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# Monday, 14 November 2011

Viehrales Marketing - Nur ein phonetisches Phänomen?

Seit kurzem gibt es eine Gruppe von Marketing Aktivisten, die sich für das Gebiet des "Viehralen Marketing" stark machen. Sie fordern, das Gebiet als ein offizielles Teilgebiet des Marketings zu etablieren. Dabei handelt es sich nicht um Tierschützer, sondern um tierliebe Wissenschaftler und Praktiker die sich mit dem Thema Marketing beschäftigen.

Nun mag der gewiefte Semantiker hinter dem Stall hervortreten und mit der "Ätsch Bätsch" Fahne wedeln. Doch das Viehrale Marketing hat durchaus mehr zu bieten, als eine Wortverwandtschaft zum Viralen Marketing.

Im groben unterscheidet man drei verschiedene Teilgebiete

  • Tiere als Identifikationsfaktor
  • Non-Viehrales Marketing
  • Viehrales Marketing Post Mortem

"Tiere als Identifkationsfaktor" ist das am häufigsten zu beobachtende Teilgebiet. In diesem Fall benutzt ein Unternehmen ein Tier, und dessen vom Mensch darauf projizierte Attribute als Metapher, um im Nachfrager eine emotionale Reaktion auszulösen. In aller Regel hilft das Tier dem Menschen, ähnlich wie in einer Fabel, sich selbst im Produkt zu erkennen. Durch das Tier wird ein höherer Identifikationsgrad der Marke beim Kunden erreicht.

Ein bekanntes Beispiel ist die Marke Frosch, der Werner & Mertz GmbH aus Mainz. Bereits vor 25 Jahren setzte das Reinigungsmittel Unternehmen auf den Frosch in ihrer neu geschaffene Marke. Biologisch abbaubare Produkte stellten zu der Zeit eine Innovation dar und der weiter gedachte Nutzen für die Umwelt musste an den Verbraucher kommuniziert werden. Der Frosch ist ein Vertreter des Tierreiches und seine grüne Farbe spiegelt ebenfalls die Natur wider. So wird dem Käufer durch den Frosch der biologische Faktor signalisiert.

"Non-Viehrales Marketing" ist der Zustand, in dem ein Unternehmen bewusst auf den Einsatz von Tieren verzichtet und dies kommuniziert. Darunter fallen z. B. Freizeitparks die auf ihr Delfinarium verzichten bzw. es zurück bauen, Restaurants die mehr als 50% vegetarischer Speisen im Menü haben oder Pflegeprodukte und Kosmetika die ohne Tierversuche hergestellt wurden. In diesem Fall findet eine reverse Anwendung der tierischen Identifkation statt.

Von "Viehralem Marketing Post Mortem" spricht man, wenn das Leistungsprogramm des Unternehmens darin besteht, tote Tiere zu vermarkten. Ein sehr spezielles Teilgebiet, aber auch hierfür existiert ein großer Markt. Da das Marketing immer die Absatzorientierten Ziele des Unternehmens im Auge hat ist es für alle fleischverarbeitenden Betriebe unverzichtbar Viehrales Marketing Post Mortem - Also das Marketing mit Tieren nach deren Tod - zu betreiben.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass in alle Fälle des Viehralen Marketings die besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier eine übergeordnete Rolle spielt. Das Unternehmen nutzt diese Beziehung aus um seine absatzorientierten Ziele zu erreichen. Wenn Sie nun das Interesse gepackt hat und Sie mehr Beispiele für Viehrales Marketing sehen wollen, besuchen Sie doch mal unseren Blog für Viehrales Marketing.

Wir danken dem Team des Guerilla Marketing Blogs.

Off Topic oder nicht? Kommentieren ist hier zwar dank der Spamflut nicht leicht und so gehen leider oft auch gut gemeinte echte Kommentare unter, aber wir werden diesem Beitrag in den nächsten Tagen besondere Aufmerksamkeit widmen...

