Verfügung.

Wir laden Sie also herzlich ein, bei unserer ersten Guerilla Marketing-Tour dabei zu sein und würden uns freuen, Sie in Köln, Berlin, Pforzheim oder Medebach im Kreise der Guerilleros begrüßen zu dürfen.

Als besonderes Bonbon für die treuen Besucher des Guerilla Marketing-Blog gewähren wir auf die Teilnahmegebühr in Höhe von 299,-€ zzgl. MwSt. einen Rabatt von 10 Prozent! Bitte geben Sie dafür im Textfeld der Anmeldung das Kennwort „Guerilla Marketing-Blog“ an. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier.

Schönen Gruß Thomas Patalas

Friday, May 23, 2008 10:36:33 AM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Wednesday, May 14, 2008

Greenpeace - Guerilla Aktionen im Namen des Umweltschutzes

Guerilla Strategien werden längst nicht nur für provokative Werbezwecken in Unternehmen genutzt. Ein Paradebeispiel für ausgefeilte Guerilla Aktionen auf einer ganz anderen Ebene, bietet die Umweltorganisation Greenpeace „Grüner Friede“. Die Organisation nutzt in 40 Ländern geradezu meisterhaft die Guerilla Technik, um die Öffentlichkeit auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen. Wie aber macht man Marketing für die Umwelt? Für saubere Energie, kontrollierte Gentechnik, Klima-, Meeres- und Tierschutz? Man etabliert eine Marke. Mit Hilfe von Guerilla Marketing etablierte Greenpeace seine Marke weltweit im Umweltschutz. Die Guerilla Aktionen sind einerseits darauf ausgerichtet, Umweltverschmutzung zu verhindern, andererseits das Bewusstsein der Öffentlichkeit auf provokante und unkonventionelle Art zu wecken.

Bereits 1971 startete die erste Guerilla Aktion, die von einer Handvoll Umweltschützern, die sich Greenpeace nannten, ausgeführt wurde. Ziel der Aktion war ein Atomtestgebiet der Amerikaner in Alaska, der durch die Anwesenheit der Umweltschützer verhindert werden konnte. Die gefährliche und provokante Guerilla Aktion war nicht nur erfolgreich, sondern verbreitete sich über Medienbericht auch wie ein Lauffeuer über die ganze Welt und machte die Umweltschützer weltberühmt. Aus dieser Gruppe Umweltschützer entwickelte sich eine internationale Organisation, die ausschließlich über private Spenden finanziert wird und somit unabhängig arbeiten kann. Wie genau das funktioniert hat und wie Greenpeace begonnen hat, erfahren Sie unterhaltsam per Audiobook.

Seit dieser Zeit nutzt Greenpeace konsequent Guerilla Aktionen mit exemplarischen und symbolischen Charakter. Greenpeace arbeitet mit Aufsehen erregenden Aktionen, aber auch mit Aufklärung und Boykottaufrufen. Folgende Taktiken nutzt Greenpeace für ausgefeilte Guerilla Marketing Strategien.

Beispiele für Guerilla Taktik mit aufsehen erregende Aktionen

  • Greenpeace nutzt Schlauchboote für Guerilla Aktionen gegen den Walfang. Mit wagehalsigen Aktionen hindern sie zum Beispiel japanische Schiffe am Walfang oder dokumentieren vor Ort das Geschehen, um es an die Öffentlichkeit zu bringen. Greenpeace Aktivisten ketten sich an Bahnschienen, um den Transport von abgebrannten Brennelementen eines Atomkraftwerkes zu verhindern.
  • Greenpeace protestiert gegen US-Präsident George W. Bush US-Atomwaffenpolitik. Bei seinem Deutschlandbesuch fuhren zwei Schlauchboote auf dem Rhein in Mainz auf Sichtnähe heran und entrollten ein Banner: “No nuclear weapons in the USA and elsewhere - No more wars, Mr. Bush! - Greenpeace.
  • Greenpeace macht Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Debatte um die blockierte russische Ölpipeline darauf aufmerksam, dass die Atomkraft das Öl nicht ersetzen kann und für die Zukunft mehr erneuerbare Energien erforderlich sind.
  • Greenpeace projiziert dafür einen Spruch auf die Reaktorkuppel des Atomkraftwerkes Brokdorf: „Öl = Auto, Atomkraft = Strom, Frau Merkel“

Beispiele für Guerilla Taktik durch Aufklärungsaktionen

  • Greenpeace organisierte eine Unterschriftensammlung gegen Gen-Food. Allein in Deutschland kamen 400.000 Unterschriften zusammen, die dem Ministerium von Bundesverbraucherminister Horst Seehofer überreicht wurden. Hintergrund der Unterschriftensammlung war die fehlende Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Produkte wie Milch, Eier und Fleisch.
  • Greenpeace gibt jedes Jahr zahlreiche Studien und Broschüren mit Hintergrundinformationen zu Greenpeace-Themen heraus. Allein in den ersten Monaten 2008 wurden zahlreiche Beiträge publiziert wie “Greenpeace-Test von Früh-Erdbeeren 2008: Pestizidwerte sinken“, „22 Jahre Tschernobyl“, „Urwaldrepublik Deutschland“ und „Appell an Horst Seehofer gegen MON810“.
  • Greenpeace weltweit bieten diverse Vorträge, um auf die Umweltproblematiken aufmerksam zu machen. Beispiele für Vortragsthemen sind: „Die Welt zu Zeugen machen -Methoden der Umweltarbeit von Greenpeace“, „Wale - Symbole des Lebens“, „Urwaldschutz ist Klimaschutz“ und „Gentechnik in Lebensmitteln“.

Beispiele für Guerilla Taktik durch Boykottaufrufe

  • Greenpeace ruft im Mai 1993 zum Boykott norwegischer Produkte auf. Denn trotz eines geltenden Fangverbots beabsichtigte Norwegen weiterhin Wale zuharpunieren. Der Erfolg des Boykott- Aufrufs spricht für sich. Firmen stornieren Aufträge in Höhe von 90 Millionen Mark. Diese Summe entspricht einem Vielfachen der eigentlichen Walfangeinnahmen.
  • Greenpeace ruft 1995 in einer spektakulären Guerilla Aktion zum Boykott gegen den Weltkonzern Shell auf. Die Organisation wollte verhindern, dass eine mit giftigem Ölschlamm belastete Ölplattform von Shell in der Nordsee versenkt wird. Die Shell AG hatte in Deutschland 1995 gerade mit aufwendigen und teueren Werbeanzeigen ein verantwortungsbewusstes Image aufgebaut, als Greenpeace zum Shell Boykott aufrief. Medienwirksam unterstützt wurde der Boykott Aufruf durch die spektakuläre Besetzung der Ölplattform durch Greenpeace Aktivisten. Beeindruckendes Ergebnis der Guerilla Kampagne: Autofahrer, Verbände und Politiker folgten dem Boykottaufruf, die Umsätze gingen um 25-30 Prozent zurück, Shell gibt klein bei und verzichtet auf die Versenkung der Ölplattform.

