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# Friday, 15 October 2010

Die Diesel Jeans im Eisblock

Dummheit ist eigentlich keine Eigenschaft, mit der sich ein Mensch rühmen kann. Doch offensichtlich sieht Diesel das anders. Mit dem Slogan „Be Stupid to Get a Free Diesel Jeans“ hat das Unternehmen eine Werbekampagne auf die Beine gestellt, die viel Aufmerksamkeit erregt hat. Zu dieser Kampagne gehören vor allem Guerilla-Aktionen, die per Video dokumentiert werden:

Genau genommen ist nicht unbedingt Dummheit gefragt, sondern Dreistigkeit. Zudem sollte ein echter Diesel-Fan keine Angst vor peinlichem Verhalten in der Öffentlichkeit haben. Das wird sehr schön deutlich im eingefügten Video deutlich, dass die Guerilla-Aktion zeigt. In Zürich und anderen Städten wurden große Eisklötze in stark frequentierten Straßen platziert. Da ein Eisklotz alleine recht langweilig ist, wurde eine Diesel-Jeans in die klobige Skulptur integriert. Zunächst einmal sorgt ein massiver Eisblock für Aufsehen. Viele Passanten nähern sich diesem recht ungewöhnlichen Objekt, um es sich genauer anzuschauen. Dabei entdecken sie die Jeans im Inneren und zudem einen Text. Versprochen wird eine neue Diesel-Jeans aus dem nächsten Diesel-Geschäft im Tausch gegen die Jeans aus dem Eisblock. Letzte Zweifel werden mit dem Slogan „Be Stupid to Get a Free Diesel Jeans“ aus dem Weg geräumt.

Die einfachste Methode wäre es wohl, einfach auf das Schmelzen des kalten Stoffes zu warten. Im Winter kann dies aber lange Zeit dauern. Deswegen sind andere Verfahren angesagt. Das Video zeigt zaghafte Versuche mit heißem Wasser, doch auch mit diesem Mittel ist es nur schwer möglich, die Jeans aus ihrem eisigen Gefängnis zu befreien. Nachdem die sanften Methoden fehlgeschlagen sind, kommen die Verfechter der brachialen Gewalt zum Zuge. Mit Werkzeug und roher Kraft ist es recht einfach, das Eis zu zerstören und die Jeans zu befreien. Allerdings bleibt ein solches Vorgehen nicht unbeobachtet. Deswegen ist es unvermeidlich, dass sich ein Publikum bildet, welches das seltsame Treiben beobachtet. Menschen, die sich für eine Hose in der Öffentlichkeit zum Deppen machen, müssen zweifellos mit Spott leben. Somit werden wenigstens diese speziellen Diesel-Fans dem Werbeslogan gerecht.

Guerilla-Marketing kann viele Facetten haben. Diesel kreiert unterhaltsame Events, die nicht nur bei der Realisierung, sondern auch als Video im Internet funktionieren. Das Video eignet sich wiederum bestens für eine virale Verbreitung, so dass die Kampagne auf mehreren Ebenen erfolgreich ist. Eine ganz andere Frage ist allerdings, ob es besonders klug ist, die eigenen Kunden als „stupid“ zu outen. Aber vielleicht ist es auch nicht verkehrt, die gewünschte Zielgruppe genau zu kennen.

Quelle: www.source-werbeartikel.com

Friday, 15 October 2010 11:46:02 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Monday, 02 August 2010

Branding mit dem BrennDing...

Wie sieht das eigentlich konkret aus, wenn man mit kleinem Budget eine Werbekampagne für den eigenen Shop konzipiert und dabei auch auf virale Charakterzüge setzt? Hat eine solche Kampagne überhaupt eine Chance, in der Masse - und vor allem im Wettbewerb mit Profi-Virenschleudern über die Grenzen des eigenen Bekanntenkreises hinaus Aufmerksamkeit zu erreichen? Werden im Vorfeld gesteckte Ziele erreicht oder heißt es am Ende des Tages nur "Außer Spesen nix gewesen"?

Wir haben dankenswerterweise auf einige dieser Fragen Antworten erhalten, die sich auf ein konkretes Beispiel beziehen: Das BrennDing.

Daniel Pioch, Abteilungsleiter für den Internetbereich bei der Holz-Richter GmbH, hat uns einige Details über den bisherigen Erfolg der BrennDing-Kampagne in einem Interview wissen lassen (die ungeachtet des Titels dieses Beitrags nicht nur Branding, sondern konkreten Umsatz als Ziel hat).