Monday, 14 November 2011 08:38:20 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [0]
# Wednesday, 03 August 2011

Guerilla-Marketing nach Schwedenart: Mit „Kloppe“ zum Erfolg

Eine Guerilla-Marketing-Aktion von sprichwörtlich durchschlagender Wirkung zu entwickeln, ist gar nicht so einfach. Im Offline-Bereich des realen Lebens geht es daher meist darum, mit möglichst geringem Mitteleinsatz größtmögliche Aufmerksamkeit zu erzielen. Zu den in diesem Sinne beispielhaften Taktiken gehören nahezu poetische Vorgehensweisen wie das Snow- und Streetbranding – das Einbringen von negativen Schablonenbildern in den Neuschnee oder auf verschmutzte Wandflächen. Auch etwa die Projektion von Bildern, Texten oder Videos auf öffentliche Flächen lässt sich einfach und kostengünstig realisieren.

Im Online-Bereich wiederum kommt es vor allem auf die Viralität an – also die Fähigkeit des Erdachten, sich rasch von selbst zu verbreiten. Denn je höher die Viralität, desto weniger Anschubaufwand bedarf es und desto größer ist der Erfolg. Eine Ideenumsetzung, die schallendes Gelächter bei allen auslöst, die ihrer ansichtig werden, und sofort die Nachfrage nach einem Link „generiert“, den man an Freunde weiterreichen kann, muss also in diesem Sinne erstklassig sein.

Genau dies aber ist unlängst der Marketingabteilung von IKEA mit dem Fantasieprodukt "Kloppe" gelungen. Ein Plakatentwurf zeigt dabei ein langes, an einen Schlagstock erinnerndes rundes Stück "unbehandeltes" Buchenholz und weist dieses als "Meinungsverstärker" aus. Das Ganze unter dem Slogan: "Diskutierst du noch oder überzeugst du schon?"

IKEA Kloppe

Ich kenne niemanden, der sich anders als oben beschrieben verhalten hätte. Entsprechend hat "Kloppe" im Netz rasant schnell die Runde gemacht. Inzwischen kursiert auch schon die ebenfalls sehr lustige Anleitung zu "Kloppe".

IKEA Kloppe - Anleitung

Peter Montag, Aufgesang Public Relations GmbH

Wednesday, 03 August 2011 09:40:38 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [2]
# Monday, 09 May 2011

Guerilla Marketing kreativ kombiniert

Die eigne Werbung so zu verpacken, dass sie sich von der Konkurrenz abhebt, bei der entsprechenden Zielgruppe Aufmerksamkeit erzeugt und dennoch bezahlbar bleibt, ist das erstrebte Zeil eines jeden Werbetreibenden.

Leider gibt es in der heutigen Zeit nicht mehr sehr viele Möglichkeiten, seine Werbebotschaft kostengünstig zu verpacken und die eigene Werbeinformation in keiner direkten Konkurrenz mit anderen Unternehmen darstellten.

Zeitungswerbung, Radiowerbung oder auch TV-Werbung sind erstens recht teuer und stehen immer in Konkurrenz mit anderen Firmen. Auch die zielgruppengenaue Ansprache lässt sich bei diesen Werbeformaten nicht genau einplanen. Ein hoher Streuverlust ist hier das Stichwort.

Nicht viel anders verhält es sich bei den klassischen Werbeformen. Flyer oder andere Printmedien führen auch hier nicht immer zum erwünschten Ziel.

Ein Alleinstellungsmerkmal haben Werbeartikel mit Ihrer Werbebotschaft, Ihrer Internetadresse oder Ihrem Logo. Bei der persönlichen Übergabe oder der Verteilung an die entsprechende Zielgruppe wird für eine kurze Zeit, die 100% Aufmerksamkeit auf das Werbemittel sowie die aufgebrachte Werbebotschaft gelenkt.

Dieser Werbeeffekt lässt sich noch erheblich steigern, wenn Werbeartikel in Guerilla Marketing Kampanien eingebunden werden.

Die Firma PASCH Werbeartikel aus Darmstadt hat sich dieser Werbeidee angenommen und ein kostenloses EBook erarbeitet, wo 10 kreative Guerilla Kampanien mit verschiedenen Werbeartikeln beschrieben werden. Das gratis EBook „Die 10 besten Guerilla Marketing Ideen mit Werbeartikeln“ kann man kostenlos downloaden.