Die Liste der Greenpeace Guerilla Aktionen könnte nahezu endlos weitergeführt werden. Die Guerilla Taktiken von Greenpeace verfehlen ihr Ziel nicht: sie sorgen für großes Aufsehen und wecken das Bewusstsein der Bevölkerung im Kampf gegen Umweltsünden.

Sandy Lietz


Wednesday, May 14, 2008 12:17:05 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Friday, May 02, 2008

Neue Kunden durch Guerilla-Marketing im Mittelstand

Laut Institut für Mittelstandsforschung umfasst der Mittelstand 99,7 % der deutschen Unternehmen. Es gibt zwar verschiedene Definitionen von Mittelstand, aber in der Regel beginnt "der Mittelstand" bei Freiberuflern und Einzelunternehmern bis hin zu Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern ... häufig auch als KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) bezeichnet. Manchmal ab 50 Millionen, spätestens aber ab 500 Millionen Euro Jahresumsatz endet dann per Definition "der Mittelstand".

Und alle Unternehmen haben das Problem, dass sie neue Kunden gewinnen müssen. Die kleinen Firmen um zu Überleben, die großen Mittelständler, um endlich die 50 Millionen Umsatz zu übersteigen, um wenigstens bei einer der diversen Definitionen nicht mehr als Mittelständler zu gelten.

Aufmerksamkeitstarkes Guerilla-Marketing kann dafür ein interessantes Werkzeug im unternehmerischen Marketing-Mix sein. Ein Anwalt für Arbeitsrecht könnte so z. B. vor dem Arbeitsamt das Citylight-Poster mieten und gekündigten Mitarbeitern - die sich ja umgehend arbeitssuchend melden müssen - seine Dienste anbieten um vielleicht noch eine fettere Abfindung herauszuholen.

Einzelhändler könnten Riesenplakate mit Werbebotschaften aus den Fenstern hängen. Zwar gibt das vermutlich Mecker vom Ordnungsamt (und eine kleine Strafe für Obrigkeitsverunglimpfung oder so ... wird fällig), aber die Aufmerksamkeit der Autofahrer, Fußgänger und evtl. sogar der örtlichen Tageszeitung ist einem sicher. Zur Not schickt man halt selbst einige Bilder mit Kommentaren an die lokale Presse.

Wie man subtil Werbung in eigener Sache in Internetforen macht, habe ich ja bereits in meinem kostenlosem eBook mit Marketing-Tipps im Internet zum Besten gegeben.

Jede Menge andere Tipps, wie man im Mittelstand neue Kunden finden kann und wie Guerilla-Marketing zur Neukundengewinnung eingesetzt werden kann, habe ich in dem empfehlenswerten www.mittelstandscoach.de gefunden. Einfach mal reinsehen und etwas Zeit zum Lesen mitbringen.

Michael Gandke

Friday, May 02, 2008 1:53:44 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Wednesday, April 02, 2008

Ist Guerilla-Marketing als Massenprodukt lebensfähig?

Guerilla Marketing, Virales Marketing, Blog-Marketing & Co. scheinen in der Breite der Werbebranche nach wie vor ein Nischendasein zu fristen; zumindest wenn man betrachtet, wie gering der Anteil hier investierter Budgets im Vergleich zu den Kosten "klassischer" PR-Kampagnen ist. Wenngleich es inzwischen häufiger vorkommt, dass neue Produkte oder Marken auch durch virale Kampagnen oder andere Mittel aus dem Guerilla-Werkzeugkasten beworben werden, ist dies weder die Regel, noch zeichnet sich ein Trend ab, dass klassische und etablierte Werber sich in Zukunft häufiger mit solchen Mitteln "abgeben". Was aber würde passieren, wenn sich das ändert?

Auch dort, wo Guerilla-Methoden als denkbare und erfolgversprechende Formen der Produkt-PR erkannt werden, um Aufmerksamkeit für ein neues Produkt zu erzielen und / oder zum Kauf durch Empfehlung zu animieren, scheinen derzeit nur wenige Entscheider in den beauftragenden Unternehmen offenbar diese Erkenntnis zu Ende zu denken und Guerilla Marketing (sowie andere, nach wie vor als „unkonventionelle“ Mittel geltende Strategien) auch als Standardwaffe für Produktmarketing einzusetzen - und folgerichtig ein festes Budget dafür einzuplanen (genau wie sie es seit Jahren für Print & Co tun, ohne lange darüber nachzudenken). Ob und wann hier ein großflächiges Umdenken stattfindet, statt wie bisher eher die Ausnahme zu sein?

Die Forderung nach einer Etablierung im - nach wie vor recht klassisch angehauchten - Mediamix auch der finanzstarken Kampagnenfürsten ist jedenfalls nicht neu. Diese zu erfüllen, scheitert vielleicht nicht zuletzt auch daran, dass "Guerilla" gern als Ausweg für Kampagnen ohne ernst zu nehmendes Budget mißverstanden wird und daher "für uns überhaupt nicht in Frage kommt".

Was aber würde passieren, wenn es zum guten Ton gehörte, Guerilla-Marketing zu betreiben und man plötzlich weitaus häufiger darauf trifft als bisher? Könnte es gar einen guten Teil seines Effekts verlieren, wenn wir mit "Außergewöhnlichem" mehr oder weniger überschwemmt werden, so dass eine Verweigerung der Wahrnehmung schon aus reinem Selbstschutz nicht ganz auszuschließen ist? Wenn sich gezielt platzierte Kommentare und bezahlte Rezensionen in Blogs in durchschaubare Produktwerbung verwandeln, wäre auch dieses Feld irgendwann (theoretisch) vielleicht zu Tode bewirtschaftet und es blieben "nur noch" Ambush, Viralkomik und Unübersehbares auf der Straße übrig… Der Durchschnitts-Webmensch zumindest hat schnell und erfolgreich gelernt, bannerblind zu werden. Kann er auch - im Web wie im wahren Leben - guerillablind werden?