Wie würden Sie die Idee und Aktion beschreiben, wenn Sie nur 20 Sekunden Zeit dazu hätten?
D. Pioch: Mit dem BrennDing unter www.brennding.de kann man in drei einfachen Schritten ein Foto oder einen Webcamschnappschuss von sich in ein witziges Motiv einfügen. Die Anpassung an die vorgegebene Maske ist Dank Flash bequem und schnell abgehalten. Anschließend wählt man noch einen von fünf witzigen Slogans aus und gibt seinen Namen ein. Sobald das eigene "BrennDing" fertig gestellt ist hat man die Auswahl, das entstandene Bild per E-Mail an Freunde zu versenden oder via Facebook oder Twitter zu veröffentlichen. Dies erleichtert den Nutzern, das Motiv an Freunde zu versenden, was einen viralen Effekt begünstigen soll.
(Anmerkung: Versuchen Sie einmal, diesen Text laut und verständlich in 20 Sekunden zu verlesen. Tun Sie´s jetzt - und warnen Sie alle Kollegen vor, die in Hörweite sitzen ;))

Wie ist die Idee entstanden?
D. Pioch: Spontan hatten wir in der Internetabteilung der Firma Holz-Richter GmbH an einer viralen Marketingkampagne für den Onlineshop www.bbq-shop24.de umzusetzen. Nach kurzer Zeit kamen wir auf die Idee einer Flash-Applikation, in die man ein Foto von sich einbinden kann. Dies würde eine Personalisierung der Aktion bewirken, was ebenfalls ein weiterleiten an Freunde fördern soll. Da bereits eine Location für den Dreh von Produktvideos gebucht war, hatten wir den Einfall eines Fotoshootings. Das Motiv sollte einen gutaussehenden jungen Mann und eine attraktive junge Frau in einer witzigen Pose vor einem Barbecue-Grill zeigen. In der Applikation hat dann jeder die Möglichkeit, einer leicht bekleideten Person sein eigenes Branding aufzudrücken. Aus Gag haben wir die Aktion dann BrennDing getauft. Die Umsetzung der Flash-Applikation dazu wurde von einer Agentur übernommen. Hierbei wurde auf Funktionalität und Usability optimiert.

Wie hoch waren der direkte und der indirekte Erfolg?
D. Pioch: Erfolg hat die Aktion im erhofften Sinne gebracht, nämlich in der weiteren Bekanntmachung des BBQ-Shop24. Wir denken, dass ein Großteil der Teilnehmer den BBQ-Shop24 mit einem positiven Gedanken im Hinterkopf behält. Leider können wir jedoch in diesem Zusammenhang keine Zahlen nennen.

Seit (und bis) wann läuft die Aktion?
D. Pioch: Die Aktion startete am 02.07.2010. Ein frühes Ende der Initiative ist jedoch noch nicht geplant, da wir uns noch einen weiteren Erfolg der Kampagne erhoffen.

Sind Sie (bisher) zufrieden und werden ggf. ähnliche Aktionen folgen?
D. Pioch: Im Zusammenhang mit dem BrennDing können wir schon von einem Erfolg sprechen. Auch in Zukunft erhoffen wir uns noch viel von der Aktion. Weiterhin können wir auch sagen, dass gewiss noch weitere ähnliche Aktionen folgen werden.

Monday, 02 August 2010 10:24:03 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Wednesday, 31 March 2010

T-Shirt Guerillas: Werbeboten - Kampagnen für Unternehmen

Das Prinzip ist einfach: Werbebotschaften auf T-Shirts. Der Guerilla Gedanke dahinter: "mobile Werbeflächen" , die sich direkt in der Zielgruppe bewegen.

Auf dieses Guerilla Prinzip setzt auch das Leipziger Unternehmen Werbeboten Media UG - Agentur für kreative Werbung. Die Agentur erweitert den Gedanken von iwearyourshirt.com, einem Guerilla Marketing und Social Media Marketing Tool, dass in der USA bereits recht erfolgreich ist.