Konkrete Beispiele und Anwendertipps, die in dieser PDF-Datei bereitgestellt werden, reichen von der Messepräsenz ohne eigenen Messestand über die kreative Kontaktaufnahme bei Neukunden bis hin zu geheimen Spuren auf Spielplätzen.

Durch die Verbindung von starken Emotionen und einer ungewöhnlichen Verpackung Ihrer Werbebotschaft sind Werbeartikel in Verbindung mit einer Guerilla Aktion ein sehr interessanter Werbeansatz.

Die Welt der Werbeartikel entwickelt sich rasant weiter. In Verbindung einer kreativen Werbestrategie haben Sie den Erfolg auf ihrer Seite.

Thomas von Stetten

Anm.d.Red.: Ergänzend dazu gibt es vom Autoren des Beitrags wahlweise auch was auf die Ohren: Die Ausgabe 11 des "Guerrilla Show"-Podcasts bei Radio4SEO befasst sich passend zum Thema schwerpunktmäßig mit "Guerilla Marketing mit Werbeartikel". Reinhören und Abonnieren :)

 

Monday, 09 May 2011 10:05:32 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Thursday, 17 February 2011

Wie man mit Ambient Marketing Kunden erreicht

Mit Werbung wird man heutzutage ja an allen Ecken und Enden regelrecht beworfen. Kaum eine Hauswand ist nicht plakatiert und manchmal hat es den Anschein, als ob das Programm im Fernsehen nur noch aus Werbung besteht, doch auch wenn diese Form des Marketings auf jeden Fall einen großen Einfluss auf uns hat, so gibt es dann doch auch noch ganz andere Methoden zur Vermarktung von Produkten oder Dienstleistungen, die man auf den ersten Blick gar nicht erkennen würde. Als Ambient Marketing bezeichnet man jenen Bereich im Marketing, wo sich Werbemittel als Bestandteil im täglichen Leben darstellen.

Beliebte Beispiele sind Pizza-Kartons mit Werbung, Gratis Postkarten in Bars und Restaurants oder aber auch Info-Screens in den U-Bahn Stationen. Anders als bei ganz normaler Werbung im Fernsehen oder in anderen Medien verhält es sich so, dass Ambient Media keine Schwierigkeiten hat, sich an die Fersen des Kunden zu heften und empfangen zu werden. Ob man nun im Supermarkt, an der U-Bahn Station oder im Fitnesscenter damit in Kontakt kommt, spielt dabei im Allgemeinen keine Rolle.

In weiterer Folge darf man sich nicht davon täuschen lassen, dass diese Art der Werbung nur in ganz bestimmten Sparten zum Einsatz kommen kann. Die Wirklichkeit sieht so aus, dass es sich um qualitatives Marketing handelt, bei der die Platzierung der Werbung an passenden Orten von zentraler Bedeutung ist. Nur wenn Werbung gezielt an den potenziellen Kunden getragen wird, stehen die Chancen für einen Erfolg sehr gut. Die Quantität steht hingegen nicht im Vordergrund, weil man durch Ambient Marketing eine viel geringere Streuung vorweisen kann.

Ein aktuelles Beispiel ist die Werbung von dem Fernsehsender RTL für den zweiteiligen Spielfilm „Hindenburg“, der erst kürzlich ausgestrahlt wurde. Hierfür hat man verschiedene Motive der Hindenburg auf CinemaCards abgebildet, die in Kinos im ganzen Land gratis zur freien Entnahme zur Verfügung gestanden haben. Besonders interessant können auch Info-Screens in Stationen sein. Schließlich wartet man meistens mehrere Minuten auf die nächste U-Bahn, wodurch die Aufmerksamkeit während dieser Zeit auf den Info-Screen und die darauf gezeigte Werbung konzentriert wird.

Aufgrund der oftmals sehr innovativen Umsetzung, bleibt Werbung die durch das Ambient Marketing an den Kunden gebracht wird deutlich länger in Erinnerung, als herkömmliche Werbung. Außerdem empfindet sie der Empfänger in der Regel auch als nicht ganz so störend und in vielen Fällen als praktisch und angenehm (z.B. Gratis Postkarten oder CinemaCards).