Zum Glück wird es sicher noch mindestens eine (Web-)Generation dauern, bis diese "Gefahr" überhaupt eine Chance hat, Potential zu entwickeln, denn weder die Haltung gegenüber Guerilla Marketing noch das Wissen darüber scheint sich großartig zu bewegen, wenngleich Guerilla als Begriff in den letzten Jahren durchaus populärer geworden ist - vor allem im deutschsprachigen Raum, wenn man sich die Top 10 Regionen, Städte und Sprachen ansieht, die bei Google Trends zum Begriff "Guerilla Marketing" erscheinen. Dass dies leider auch bedeutet, dass inzwischen jede zweite Unterschriftensammlung und Handzettelverteilungsaktion gern als „Guerilla-Event“ geschmückt wird, ist wohl die unvermeidliche Kehrseite...

MB

Wednesday, April 02, 2008 2:24:42 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Thursday, March 13, 2008

Weniger Taschendiebstähle durch Guerilla-Marketing

Guerilla-Marketing hat natürlich schon etwas mit Angriff, Waffen und überraschenden Aktionen zu tun ... aber was hat Guerilla-Marketing mit einem Rückgang von Taschendiebstählen zu tun ... ?

Alles begann im Juli 2004: Vier mit Maschinenpistolen bewaffnete Männer betraten eine Sparkassenfiliale. Die schnell alarmierte Polizei rückte umgehend schwerbewaffnet an und konnte die Spitzbuben glücklicherweise dingfest machen ...

In der Pforzheimer Zeitung steht dann die Auflösung von "Was Bohrmaschinenwerbung mit Taschendiebstahl zu tun hat ..."

Thursday, March 13, 2008 11:48:02 AM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [0]
# Wednesday, March 05, 2008

Cin King Motors / Smart: "virale" Pressemeldung?

Auf jeden Fall eines der Ziele der "Cin King Motors" - Kampagne von Smart ist schon aufgegangen, denn die Internet-Gerüchteküche hat einiges an Blogbeiträgen, Diskussionen, Suchmaschinentraffic und Vermutungen zu Tage gefördert, bevor das Rästel dann ausgelöst wurde. Die passende Website unter www.cin-king.com dazu bietet genau den Unterhaltungswert, den sich der anvisierte potentielle Käufer gern auch mal online abholt. Das wahrlich professionelle Design und die verschwenderisch ganzseitigen Anzeigen in Autozeitschriften haben neben den unverschämt hohen Kosten, die wohl nur im Verhältnis zu "konventionellen Kampagnen" in diesem Bereich als günstig bezeichnet werden können (siehe Beitrag zur Auflösung der Kampagne im Spiegel) aber sicher noch zahlreiche weitere Besucher gebracht.


Auch jetzt surfen sicher täglich weitere Newskonsumenten vorbei, um zu kontrollieren, wie die allerorts (auch im Spiegel - Beitrag) angekündigte "Flash-Vernichtung" der Seifenblase aussieht. Wer diese nicht sofort findet, hat wohl schon eine gewisse Resistenz gegen nervige Banner aufgebaut: Zur Auflösung muss man auf die äußerst unruhige Grafik im Kopf der Seite klicken. Der Rest war wohl zu schade (oder zu teuer?), um gleich mit gesprengt zu werden...

Markus Baersch



Wednesday, March 05, 2008 8:35:16 AM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Friday, February 29, 2008

Ihr Beitrag im Guerilla-Marketing Blog?

Guerilla-Marketing, Ambush, Street, Viral… Es gibt eine Menge an Themen, die im Zusammenhang mit Guerilla-Marketing interessant und einen Kommentar wert sind. Haben Sie eine außergewöhnliche Aktion gesehen oder selbst initiiert und können mehr als nur einen platten Werbetext in der Hoffnung auf einige eingehende Links bieten? Dann senden Sie uns Ihren Beitrag! Gern nehmen wir Ihren Vorschlag per E-Mail an redaktion@guerilla-marketing-blog.de entgegen und veröffentlichen ausgewählte Beiträge nach Rücksprache mit den Autoren hier im Guerilla-Marketing Blog – selbstverständlich unter Nennung des Verfassers.

Machen Sie mit beim Mitmach-Web und senden Sie uns Ihren Beitrag. Geben Sie den gewünschten Titel und Inhalt an; vergessen Sie nicht Ihren Namen und eine gültige Antwortadresse.

Friday, February 29, 2008 3:38:59 PM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [0]
# Tuesday, February 12, 2008

Briefkasten Guerillas werben für Aktienclub

Nette (überschaubare) Briefkastenaktion eines Aktienclubs in Augsburg: Es wurden Flyer an rote "Erfolgsmenschen" gehängt, die nun an allen Briefkästen präsent waren. Die Kampagne führte zu zahlreichen Gästen auf der beworbenen Veranstaltung.

 rotmann.JPG

Guerilla-Marketing ist vielleicht etwas zu weit hergeholt, aber das ist kein schlechtes Beispiel für Lokales Marketing: "Die Aufmerksamkeit" der Hausbewohner hat man dabei sicher :) Fragt sich nur, wie viel Aufwand das alles war. Mit über 260.000 Einwohnern ist Augsburg nicht gerade klein. Das Befestigen der Rotmännchen "an allen" Briefkästen wird die ein oder andere Stunde "gekostet" haben. Vielleicht hätte eine Anzeige in lokalen Zeitungen für 400,- € den selben Effekt gehabt ...?

Michael Gandke

Tuesday, February 12, 2008 9:35:03 AM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [3]
# Monday, February 11, 2008

Entrypark und adidas starten Marketing Challenge für Studenten

Adidas (Fußballschuhe usw.) und Entrypark (Karriereportal) schreiben gemeinsam anläßlich der Fußball EM 2008 eine Guerilla-Marketing Challenge aus, um die besten Marketing-Talente in Europa zu finden. Einsendeschluß für die erste (von drei) Runden ist der 29.2.08 ... also in knapp 2 Wochen. Mehr Infos finden sich hier als Pressemitteilung oder direkt bei Entrypark.

Coole Sache, für so ein Top-Event als eines der besten Marketing-Talente "mitspielen" zu dürfen. Immerhin gibt es als Preis nämlich für das Gewinnerteam (pro Teilnehmer) zwei Tickets für ein Finalrundenspiel der EM, die ja etwa 500,- € / Ticket wert sind, aber jetzt schon in diversen Ticketbörsen für richtig großes Geld gedealt werden ... Die Ehre, ein Top-Student zu sein, gibt's noch umsonst dazu.