Das Konzept der Agentur kombiniert T-Shirt Werbung mit "Online-Mundpropaganda" und soll Unternehmen dabei unterstützen, Multiplikatoren innerhalb der eigenen Zielgruppe besser identifizieren und nutzen zu können. Diese Multiplikatoren verbreiten die Werbebotschaft aber idealerweise nicht nur durch das Tragen von T-Shirts, sondern berichten über die Kampagne auch in unterschiedlichen Online-Medien und sorgen so für weitere Aufmerksamkeit– entweder für das Produkt selbst oder z. B. eine entsprechende Landingpage im Web. Entscheidend für das direkte Wirken der Guerilla Kampagne ist aber vorab eine genaue Analyse der Zielgruppe, sowie die Auswahl wirklich zuverlässiger und passender „Werbeboten“. Ansonsten läuft das auftraggebende Unternehmen Gefahr, dass die von ihm beworbenen Produkte auf den Shirts gar nicht oder nur unzureichend wahrgenommen werden. Durch die zusätzliche Nutzung von Online-Medien kann eine gesteigerte Aufmerksamkeit erzeugt werden, wenn der Plan in der jeweiligen Zielgruppe aufgeht und sich die Zielgruppe auch tatsächlich in den gewählten Online-Medien bewegt.

Die von der Agentur ausgesendeten „Werbeboten“ sind v.a. Studenten und junge Menschen, die entsprechend ihrer medialen Reichweite und Interessen kategorisiert werden. So werden möglichst aktive Multiplikatoren identifiziert, die auch die Social Media –Komponente der Kampagne anstoßen können. Die Werbeboten stellen aber primär eine Art „mobile Werbefläche“ dar und bewegen sich in und mit der Zielgruppe z. B. in der Uni, auf Partys etc.

Werbeboten

Verbindung von klassischer - und viraler Online Werbung

Wichtiger Aspekt einer Werbeboten-Kampagne ist das Berichten der Werbeboten über ihre Twitter- und Facebook-Accounts oder Blogs, welches T-Shirt getragen wurde und wer der Auftraggeber war. Durch Competitions und bestimmte Aufgaben, die in direkter Verbindung mit dem T-Shirt bzw. dem Produkt stehen, kann die Verbreitung der Werbebotschaft im Netzwerk zusätzlich beschleunigt werden. Mit den richtigen Anreizen rund um die T-Shirt-Kampagne soll so eine Wahrnehmung erzeugt werden, die über das bloße Tragen von T-Shirts hinausgeht, um wesentlich mehr Personen der Zielgruppe ohne große Streuverluste zu erreichen. Am Ende erhält das werbetreibende Unternehmen eine detaillierte Auswertung der Kampagne, um den Erfolg anhand möglichst vieler Kennzahlen bestimmen zu können. Sandro Günther und Mario Körösi von werbeboten.de: „Wir glauben daran, dass die Brücke zwischen T-Shirt und Onlinewelt geschlagen werden kann. Das konnten wir und andere bereits mehrfach beweisen. Über witzige, außergewöhnliche und aufregende Kleidung und Aktivitäten wird immer gesprochen – auch online.

Beispiel: Guerilla-Kampagne mit Unideal.de

Die aktuelle Kampagne für Unideal.de ist soeben gestartet. Im ersten Schritt wurde für die potentiellen Werbeboten ein Ideenwettbewerb veranstaltet, um mehr Involvement für die T-Shirt-Kampagne zu entwickeln bei dem bisher über 150 Ideen von potentiellen Werbeboten eingingen. Anschließend wählt die Community einen Sieger aus und interessierte Werbeboten können sich bewerben. Es werden zur Kampagne passende Bewerber ausgewählt, für die das T-Shirt speziell angefertigt wird. Die Werbeboten tragen das T-Shirt einen Tag lang und schreiben einen kurzen Kommentar darüber in Ihren Facebookprofilen, welcher einen speziellen Trackinglink enthält. Wer zusätzlich noch ein witziges Foto von sich und dem T-Shirt einstellt erhält eine extra Prämie.


Wednesday, 31 March 2010 13:11:53 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [4]
# Friday, 08 January 2010

WasserbettenGuerilla - Der Guerilla im Wasserbett

WasserbettenGuerilla: Interessante PR-Aktion für Web-Publisher

Auf den ersten Blick skurril – auf den zweiten Blick doch recht interessant - ist die PR-Aktion des Online-Fachmagazins Schlafen-Aktuell.de. Unter dem Titel "WasserbettenGuerilla" veranstaltet die Redaktion ein Gewinnspiel für Blogger, Onlinejournalisten und Werbetexter im Netz. Die sollen Texte zum Thema verfassen und online veröffentlichen – egal ob lustig, sachlich, journalistisch recherchiert oder als Erfahrungsbericht. Nach einem halben Jahr Laufzeit gewinnen die 10 bei einer Google-Abfrage (mit dem Keyword „WasserbettenGuerilla“) bestplatzierten Texte Wasserbetten, Einkaufs-Gutscheine und weitere Preise.