Andreas Joschua


Thursday, 17 February 2011 09:57:47 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [1]
# Friday, 15 October 2010

Die Diesel Jeans im Eisblock

Dummheit ist eigentlich keine Eigenschaft, mit der sich ein Mensch rühmen kann. Doch offensichtlich sieht Diesel das anders. Mit dem Slogan „Be Stupid to Get a Free Diesel Jeans“ hat das Unternehmen eine Werbekampagne auf die Beine gestellt, die viel Aufmerksamkeit erregt hat. Zu dieser Kampagne gehören vor allem Guerilla-Aktionen, die per Video dokumentiert werden:

Genau genommen ist nicht unbedingt Dummheit gefragt, sondern Dreistigkeit. Zudem sollte ein echter Diesel-Fan keine Angst vor peinlichem Verhalten in der Öffentlichkeit haben. Das wird sehr schön deutlich im eingefügten Video deutlich, dass die Guerilla-Aktion zeigt. In Zürich und anderen Städten wurden große Eisklötze in stark frequentierten Straßen platziert. Da ein Eisklotz alleine recht langweilig ist, wurde eine Diesel-Jeans in die klobige Skulptur integriert. Zunächst einmal sorgt ein massiver Eisblock für Aufsehen. Viele Passanten nähern sich diesem recht ungewöhnlichen Objekt, um es sich genauer anzuschauen. Dabei entdecken sie die Jeans im Inneren und zudem einen Text. Versprochen wird eine neue Diesel-Jeans aus dem nächsten Diesel-Geschäft im Tausch gegen die Jeans aus dem Eisblock. Letzte Zweifel werden mit dem Slogan „Be Stupid to Get a Free Diesel Jeans“ aus dem Weg geräumt.

Die einfachste Methode wäre es wohl, einfach auf das Schmelzen des kalten Stoffes zu warten. Im Winter kann dies aber lange Zeit dauern. Deswegen sind andere Verfahren angesagt. Das Video zeigt zaghafte Versuche mit heißem Wasser, doch auch mit diesem Mittel ist es nur schwer möglich, die Jeans aus ihrem eisigen Gefängnis zu befreien. Nachdem die sanften Methoden fehlgeschlagen sind, kommen die Verfechter der brachialen Gewalt zum Zuge. Mit Werkzeug und roher Kraft ist es recht einfach, das Eis zu zerstören und die Jeans zu befreien. Allerdings bleibt ein solches Vorgehen nicht unbeobachtet. Deswegen ist es unvermeidlich, dass sich ein Publikum bildet, welches das seltsame Treiben beobachtet. Menschen, die sich für eine Hose in der Öffentlichkeit zum Deppen machen, müssen zweifellos mit Spott leben. Somit werden wenigstens diese speziellen Diesel-Fans dem Werbeslogan gerecht.

Guerilla-Marketing kann viele Facetten haben. Diesel kreiert unterhaltsame Events, die nicht nur bei der Realisierung, sondern auch als Video im Internet funktionieren. Das Video eignet sich wiederum bestens für eine virale Verbreitung, so dass die Kampagne auf mehreren Ebenen erfolgreich ist. Eine ganz andere Frage ist allerdings, ob es besonders klug ist, die eigenen Kunden als „stupid“ zu outen. Aber vielleicht ist es auch nicht verkehrt, die gewünschte Zielgruppe genau zu kennen.

Quelle: www.source-werbeartikel.com

Friday, 15 October 2010 11:46:02 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Monday, 02 August 2010

Branding mit dem BrennDing...

Wie sieht das eigentlich konkret aus, wenn man mit kleinem Budget eine Werbekampagne für den eigenen Shop konzipiert und dabei auch auf virale Charakterzüge setzt? Hat eine solche Kampagne überhaupt eine Chance, in der Masse - und vor allem im Wettbewerb mit Profi-Virenschleudern über die Grenzen des eigenen Bekanntenkreises hinaus Aufmerksamkeit zu erreichen? Werden im Vorfeld gesteckte Ziele erreicht oder heißt es am Ende des Tages nur "Außer Spesen nix gewesen"?