Auch für Adidas keine schlechte Aktion: In der zweiten Runde gibt es bereits 20 gute (selektierte) Guerilla-Marketing-Konzepte. In der Finalrunde treten dann die fünf besten Guerilla-Konzepte gegeneinander an. Da wird auf jeden Fall das ein oder andere brauchbare Konzept dabei sein. 20 unterschiedliche Konzepte dürften bei Werbeagenturen und/oder Guerilla-Marketing-Agenturen pro Konzept etwa 3.000,- € kosten (macht 60.000,- €) ... die fünf finalen Konzepte, die dann letztendlich präsentiert und gewertet werden, dürften wohl mit weiteren 40.000,- € (8 Tagessätze * 1.000,- € * 5 Teams) zu Buche schlagen. Macht geschätzte 100.000,- € Beratungsleistungen (hoch engagierte Professoren & Dozenten nicht mit eingerechnet) im Tausch für 10 EM-Tickets.

Anmeldeschluß nicht verpassen.

Michael Gandke

Monday, February 11, 2008 9:57:52 AM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [2]
# Thursday, January 17, 2008

Guerilla-Prinzen werben für neue Apfelsorte "Red Prince"

Was ist knackig, hat rote Bäckchen und kommt aus dem Osten? Achtung Fangfrage: Gemeint ist nicht das prominente "Opfer" auf der Abbildung, sondern die Apfelsorte "Red Prince", die sich aufmacht, der roten Konkurrenz wie Braeburn, Gloster, Jonagold & Co. den Platz in den Verkaufsflächen streitig zu machen. Und da dies offensichtlich nicht so einfach ist, hat die Hamburger Agentur Görg Consulting einen Teil des Budgets in möglichst schnelle Bekanntheit gesteckt.

Der Apfel mußte dazu wohl oder übel selbst auf die Straße. Begleitet wurde er auf seiner Tour von zahlreichen Goethe zitierenden Promo-Aktivisten im Prinzenlook nebst rasenden Reportern, deren eingebrachte Ernte aus mehr als 1000 Bildern und einigen Videodokumentationen besteht. Insgesamt wurden während der im November und Dezember 2007 durchgeführten Verteilaktion rund 30.000 Red Prince Probieräpfel überreicht; darunter einige auch im Rahmen des CDU Parteitags in Hannover.

Red Prince auf dem CDU-Parteitag

Weitaus größer wird wohl die Zahl der Umstehenden gewesen sein, die durch ausreichend laut vorgetragene Sätze wie "Mein schönes Fräulein, darf ich´s wagen, Ihnen diesen Apfel anzutragen?" zumindest kurzzeitig den Zwang verspürt haben, sich nach Prinz und Apfel umzudrehen...

Wie viel bekanntheits- und absatzfördernde Aufmerksamkeit die Aktion wirklich gebracht hat, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall aber hat sich offensichtlich die Arbeit der "Reporter" gelohnt, deren Ernte auf der eigens eigenrichteten Eventsite zu bewundern ist.

Markus Baersch

Thursday, January 17, 2008 10:22:52 AM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Wednesday, January 16, 2008

Smartdex mit Rekordwachstum durch cleveres Viral-Marketing

Smartdex ist ein Marktplatz für Firmenadressen, auf dem jeder Benutzer seine eigenen  Geschäftskontakte gegen die Kontakte anderer Benutzer tauschen kann. Der Startschuß für Smartdex fiel erst im August 2007. Gegründet wurde Smartdex u. a. von Sascha Langner, der in Deutschland, nicht nur bei Internet-Marketing-Freaks, einerseits mit dem informativen Internet-Marketing-Magazin marke-x.de seit langem bekannt ist, andererseits auch ein spannendes Buch über Viral-Marketing geschrieben hat.

Er sollte also wissen, wie man ein Portal im Internet bekannt macht. Da ich auch aktiv am Betatest beteiligt war und so mit dem ein oder anderen Tipp ein bißchen zu Smartdex beitragen konnte, freue ich mich jetzt umso mehr über die aktuelle Pressemitteilung, in der zu lesen ist, dass Smartdex in den letzten 5 Monaten ein Rekordwachstum hingelegt hat und mittlerweile Marktführer im Bereich nutzergenerierte B2B-Adressen ist.

Immer wieder schön zu sehen, wenn Viral-Marketing nicht nur in Büchern funktioniert :) Aber Mund-zu-Mund-Propaganda ist nur die eine Seite, auch die Geschäftsidee muss gut bzw. der Kundennutzen entsprechend hoch sein, sonst "redet keiner gut drüber". Bei Smartdex ist wohl beides der Fall.

Michael Gandke

Wednesday, January 16, 2008 12:02:02 PM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [0]
# Wednesday, January 09, 2008

Schnelles Brainstorming online machen

Keine schlechte Idee: Online Brainstorming. Einfach eine aktuelle Frage unter www.brainr.de einstellen und wenn das Thema genügend Teilnehmer interessiert, bekommt man spontan diverse Ideen von anderen Teilnehmern der Community geliefert.

Bei interessanten Fragenstellungen werden neuere Antworten von früheren Einträgen befruchtet ... und das ganze entwickelt sich so zu einer recht kreativen Angelegenheit. Auch die ein oder andere gute Werbeidee läßt sich so bestimmt finden.

Auf die Frage "Wie können wir uns als Bäckerrei von der Konkurrenz abheben?" kommen zwar beispielsweise auch viele Antworten, die einem nicht wirklich weiterhelfen ... aber eine Antwort gefiel mir dagegen schon richtig gut:

"Vordrängelkörbchen" bereithalten: 2 Euro für Standardzusammenstellung - kommen, rüberreichen, gehen (ohne Nachteil für die Anstehenden)

Das komplette Beispiel hier: Brainstorming zu "Wie können wir als Bäckerei uns von der Konkurrenz abheben?"

Da bei brainR keine Registrierung der Benutzer erforderlich ist, kann jeder sofort ohne lange Registrierungstheater eine Frage oder passende "Idee" einstellen. Viel Spaß beim Ausprobieren...

Michael Gandke

Wednesday, January 09, 2008 1:52:26 PM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [6]
# Friday, December 21, 2007

Droht eine neue "Ambush-Welle" zur EM 2008?

Zu jedem großen Sportevent mit ausreichend hoher Aufmerksamkeit in Öffentlichkeit und Medien ringen kreative Köpfe um Ideen, wie man den Rummel für eigene Zwecke - oder die eines Agenturkunden - ausnutzen könnte. Ambush-Marketing heißt das böse Wort. Und zu keinem anderen Event sieht man mehr Rauch aus überanstrengten, nicht immer kreativen Köpfen steigen, als zur rundum markenrechtlich geschützten Fußball WM...oder zur Not auch zur EM. Nicht jede der ausgebrüteten oder aufgewärmten Ideen funktioniert... und noch lange nicht jede Idee ist auch wirklich neu; wenige sind legal.