Außerdem soll über die der Redaktion nach subjektiv besten Texte berichtet werden. Den Teilnehmern – und jetzt wird’s besonders interessant – werden Folgeaufträge fürs Magazin selbst in Aussicht gestellt, sowie die Möglichkeit, in der Branche Aufmerksamkeit zu erregen. Gesponsert wird die Aktion von mehreren Wasserbettenherstellern, die auch die Gewinne zur Verfügung stellen. Man kann davon ausgehen, dass diese ein genaues Auge auf die Ergebnisse haben werden.

Einzige Bedingung ist, dass in dem veröffentlichten Beitrag ein Backlink zum Veranstalter eingebaut wird. Nicht zuletzt weil die Ausschreibung intensiv beworben wird und das Magazin gute Kontakte zur Branche hat scheint dies für die Kollegen im Bereich des Web-Publishing einen Blick wert zu sein:

http://www.schlafen-aktuell.de/ex/publisherspiel.htm

Dann setzen wir doch auch mal den Link und wünschen uns als Preis einen aufblasbaren WasserbettenGuerilla in unserem Wasserbett. :) 

Friday, 08 January 2010 12:50:51 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [3]
# Wednesday, 21 October 2009

Empfehlung: "Free" von Chris Anderson als kostenloses Hörbuch

Das Buch "Free: The Future of a Radical Price" von Chris Anderson, dem "Erfinder" des Long Tail mag vielleicht nur am Rand mit Guerilla-Marketing zu tun haben... dafür aber sind kostenlose Hörfassungen, eBooks und Web-Editionen eine konsequente Fortführung des behandelten Themas, welche mit typischen Guerilla-Werkzeugen auf eine erhöhte Aufmerksamkeit für das gedruckte Werk abzielen.

Wer geleitet von der Stimme des Autors tiefer in die Geschichte, verschiedenen Facetten und Erfolgsmodelle kostenloser Angebote einsteigen will, findet das gekürzte Hörbuch in englischer Sprache zu kostenlosen Download unter http://www.hyperionbooks.com/free/. Leider sind dort nur 16 Einzelteile und kein Komplettarchiv zu beziehen. Das macht der Autor bei Wired - also schlussendlich auf "seiner" Domain - mit der ungekürzten Hörfassung selbst besser: Download des kompletten Hörbuchs (ca. 285 MB; Gesamtdauer inkl. Anhängen knapp 7 Stunden).  

Der Hörer erfährt nicht nur, wie sich gerade im Web durch werbefinanzierte Modelle, "Freemium"-Mischangebote und Produkte, die von ganz anderen Währungen leben, ein gigantischer Markt fast zwangsweise entwickelt hat, sondern es gibt auch anschauliche und nachvollziehbare Praxisbeispiele, die weitaus älter sind als das Web.

Die knapp 200 Minuten lange gekürzte Hörfassung und die Komplettversion sind ungeachtet des radikalen Preises in guter Qualität produziert und das Thema ist ja eigentlich für jeden Unternehmer interessant. Möglicherweise geht das Experiment also auf und die Ausschöpfung aller denkbaren Kanäle macht das Buch zu einem ähnlichen Erfolg wie "The Long Tail". Ob es aber auch ähnlich nachhaltig diskutiert wird, wird sich noch zeigen müssen...


Wednesday, 21 October 2009 12:05:45 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Friday, 11 September 2009

Aufklärung per Schockwirkung: Ein Massenmörder geht um...

Wie bei jeder neuen Kampagne des Regenbogen e.V. geht zunächst ein Aufschrei durch Deutschland und spaltet die Nation. Die einen finden die Guerilla Kampagne beeindruckend und Nachrichtensender wie NTV berichten darüber, die anderen finden die Darstellungen zu drastisch. Auch die Sperrung der Kampagne bei Youtube sorgte bereits für Berichterstattung.