Wir haben dankenswerterweise auf einige dieser Fragen Antworten erhalten, die sich auf ein konkretes Beispiel beziehen: Das BrennDing.

Daniel Pioch, Abteilungsleiter für den Internetbereich bei der Holz-Richter GmbH, hat uns einige Details über den bisherigen Erfolg der BrennDing-Kampagne in einem Interview wissen lassen (die ungeachtet des Titels dieses Beitrags nicht nur Branding, sondern konkreten Umsatz als Ziel hat).

Wie würden Sie die Idee und Aktion beschreiben, wenn Sie nur 20 Sekunden Zeit dazu hätten?
D. Pioch: Mit dem BrennDing unter www.brennding.de kann man in drei einfachen Schritten ein Foto oder einen Webcamschnappschuss von sich in ein witziges Motiv einfügen. Die Anpassung an die vorgegebene Maske ist Dank Flash bequem und schnell abgehalten. Anschließend wählt man noch einen von fünf witzigen Slogans aus und gibt seinen Namen ein. Sobald das eigene "BrennDing" fertig gestellt ist hat man die Auswahl, das entstandene Bild per E-Mail an Freunde zu versenden oder via Facebook oder Twitter zu veröffentlichen. Dies erleichtert den Nutzern, das Motiv an Freunde zu versenden, was einen viralen Effekt begünstigen soll.
(Anmerkung: Versuchen Sie einmal, diesen Text laut und verständlich in 20 Sekunden zu verlesen. Tun Sie´s jetzt - und warnen Sie alle Kollegen vor, die in Hörweite sitzen ;))

Wie ist die Idee entstanden?
D. Pioch: Spontan hatten wir in der Internetabteilung der Firma Holz-Richter GmbH an einer viralen Marketingkampagne für den Onlineshop www.bbq-shop24.de umzusetzen. Nach kurzer Zeit kamen wir auf die Idee einer Flash-Applikation, in die man ein Foto von sich einbinden kann. Dies würde eine Personalisierung der Aktion bewirken, was ebenfalls ein weiterleiten an Freunde fördern soll. Da bereits eine Location für den Dreh von Produktvideos gebucht war, hatten wir den Einfall eines Fotoshootings. Das Motiv sollte einen gutaussehenden jungen Mann und eine attraktive junge Frau in einer witzigen Pose vor einem Barbecue-Grill zeigen. In der Applikation hat dann jeder die Möglichkeit, einer leicht bekleideten Person sein eigenes Branding aufzudrücken. Aus Gag haben wir die Aktion dann BrennDing getauft. Die Umsetzung der Flash-Applikation dazu wurde von einer Agentur übernommen. Hierbei wurde auf Funktionalität und Usability optimiert.

Wie hoch waren der direkte und der indirekte Erfolg?
D. Pioch: Erfolg hat die Aktion im erhofften Sinne gebracht, nämlich in der weiteren Bekanntmachung des BBQ-Shop24. Wir denken, dass ein Großteil der Teilnehmer den BBQ-Shop24 mit einem positiven Gedanken im Hinterkopf behält. Leider können wir jedoch in diesem Zusammenhang keine Zahlen nennen.

Seit (und bis) wann läuft die Aktion?
D. Pioch: Die Aktion startete am 02.07.2010. Ein frühes Ende der Initiative ist jedoch noch nicht geplant, da wir uns noch einen weiteren Erfolg der Kampagne erhoffen.

Sind Sie (bisher) zufrieden und werden ggf. ähnliche Aktionen folgen?
D. Pioch: Im Zusammenhang mit dem BrennDing können wir schon von einem Erfolg sprechen. Auch in Zukunft erhoffen wir uns noch viel von der Aktion. Weiterhin können wir auch sagen, dass gewiss noch weitere ähnliche Aktionen folgen werden.

Monday, 02 August 2010 10:24:03 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [1]
# Wednesday, 31 March 2010

T-Shirt Guerillas: Werbeboten - Kampagnen für Unternehmen

Das Prinzip ist einfach: Werbebotschaften auf T-Shirts. Der Guerilla Gedanke dahinter: "mobile Werbeflächen" , die sich direkt in der Zielgruppe bewegen.