Zur WM 2006 wurden daher weltweit insgesamt weit über 3000 Fälle regelwidriger Marketingmaßnahmen - ein Großteil davon im Gastgeberland Deutschland - untersucht und mehr oder weniger erfolgreich verfolgt. Die "kleine Markenschutzverletzung" durch private Homepages ist hier eigentlich auch gar nicht gemeint, sondern ausgewachsene Ambush-Marketing - Aktionen, die sich am Rande des Erlaubten (meistens jenseits der Grenze) bewegt haben. Wenn es nach der UEFA geht, sieht das zur EM 2008 anders aus. Der Plan scheint es zu sein, schon im Vorfeld möglichst viel Rummel zu machen, um nachher weniger im Hinterhalt aufräumen zu müssen. Der große Schlag lässt zwar noch auf sich warten, aber zumindest ermittelt man fleißig (schon über 200 Fälle; siehe z. B. das Interview Ambush-Marketing kennt verschiedene Wahrheiten in der NZZ Online) und ist zeitgleich um Transparenz bemüht.

Die UEFA bietet dazu ein FAQ zum Rechteschutzprogramm und veröffentlicht separate Hinweise für die Nutzung der Marken durch die Medien (als PDF) und Richtlinien zur Verwendung der Marken durch nichtkommerzielle Dritte im Web, was dankenswerterweise für ein wenig mehr Klarheit für Vereine und begeisterte Fans sorgt, die "eher redaktionell" auf die EM verweisen wollen.

Das alles wird freilich nichts helfen gegen subtilere Parallelplatzierung von Werbung und die Ausnutzung am Rand von Veranstaltungen und begleitenden Aktionen. Denn noch lange nicht alles, was in diesem Rahmen an Ambush unternommen wird, fällt auch wirklich unter die "Definition" der UEFA für Ambush-Marketing, die deren probleminduzierte Einstellung zu dieser Art von Marketing allzu deutlich macht und in der gnädigerweise so gerade noch ein "normalerweise" die Übersetzung mit "unbefugten Marketing-, Werbe- und/oder PR-Aktivitäten, die sich direkt oder indirekt auf die betreffende Veranstaltung beziehen" abmildert (siehe FAQ zum Rechteschutz; Punkt 9).

Neben den klar erkennbaren und regelverletzenden Aktionen kommt es auch - wenngleich nur selten - zu Ambush-Kampagnen oder einzelnen Events, die sich lieber in Form von Assoziationen als mit platten Direktverweisen an Marke oder Ereignis hängen und damit rechtlich nicht oder nur schwer angreifbar sind. Und da nun die Gruppen ausgelost sind und die EM spätestens jetzt langsam aber sicher weiter in den Fokus rückt, lohnt es sich bestimmt, die Augen nach solchen - unbestraft bleibenden(?) - Aktionen Ausschau zu halten, die es auch zur WM 2006 in größerer Anzahl gegeben hat.

Markus Baersch

Friday, December 21, 2007 4:30:16 PM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [2]
# Wednesday, December 12, 2007

"C.M.O.N.S." Fanwettbewerb soll den Corsa weiter pushen

Nachdem Heinz unter http://www.topthistv.com/ bereits eine erste erfolgreiche Aktion für usergenerierte Werbung in Form von Videos in die zweite Runde geschickt hat, ist nun auch Opel auf den Zug aufgestiegen und eröffnet einen eigenen Channel bei YouTube für eine ähnliche Aktion rund um die "C.M.O.N.S.", mit deren Hilfe der Fahrzeughersteller die nach eigenen Angaben erfolgreichste Fahrzeugeinführung überhaupt erlebte. Dies sicher auch dank einer Menge Marketing außerhalb der etablierten Medien inkl. Handyanzeigen, einer weitreichenden Online-Werbekampagne und sogar einer zielgruppengerechten und ebenso gut beworbenen Kooperation mit MTV.

Im Rahmen des Wettbewerbs, der als C.M.O.N.S. TV unter www.thecmons.com zu finden ist, wird es neben dem ohnehin schon überraschend großen Wirbel um die "geheimnisvolle Band" nun also noch jede Menge Menge an Video-Beiträgen geben, die systematisch durch die Platzierung im Channel bei YouTube weitere (abonnierbare) Aufmerksamkeit erhalten; zumal die C.M.O.N.S. die Web 2.0 Gemeinde ohnehin auch ohne Wettbewerb schon zu einigen mehr oder weniger sehenswerten Kurzfilmen inspiriert hat. Fazit: Wenn Sie denn - wie hier - gut gemacht sind und das ganze Umfeld stimmt, sind Aktionen wie diese nicht nur clever, sondern vor allem vergleichweise günstig und potentiell weitaus erfolgreicher, als die Errichtung einer überdimensionierten "Produkteinführungswebpräsenz", die dann ausschließlich über konventionelle Banner- und CPC-Kampagnen beworben wird und ansonsten hauptsächlich von Bestandskunden besucht wird, die per Popup von der gerade freiwillig besuchten Website des Herstellers direkt wieder weggelenkt wurden...

Markus Baersch

Wednesday, December 12, 2007 10:54:13 AM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Tuesday, November 27, 2007

Was ist Guerilla-Marketing?

Ist Guerilla-Marketing überhaupt noch was besonders? Ist Guerilla-Marketing eine Philosophie oder einfach nur falschverstandenes Synonym für Werbung? Diese Frage über die Bedeutung von Guerilla-Marketing stellt sich mir schon eine ganze Weile, wobei ich mehr zu a.) tendiere, aber natürlich eine unkonventionelle Werbebotschaft für die nötige Aufmerksamkeit sorgen muss, damit die gewünschte Breitenwirkung auch eintritt.

Felix Holzapfel hat hier eine schöne Zusammenfassung mit vielen Beispielen zum Thema Guerilla-Marketing in der marketing-boerse veröffentlicht, aber auch vor Risiken und Nebenwirkungen gewarnt ... Hier wird ausführlich und verständlich beschrieben, wie Guerilla-Marketing gedacht ist und wie es funktionieren kann.

Michael Gandke

Tuesday, November 27, 2007 1:16:59 PM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Friday, November 23, 2007

Tipp: Guerilla Marketing Hörbücher

Viele Titel, die sich mit Guerilla Marketing, Guerilla Selling (die Übersetzung "Guerilla Verkauf" für die deutsche Ausgabe des gleichnamigen Buchs will sich einfach nicht richtg anhören) und Guerilla Taktiken im Allgemeinen und Speziellen befassen, sind auch als Hörbuch erhältlich. Wer z. B. viel Zeit im Auto verbringt, ist mit den vorgelesenen Fassungen, die zumeist im ungekürzt verlesenen Original zum Download zu kaufen sind, gut bedient.