Schnell in Vergessenheit gerät bei der Diskussion allerdings, dass alle 15 Sekunden ein Mensch an Aids stirbt. Gegen dieses Vergessen und den Rückgang des öffentlichen Interesses an Aids kämpft der Regenbogen e.V auch in seiner neuesten Kampagne "Aids ist ein Massenmörder" zum Welt-Aids-Tag gemeinsam mit der Werbeagentur "das comitee".

Worum geht´s?

Kampagnenplakat mit Saddam

Das Kampagnenplakat mit Saddam (Quelle: aids-ist-ein-massenmoerder.de): Aufmerksamkeit ist hier fast so sicher wie der Schock auf den zweiten Blick...

Im TV- und Kinospot zu sehen sind lustvolle Szenen zwischen einer wunderschönen Frau und deren scheinbar attraktiven Liebhaber. Immer wieder erhascht der Zuschauer heiße Blicke auf die junge Frau, die sich ihrem Liebhaber genussvoll hingibt. Als der Blick dann genauer auf den vermeindlich heißblutigen Liebhaber fällt, schaut der Zuschauer zu seinem Entsetzen in das Gesicht von Adolf Hitler und anschließend auf den Slogan „Aids ist ein Massenmörder – Schütz Dich!“. Ein Schock! Genau diesen Schock provozieren die Macher ganz bewusst. Die Guerilla Kampagne soll aufrütteln und darüber aufklären, dass Aids, wie Hilter, ein Massenmörder ist und jeder zum Opfer werden kann.

Passend zum Spot wurden Print-Motive, Plakate, Musikvideo und Radiospot sowie eine Website entwickelt. Neben Hilter sind in der Guerilla Kampagne außerdem die Massenmörder Saddam und Stalin, ebenfalls in lustvollen Posen mit jungen Frauen, zu sehen.  Interessenten finden auf der Website aids-ist-ein-massenmoerder.de wichtige Informationen zu Aids, HIV-Tests, Praxen und zum Welt Aids Tag, Spenden u. v. m..


Wer war`s?

Das Konzept von „Aids ist ein Massenmörder“ stammt von der Agentur "das comitee". Für die Umsetzung des TV-Spots wurde "Doppelgänger-Film" unter der Regie von Ivo Wejgaard beauftragt. Den Radiospot realisierte Hastings Audio Network.

Außerdem wird in der Guerilla Kampagne jeder dazu aufgefordert sich aktiv selbst gegen das Vergessen von Aids zu engagieren. Seit dem 10.09.09 besteht auf der o. g. Website zur Kampagne die Möglichkeit, selbst Fotos hochzuladen und persönliche Videos zu produzieren, die anschließend an Freunde weitergeschickt werden können.

Sandy Schindler


Friday, 11 September 2009 13:37:15 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [3]
# Monday, 13 July 2009

Voller Einsatz bei der Verzierung: Zerschossenes Mailing

Ob nun Guerilla oder nicht: Den Einsatz muss man anerkennen! Für die Spezialausgabe "Thriller und Krimi" von Das Buchjournal (kostenloses Magazin mit Lesetipps) sollte per Mailing geworben werden. Und um dem Mailing eine besondere Note zu verschaffen, sollte ein waschechtes Durchschussloch jedes Mailing verzieren. Wer aber weder eine durchschussähnliche Stanze (wenn es denn sowas geben sollte), noch einen Schein für Wummen mit Mumm besitzt, für den kann da schon mal ein wenig Mehrarbeit anfallen.

So blieb auch dem Team der Agentur zündung aus Frankfurt nur der Ausweg "Luftgewehr" zur Schaffung realistischer Schäden im Mailing. "Ärgerlicherweise bekommt man schöne Löcher nur dann, wenn man auf nicht mehr als 4 Mailings schießt. Bei einer Auflage von 2000 Stück heißt das also 500 Mal schießen. [...] Wir freuen uns also auf´s Plastik-Rosen-Schießen bei der nächsten Jahrmarktschießbude." lautet folgerichtig der Kommentar von Alexander Dimolaidis, Geschäftsführer von zündung.

Die Mühe hat sich demnach gleich doppelt gelohnt. Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen:

Einschusslöcher

Vielleicht wäre es eine gute Idee gewesen, die gewollte Verunstaltung des Mailings gleich mit einer Spendenaktion zu verknüpfen und andere gegen Kohle ballern lassen? Der persönliche Einsatz hat sich aber auf jeden Fall in Form sauber platzierter Einschusslöcher gelohnt. Das obligatorische Video zur Aktion gibt´s bei Youtube.