So wirft z. B. Audible sieben Treffer für Jay Levinson aus und es finden sich auch weiterer Werke, die über "guerilla marketing" oder auch nur "guerilla" schnell zu finden sind. Und auch bei Amazon finden sich einzelne Titel wieder, die dort zum Teil auch durchaus günstiger zu bekommen sind als bei Audible (z. B. Guerilla Marketing in 30 Days). Als "echtes Schnäppchen" gibt es derzeit auch eines der Urwerke "Guerilla Selling" beim AudioBookStore  im vergünstigten Downloadangebot.

Hierbei - wie bei einigen der anderen älteren Werke auch - darf man allerdings beim Hören nicht vergessen, wann diese Bücher entstanden sind. Einige der damaligen Wahrheiten lassen sich nicht unreflektiert auf heutige Gegebenheiten übertragen; andere mögen "offline" nach wie vor Gültigkeit haben, aber z. B. für erfolgreiches Marketing oder Verkauf im Web im Einzelfall eher schaden als Nutzen bringen. Dennoch: Allein das nützliche Format sollte den einen oder anderen doch zum Kauf anregen...    
 
Wem das Hören der oft auch nicht mehr ganz taufrischen Hörfassungen der Bücher von Levinson & Co. im Originalton zu anstrengend ist, findet z. B. bei einer Google - Suche nach "guerilla hörbuch" auch Aktuelleres als Download oder regelmäßigen Podcast und jede Menge weiterer Informationen im Audioformat, die auf den großen Hörbuchportalen derzeit nicht zu finden sind.

Markus Baersch

Friday, November 23, 2007 9:59:52 AM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Wednesday, November 14, 2007

Aus "viralen Filmchen" wird Gähn-Marketing?

Montag morgen, überall in Deutschland wird mit Olli Dittrich tapeziert. Eine neue Kampagne vom Media Markt: "Die härtesten Kunden des Jahres". Aha, vor der Dauerberieselung in TV und Kino hat man sich also entschlossen, Trailershows im Web anzubieten. Und weil das ja so prima klappt mit dem "Ey, haste schon gesehen, der Dittrich beim MedschiaMaaakt, voll witzig" umgehen wir per Plakatwerbung und Verweis in´s Web gleich den ganzen subversiven Web 2.x Unsinn (man hat´s ja!) und jagen alle Neugierigen mal auf die eigene Startseite. Sicher mit der diffusen Hoffnung, dass der eine oder andere impulsiv (wo er doch gerade schon fast auf der Startseite ist, nur noch einen Klick vom absolut überflüssigen... sorry, ich meine natürlich: von allen absolut überflüssigen Ablenkungen befreiten... Intro aus entfernt) mal eben im Vorbeisurfen einen Fernseher, ein Notebook oder Handy kauft. Ich möchte wetten, das klappt sogar.

Plakatwerbung Media Markt

Zurück zum Montag: "Prima, endlich mal ein altes Gesicht", denke ich mir und tippe mit noch kalten Fingern im Büro angekommen die Adresse des großzügigen Bereitstellers der Kurzfilme ein. Und siehe da: Jeder Trailer fast wie der andere voll mit kleinen eher unspektakulären Ausschnitten aus kommenden (mir graut) Spots mit einem Olli Dittrich, der hoffentlich wenigstens viel Geld für das bekommt, was er da darzustellen hat. Da werde ich als Träger der viralen Nachricht leider - aus Mangel an Belustigung - nur bedingt funktionieren, aber auch hier bin ich sicher, dass ich Kandidaten finden.

Aber:
Ob das noch so funktioniert, wie es mal gemeint war? Ich meine nicht rein von der Conversion her gesehen, aber ist das nun "nur eine Trailershow", die vorab auf Werbung neugierig machen soll oder sollte sowas auch auf dem "klassischen viralen Weg" funktionieren?

Bei youtube.de kann man das gleich aus mehreren Gründen nicht messen: Erstens, weil die Plattform noch zu neu ist (jedenfalls als .de-Variante). Zweitens weil ja alle dank der penetranten Bewerbung per Plakat an allen denkbaren Orten wissen, wo man es ansehen kann. Und drittens, weil es gerade erst einen Tag drin steht. Da hatten andere Videos allerdings schon beachtlich mehr (bei der .com-Mama) als die jetzt gerade auf der Uhr stehenden müden 96 Aufrufe in der Spitze... Bei clipfish und myvideo hat sich niemand erst die Mühe des Einstellens gemacht.

Abart des viralen Ansatzes? Ersatz? Mutation oder Evolution? Mir jedenfalls gefällt es besser, wenn der Film, das Spiel etc. nebst Werbebotschaft über die Community verteilt wird, statt per Plakat in dezentem Knallrot... aber über Geschmack kann man bekanntlich ja auch streiten. Kommentare sind offen...

Markus Baersch

Wednesday, November 14, 2007 9:31:39 PM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Sunday, November 11, 2007

Tipps rund um Kontaktlinsen

Was haben Kontaktlinsen mit Guerilla-Marketing zu tun? Eigentlich wenig. Aber immerhin ist es schon etwas Guerilla-Marketing, wenn hier im Kontaktlinsen-Weblog (ähh Guerilla-Marketing-Blog) ein anderes Weblog über Kontaktlinsen empfohlen wird. Aber da wir einerseits selbst Kontaktlinsen tragen und andererseits dort so viele nützlich Tipps zu Kontaktlinsen (und auch über Probleme mit Kontaktlinsen!) gefunden haben, nutzen wir diesen Eintrag hier für uns selbst als nützlichen Bookmark Tipp für Kontaktlinsen 

Interessant ist der Vergleich zwischen Kontaktlinsen und der Brille. Nach 34 Jahren Brille und davon auch 14 Jahren Kontaktlinsen kann ich das "unterschreiben".

Sunday, November 11, 2007 3:29:51 PM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [5]
# Saturday, November 10, 2007

Guerilla-Marketing am Thema vorbei?

Die Grundidee und "Definition" des Guerilla-Marketing besagt, dass man die Aufmerksamkeit potentieller Kunden auf unkonventionelle Art und Weise erregt, um sich damit von seinen Wettbewerbern abzugrenzen.

Laufend auf der Hut vor einem übermächtigen Gegner (dem Wettbewerber), überraschend auftauchen, schnell und entschlossen zuschlagen und sofort wieder im Dschungel verschwinden. Dabei ist man immer bestens informiert, um dem Wettbewerber den entscheidenden Schritt voraus zu sein. Guerilla-Marketing kennt keine Regeln und hält sich schon gar nicht an Konventionen. Guerilla-Marketing ist allein dadurch schon Low-Budget-Marketing, weil mit einem kleinem Werbebudget die maximale Aufmerksamkeit und Wirkung der eigenen Werbemaßnahmen erreicht werden muss. Mehr über Guerilla-Marketing  auch bei Wikipedia ...

Soweit so gut: Das war der Stand ab Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, als kleine Unternehmen verzweifelt eine effektivere Art der Werbung (bzw. des Marketing) suchten, um im Kampf gegen quasi unendliche Werbebudgets etablierter großer Firmen bestehen zu können. Als Licht am Horizont tauchte da plötzlich das Buch "Guerilla-Marketing" vom Marketing-Messias Jay C. Levinson auf, der predigte, jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen, um die Aufmerksamkeit auf das eigenen Unternehmen und die eigenen Produkte zu ziehen. Damit  ist erstmal nichts anderes gesagt, als die Werbung etwas geschickter und budgetschonender zu platzieren, als in einer ganzseitigen Vierfarbprintanzeige oder in einem Fernsehwerbespot. Diesen (kleinen) Teil des Buches haben anscheinend viele Leser etwas zu stark verinnerlicht ... denn ...

Leider wird Guerilla-Marketing so nur auf Werbung und Aufmerksamkeit reduziert.

Aufmerksamkeit erhaschen ist aber nur der eine Aspekt: Jeder Anzeigentexter, der auch nur ansatzweise seinen Job beherrscht, weiß wie man Aufmerksamkeit erregt und eine gute (weil reaktionsstarke) Anzeige textet. Werbeagenturen, die Guerilla-Marketing nur auf den Aufmerksamkeitsfaktor reduzieren und es jetzt als ihre "neue" Spielweise ansehen, haben in den letzten Jahren ihren Job nicht richtig gemacht. Das ist doch bestenfalls Guerilla-Werbung.

Marketing bedeutet, ein Produkt zu schaffen, dass sich praktisch von alleine verkauft. Produkte die sich von alleine verkaufen sind Produkte, die Bedürfnisse der Kunden befriedigen oder deren Probleme lösen. Solche Produkte sind Selbstläufer, werden gerne und schnell weiterempfohlen und auch Werbung (welche auch immer) für diese Produkte "rennt offene Türen ein". Schon nicht schlecht, wenn unter dem Deckmantel Guerilla-Marketing unkonventionelle aufmerksamkeitstarke Werbung gemacht wird, aber ...

Ein mieses Produkt wird aber leider nicht dadurch besser, dass irgendeine Pappnase - nackt durch ein Stadion laufend - dafür "Werbung" macht.

Alle sagen dann "Wie toll!".

Aber was bringt das schon? Alle sollen sagen "Dieses Produkt muß ich haben!"

Levinson aber sagte ganz klar - und das macht den größten Teil seiner Bücher aus - dass Guerilla-Marketing ein umfangreicher Marketing-Prozess ist, der viel Planung, Strategie und gezieltes Handeln beinhaltet. Der Bereich Werbung ist ein (kleiner) Teil davon. Um gute Produkte bekannt zu machen, muss auf der gesamten Klaviatur aller Medien natürlich virtuos gespielt werden (können). Je unkonventioneller, desto größer die Aufmerksamt. Je größer die Aufmerksamkeit, desto mehr potentielle Kunden beginnen, das Produkt und das Unternehmen wahrzunehmen.

Aber viel wichtiger ist es, überhaupt erstmal ein gutes Produkt zu haben. Das bedeutet erstmal viel Marktforschung (also den Kunden zuhören um deren Bedürfnisse zu verstehen), viel Planung und Produktmanagement (eine Lösung zu entwickeln). Es bedeutet auch, ein konkretes Ziel vorzugeben ... denn ohne Ziel ist jeder Weg der richtige! (hier gibt's eine kostenlose Vorlage für einen brauchbaren Marketingplan zum Download und einiges mehr zum Thema)

Ist Guerilla-Marketing am Thema vorbei? Leider in vielen Fällen ja.

Das ist doch oft nur alter Wein in neuen Schläuchen.
Das ist doch oft nur ein kleiner Bruchteil vom Guerilla-Marketing, wie es mal (gut und richtig) gemeint war.

Vielleicht einfach nochmal die Bücher von Jay C. Levinson aus dem Schrank holen und aufmerksam lesen ...

Michael Gandke

Saturday, November 10, 2007 2:11:45 PM (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Thursday, October 25, 2007

Blogmarketing als Geschäftsmodell?

Dass Blogs im Web aufgrund ihrer Beliebtheit bei Suchmaschinen als Marketinginstrument ein stetig wachsender Stellenwert zufällt, ist heute weder ein Wunder noch ein Geheimnis. Und daher werden Blogs inzwischen auch mehr und mehr von Unternehmen entdeckt, die nicht aus der IT-Branche kommen und dieses Mittel daher schon länger kennen.

Und es hat ja auch mehr als nur einen Vorteil, "Blogmarketing" zu betreiben:

  • Blogeinträge sind hilfreich zur Suchmaschinenoptimierung
  • Viel beachtete Blogs machen auch ohne einen Klick auf Ihre Site Werbung für Ihre Produkte (selbstredend nur dann, wenn die Einträge positiven Charakter haben!)
  • Blogger sind oft Meinungsführer und -macher
  • Durch die Kommentarfunktionen der meisten Blogs erfährt der Name Ihres Unternehmens und / oder Produkts oft noch weitere Stärkung durch zusätzliche Inhalte in Kommentaren
Die Anzahl der Blogs, die man selbst mit hilfreichem Content füllen kann - aus welchen Beweggründen auch immer - ist aber leider durch die Limitierung der verfügbaren Hände (zumeist zwei) und Stunden am Tag (Schnellschläfer sollen dauerhaft mit zwei Stunden auskommen) stark begrenzt. Hilfe muss her! Aber wo? Clevere Blogger haben den Bedarf erkannt und bieten vereinzelt die Veröffentlichung vorgefertigter Pressemeldungen und Artikel gegen Bezahlung an. Aber trotzdem kann niemand wirklich nur vom bloggen leben. Und: Wie kommt der Kontakt von Anbieter zum Blogger zustande? Hier setzt (unter andren Anbietern ähnlicher Art) das Blogger - Netzwerk trigami an.