Monday, 13 July 2009 16:04:30 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Thursday, 02 July 2009

Bitte nicht noch mehr nerven mit der blöden Finanzkrise

Alles fing damit an, dass mich Theo, ein befreundeter Juwelier bei einem Anstandsbesuch in seinem Ladengeschäft beiseite genommen hat und mich leichenblaß fragte, ob ich denn auch schon das Buch von dem Müller, dem Daxtypen gelesen hätte. Es ginge um die Finanzkrise und um eine gigantische weltweite Verschwörung, an deren Ende alles bisherige Geld durch eine neue weltweite Währung ersetzt werden würde, damit sich alle Staaten auf einen Schlag entschulden könnten ... und überhaupt unser Geld auf dem Konto wäre dann nichts mehr wert, die Altersvorsorge weg, und und und ...

"Theo ... is klar ... das kenn ich zwar nicht, aber hört sich nach einem Riesenbuch und einer Riesenstory an" ... und ich versprach, mir das Buch zu besorgen und mich auf der Stelle auf das Ende der heute bekannten Finanzwelt vorzubereiten, haltbare Nahrungsmittelvorräte anzulegen und ohne Axt und langes Messer das Haus nicht mehr zu verlassen.

Einige Wochen später schlenderte ich so durch eine Offline-Buchhandlung und sah im Bestseller-Ständer ein Buch "Cashkurs" von einem Mr-Dax. Per Handy bei Theo nachgefragt, ob das die neue Investorenbibel wäre und nach Bestätigung sofort gekauft ... und wieder ein paar Wochen liegengelassen.

Irgendwann habe ich mir das Buch dann doch mal geschnappt ... um es in einem Durchgang zu verschlingen! Ich Volldepp! Zwar ist selbst mir nicht entgangen, dass ab Anfang 2008 das ein oder andere in unserer Wirtschaft (oder vielleicht sogar weltweit) nicht ganz zum Besten stand, aber was sich da wirklich "im Hintergrund" abspielt(e), ist tatsächlich an mir fast vollständig vorbeigegangen.

Zwar habe auch ich seit Januar 2008 fallende Aktienkurse mit Besorgnis registriert (immerhin hatte ich einige Finanztitel im Depot, die ja Mitte 2007 so schön auf günstige Kaufkurse gefallen sind), auch hatte ich mich im Oktober 2008 darüber gefreut, dass die Bundesmerkel für meine Spareinlagen garantiert, aber neben diesen Dingen und noch ein bißchen Nachrichten-Schnickschnack zwischen Richtershow und Pefektem-Dinner rund um HRE, Lehmann Brothers, Fanny MacMae & Co. wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass hier zur Zeit tatsächlich gerade eine der größten Veränderungen in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem ansteht. Die Börsenkurse gingen ab März 2009 ja auch wieder granatenartig nach oben ... alles wird wieder gut! Die Amis haben das mit ihren Immobilien zum Glück noch mal hinbekommen.

Trotzdem auf den Geschmack gekommen, habe ich angefangen, immer mehr über die Ursache der Finanzkrise und die tatsächlichen Ereignisse zu recherchieren. Und was da so im Laufe der Tage "ans Tageslicht" kam, gefiel mir immer weniger. Je mehr ich gelesen habe, desto weniger hatte ich das Gefühl, dass tatsächlich alles wieder gut wird.

Auf einmal erschienen mir - mittelfristig betrachtet - "Geldanlage" in der üblichen Kapitallebensversicherung oder als Festgeld überhaupt keine gute Idee mehr, weil ich befürchtete, dass die nun bald fällige Inflation (aufgund der dramatisch gestiegenen Geldmenge) meine ganzen Ersparnisse weginflationieren würde. Und was mir am meisten Sorgen machte ist, dass man viele Informationen erst mühsam auf sogn. Nischenwebsites heraussuchen musste ... aber seit einigen Wochen mittlerweile in den gängigen Mainstream-Medien findet. Die Wirtschaftskrise findet nun nicht mehr im Hintergrund oder nur im Dax statt, sondern hat wohl die meisten von uns eingeholt. Im Bekanntenkreis gibt es schon etliche Kurzarbeiter und die ersten Entlassungen finden auch schon statt.