Unternehmen finden hier Blogger, die bereit sind, individuellen und einmaligen Content zur Verfügung zu stellen; Blogger suchen sich umgekehrt themenbezogen die Angebote der Firmen aus und bieten Platz in ihrem Blog an: Blogmarketing als Communitylösung... klingt interessant? Dann probieren Sie es ruhig mal aus. Kommentare über Ihre Erfahrungen mit diesem oder anderen Diensten ähnlicher Art sind hochwillkommen!

Markus Baersch

Thursday, October 25, 2007 4:38:04 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Wednesday, September 26, 2007

Viral fürs Jubiläum von M-Budget Mobile


M-Budget Mobile feiert ihr zweijähriges Bestehen mit einem witzigen Wettbewerb: Wer auf seinem Handy die Nummer 0800 05 05 05 anruft und Goal! schreit, kann tolle Preise gewinnen.  
 

Um eine möglichst breite Teilnahme zu generieren, hat Publicis mit Condor drei lustige Filme realisiert. Alle drei Geschichten basieren auf der Grundidee, mit einer „voyeuristischen“ Kamera heimlich Wettbewerbsteilnehmer zu filmen, die sich auf äusserst kreative Art und Weise für einen besonders gelungenen Goal-Schrei anspornen. 
 

Die gelungene Umsetzung stammt von den Zürcher Jungfilmern Eric Andreae und Jan Gassmann, die aktuell mit dem Dokumentarfilm Chrigu für internationales Aufsehen sorgen.

Film 1
Film 2
Film 3

Verantwortlich bei M-Budget Mobile und Migros.
M-Budget-Mobile: Maurizio della Mura
Migros: Patrick Chevin, Michael Benz, Dante Venafro

Verantwortlich bei Publicis.
CD: Ralf Kostgeld
Text: Tom Zürcher
Grafik: Barbara Staub
Beratung: Marion Marxer, Marc Uricher
Agency Producer: Ines Bossart

Verantwortlich bei Condor Films.

Regie: Eric Andreae

Kamera: Jan Gassmann

Producer: Florian Studer

posted by
Thorsten Schulte
 

Wednesday, September 26, 2007 9:43:22 AM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Monday, September 24, 2007

Guerilla Marketing Nachwuchsarbeit

Das Team vom Guerilla Marketing Blog engagiert sich auch sehr stark für die Nachwuchsarbeit.

Am 21.09.2007, um 8.21 Uhr, erblickte der kleine Louis Schulte das Licht der Welt. Mit 3,7 kg und 54 cm Größe sorgte Louis für eine aufmerksamkeitsstarke Geburt (Guerilla Sensation). Ein wirklich einmaliges Erlebnis. Natürlich wurden direk alle im Krankenhaus zur Verfügung stehenden Ambient-Medien (Storchentafel etc.) gebucht. Danach reichte eine einzige SMS und die frohe Kunde über die Geburt verbreitete sich virusartig (optimales Seeding in der Zielgruppe) in der Zielgruppe. Eine wirklich sehr gelungene Kampagne.




Alle Beteiligten sind gesund und munter.

posted by Thorsten Schulte

 

Monday, September 24, 2007 7:25:54 AM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [5]
# Friday, September 21, 2007

Guerilla Marketing Film -- SWISS MADE


Hier noch mal ein paar bewegte Bilder zur Guerilla Marketing Aktion von conceptbakery.
Anschauen lohnt sich...



Zum Film bei YouTube...

Wenn Werbung zur Sehenswürdigkeit wird, die Passanten fotografieren... Guerilla Marketing Aktion für Swiss International Air Lines... Gleichzeitig in Berlin, Hamburg und Stuttgart... Laufzeit eine Woche... Wobei nur an einem Tag gefilmt wurde... Kreation und Umsetzung by conceptbakery... Filmproduktion by DorschMedia...

Unter folgendem Link gibt es auch noch zahlreiche Bilder von der Aktion: www.flickr.com/photos/conceptbakery/

posted by Thorsten Schulte
Guerilla Marketing Portal

 


Friday, September 21, 2007 10:12:13 AM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Wednesday, September 12, 2007

Viral: Matthias Reim, Verdammt, ich hab nix! Die Hintergründe


idee07 hat mit Rocksänger Matthias Reim, Kreativ-Chef Wolf Heumann (JvM) und Regisseur Warwick (BIGFISH) über die aktuelle SIXT Kampagne gesprochen.



Zum Videobeitrag...

posted by Thorsten Schulte
Guerilla Marketing Portal


Wednesday, September 12, 2007 4:44:28 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Friday, September 07, 2007

Guerilla Marketing - Das Kompendium


Buchtipp: Guerilla Marketing für Unternehmertypen - Das Kompendium

Autor:
Thorsten Schulte
Erscheinungsdatum: 3. völlig überarbeitete und erweiterte Auflage 2007
Preis: 19,99 Euro
Verlag: Wissenschaft & Praxis
ISBN: 978-3-89673-435-8



Inhalt:
Marketing ist Krieg! Krieg um das knappe Gut Aufmerksamkeit beim Kunden. Der Feind ist der Wettbewerb und der Kunde das Terrain, welches es zu erobern gilt. Guerilla Marketing ist eine echte strategische Alternative! Dieses Buch liefert Ihnen das nötige Waffenarsenal um auf dem Marketingschlachtfeld zu bestehen. Egal ob Ambient Media, Ambush Marketing, Viral und Buzz Marketing, Sensation Marketing oder Werbung mit kleinem Budget, mit der richtigen Waffe zur richtigen Zeit heben Sie sich von den Aktivitäten der Wettbewerber ab und werden vom Kunden wieder wahrgenommen. Mit originellen, überraschenden, unkonventionellen - und manchmal frechen und provokanten - Ideen kann Marketing wieder zu einer lohnenden Investition werden. Dazu ist es notwendig, dass sich der Guerilla-Marketeer möglichst außerhalb der klassischen Werbekanäle und Marketing-Traditionen bewegt.

Inhaltsverzeichnis (PDF)
Bestellung bei Amazon

 


Friday, September 07, 2007 11:28:24 AM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Wednesday, September 05, 2007

Litfaßsäule einmal anders


Das man auch Litfaßsäulen originell einsetzen kann, zeigt jetzt ein Beispiel aus Neuss für www.e-wie-einfach.de.






Besten Dank für den Hinweis auf die Aktion geht an:
Andreas Abbing
Consulimus AG
Gottfried-Hagen-Straße 60-62
51105 Köln
www.consulimus.de

posted by Thorsten Schulte
Guerilla Markting Portal



Wednesday, September 05, 2007 8:20:33 AM (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]

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