Mit einigen Leute aus dem Bekanntenkreis haben wir uns dann regelmäßig die immer neu entdeckten Nachrichten mit einer gewissen Tragweite per eMail inkl. eigenen Kommentaren zugeschickt, damit jeder über den aktuellen Verlauf "unserer Finanzkrise" auf dem Laufenden bleibt und bei seiner privaten Geldanlage und Krisenvorsorge entsprechend handeln kann. Wenn GM pleite geht und 100.000 Jobs verloren gehen oder wenn im deutschen Maschinenbau 50.000 Jobs verloren gehen oder wenn in der deutschen Autoindustrie bis Ende 2009 vermutlich jeder zwei Zulieferer pleite macht ... das alles hat sicherlich eine gewissen Tragweite. Nicht nur "für die paar Mann", die ihren Job verloren haben, sondern solche Ereignisse ziehen Kreise, die vermutlich für die ganze deutsche Wirtschaft in einem großen Strudel enden ...

Seit einiger Zeit haben wir diese kommentierten Meldungen der Wirtschaftspresse nun aus Gründen der Chronologie kurz kommentiert in dem Blog www.richtige-schritte.de zusammengefaßt. Wer sich zukünftig im Rahmen eines Krisenbarometers einen aktuellen Überblick über wichtige  weitere Entwicklungen der Finanzkrise und deren Auswirkungen auf unser wirtschaftliches Wohlbefinden verschaffen möchte, ist herzlich eingeladen, hier mitzulesen oder gerne auch mitzuschreiben ...

Chronologie, Infos und Tipps zur Finanzkrise ...

Meike, Simone, Michael, Ralph, Theo, Volker, Jürgen, Markus, Tom, Achim ...

Thursday, 02 July 2009 14:34:02 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [4]
# Monday, 29 June 2009

Open Source Guerillas

"Quelloffene" (Open Source) Software galt jahrelang als Software der Bastler und Computerfraks, die mit frei zugänglichem Quellcode im stillen Kämmerchen Projekte möglichst kostengünstig vorantrieben. Betrachtet man heute die Entwicklung, sind Open Source Tools keineswegs nur die Werkzeuge von einzelnen Freaks. Besonders kleine Unternehmen mit geringen Marketingbudgets haben Open Source für sich entdeckt.

Über geschicktes Marketing über eigene Open Source-Produkte und / oder entsprechende Zusatzangebote rund um renomierte Open Source-Lösungen versuchen sie, mit geringen Mitteln größmögliche Aufmerksamkeit zu erregen, um Kunden für sich zu gewinnen. Und das ist ziemlich genau das, was Guerilla Marketing ausmacht.

Open Source auf der Beliebtheitsskala weit oben

Bevor man etwas verkaufen kann steht die Frage: Was bewegt die Menschen gerade? Oder anders formuliert: Wo liegen die sensibelsten Punkte? In Zeiten in denen das Wort "Weltwirtschaftskrise" Hochkonjunktur hat, liegt die Antwort darauf auf der Hand. Effiziente und preiswerte Lösungen erregen Aufmerksamkeit und stehen auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben. Kriselnde Wirtschaft und gekürzte Budgets begünstigen die gesteigerte Beliebtheit von Open Source Lösungen. Frei verfügbare Lösungen die sich frei weiterentwickeln lassen und noch dazu preiswert sind, stehen hoch im Kurs. Einen weiteren Punkt zur Beliebtheitsskala tragen für Open Source als Guerilla Marketing Instrument die Entwickler bei, die unter Verwendung einer Open Source Lösung für deren Akzeptanz sorgen und so die Beliebtheit bei anderen Entwicklern fördern – ganz ohne horrende Werbeetats, aber mit jeder Menge Aufmerksamkeit. Auch im Bereich des Forenmarketings oder der Bildung einer treuen Anhängerschaft mit willkommenen viralen Nebenwirkungen ist Open Source durchaus vertreten. MySQL nutzt z. B. seit Jahren eigene und fremde Entwickler für das Marketing. Egal ob die Entwickler das Produkt loben oder es kritisieren, das Produkt "lebt" - besonders von konstruktiver Kritik und wird durch sie weiterentwickelt und verbessert. Einfacher und effizienter kann Marketing nicht sein. Zudem sind "Guerilla Marketing Kämpfer" längst darüber im Bilde, dass Open Source Angebote im World Wide Web einen starken Verbündeten haben. Einen Verbündeten, bei dem Open Source jede Menge Aufmerksamkeit erhält:

Google Support für "Guerilla Marketing Kämpfer"

Dieser Verbündete ist kein Geringerer als Google. Für Unternehmen die Open Source Lösungen anbieten, eröffnen Google Suchanfragen ganz neue "Quellen". Bei Suchanfragen mit den Begriffen Open und oder Source - ganz gleich in welchem Zusammenhang - erscheinen bei Google reichlich Suchergebnisse, die Open Source Anbietern die gewünschte Publicity verschaffen. Weltweit profitieren Unternehmen vom nach wie vor andauernden Open Source "Hype". Zuvor eher unbekannte Unternehmen wie die Open Source Dokumenten-Management-Spezialisten KnowledgeTree aus San Francisco beliefern so mittlerweile bekannte Kunden wie Sony Entertainment, Société Générale Group and Mazda Motors Europe - nicht zuletzt dank zahlreicher Auflistungen und Verlinkungen in Open-Source-Directories und hervorragender Rankings mit werbewirksamen Verweisen auf Produkte und Dienstleistungen.

Open Source im Guerilla-Praxiseinsatz

Mit dem Begriff Open Source werden vor allem Produkte und Namen wie Typo3, Linux, Firefox, MySQL uvm. assoziiert, die sich nachhaltig am Markt etabliert haben und von denen heute große Unternehmen kostenpflichtigen Support beziehen – eben weil sie so gut und über Jahre von unzähligen Entwicklern ausgereift sind. Open Source bietet heutzutage aber für nahezu jede Marketingaufgabe eine passende Anwendung. So gesehen ist also auch das einsetzende Unternehmen unter den richtigen Voraussetzungen als Guerilla zu verstehen, der seine Ressourcen möglichst effektiv einsetzt. Von der kostenlosen Planung mit Freemind über Content-Management mit Joomla, Blogs mit WordPress, E-Mail Marketing mit Open EMM, Online-Foren mit phpBB bis hin zum Trouble-Ticket-Management mit OTRS finden sich zahlreiche Lösungen, die neben zahlreichen Ablegern, Speziallösungen und Parallelentwicklungen in Betracht gezogen werden sollten.

Die Auswahl ist riesig und ein prüfender Blick, welche Open Source Lösung sich für ein Unternehmen eignet, immer sinnvoll. "Quelloffen" bietet gleichermaßen Chancen für Unternehmen die Open Source Lösungen anbieten, als auch für Unternehmen die die quelloffene Software für Guerilla Marketing nutzen möchten. Kleiner Aufwand – große Wirkung: Willkommen im Kreis der Open Source Guerillas.

Sandy Schindler

Monday, 29 June 2009 15:18:29 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Wednesday, 22 April 2009

Guerilla-Marketing beim T-Mobile Netzausfall

Am 21. April 2009 musste die T-Mobile einen Netzausfall melden. Für immerhin etwa drei Stunden (laut netzzeitung.de) war das Netz der Bonner Mobilfunker lahm gelegt. Da der Netzbetrieb das eigentliche Geschäftsmodell einer Mobilfunkgesellschaft darstellt, ist natürlich ein Netzausfall ein klassischer Supergau.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Vermutlich nutzen viele Kunden die Mutter aller Suchmaschinen Google, um sich zu informieren, was da los ist. Diesen Sachverhalt machte sich Mitbewerber Eplus und O2 zunutze und schalteten einfach mal ein paar Adwords auf das Keyword "Netzausfall", Motto: "Mit BASE keine Ausfälle". :-)

Schneller kann man eine Gurilla-Marketing-Kampagne vermutlich nicht umsetzen. Einerseits dürfte eine große Anzahl von T-Mobile-Kunden während der Störung Google bemüht haben (telefonieren konnten diese ja nicht, andererseits darf man bei derartigen Aktionen ja durchaus auch mal mit der ein oder anderen boshaften und gehässigen Berichterstattung über "den Marktführer" in der Presse rechnen.

(Gefunden: blog.telefon.de). http://blog.telefon.de/produkte-handys-mobilfunk/wer-den-schaden-hat-braucht-fuer-den-spott-nicht-zu-sorgen/

Klaus-Martin Meyer

Wednesday, 22 April 2009 09:19:43 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]

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