Auf dieses Guerilla Prinzip setzt auch das Leipziger Unternehmen Werbeboten Media UG - Agentur für kreative Werbung. Die Agentur erweitert den Gedanken von iwearyourshirt.com, einem Guerilla Marketing und Social Media Marketing Tool, dass in der USA bereits recht erfolgreich ist.

Das Konzept der Agentur kombiniert T-Shirt Werbung mit "Online-Mundpropaganda" und soll Unternehmen dabei unterstützen, Multiplikatoren innerhalb der eigenen Zielgruppe besser identifizieren und nutzen zu können. Diese Multiplikatoren verbreiten die Werbebotschaft aber idealerweise nicht nur durch das Tragen von T-Shirts, sondern berichten über die Kampagne auch in unterschiedlichen Online-Medien und sorgen so für weitere Aufmerksamkeit– entweder für das Produkt selbst oder z. B. eine entsprechende Landingpage im Web. Entscheidend für das direkte Wirken der Guerilla Kampagne ist aber vorab eine genaue Analyse der Zielgruppe, sowie die Auswahl wirklich zuverlässiger und passender „Werbeboten“. Ansonsten läuft das auftraggebende Unternehmen Gefahr, dass die von ihm beworbenen Produkte auf den Shirts gar nicht oder nur unzureichend wahrgenommen werden. Durch die zusätzliche Nutzung von Online-Medien kann eine gesteigerte Aufmerksamkeit erzeugt werden, wenn der Plan in der jeweiligen Zielgruppe aufgeht und sich die Zielgruppe auch tatsächlich in den gewählten Online-Medien bewegt.

Die von der Agentur ausgesendeten „Werbeboten“ sind v.a. Studenten und junge Menschen, die entsprechend ihrer medialen Reichweite und Interessen kategorisiert werden. So werden möglichst aktive Multiplikatoren identifiziert, die auch die Social Media –Komponente der Kampagne anstoßen können. Die Werbeboten stellen aber primär eine Art „mobile Werbefläche“ dar und bewegen sich in und mit der Zielgruppe z. B. in der Uni, auf Partys etc.

Werbeboten

Verbindung von klassischer - und viraler Online Werbung

Wichtiger Aspekt einer Werbeboten-Kampagne ist das Berichten der Werbeboten über ihre Twitter- und Facebook-Accounts oder Blogs, welches T-Shirt getragen wurde und wer der Auftraggeber war. Durch Competitions und bestimmte Aufgaben, die in direkter Verbindung mit dem T-Shirt bzw. dem Produkt stehen, kann die Verbreitung der Werbebotschaft im Netzwerk zusätzlich beschleunigt werden. Mit den richtigen Anreizen rund um die T-Shirt-Kampagne soll so eine Wahrnehmung erzeugt werden, die über das bloße Tragen von T-Shirts hinausgeht, um wesentlich mehr Personen der Zielgruppe ohne große Streuverluste zu erreichen. Am Ende erhält das werbetreibende Unternehmen eine detaillierte Auswertung der Kampagne, um den Erfolg anhand möglichst vieler Kennzahlen bestimmen zu können. Sandro Günther und Mario Körösi von werbeboten.de: „Wir glauben daran, dass die Brücke zwischen T-Shirt und Onlinewelt geschlagen werden kann. Das konnten wir und andere bereits mehrfach beweisen. Über witzige, außergewöhnliche und aufregende Kleidung und Aktivitäten wird immer gesprochen – auch online.

Beispiel: Guerilla-Kampagne mit Unideal.de

Die aktuelle Kampagne für Unideal.de ist soeben gestartet. Im ersten Schritt wurde für die potentiellen Werbeboten ein Ideenwettbewerb veranstaltet, um mehr Involvement für die T-Shirt-Kampagne zu entwickeln bei dem bisher über 150 Ideen von potentiellen Werbeboten eingingen. Anschließend wählt die Community einen Sieger aus und interessierte Werbeboten können sich bewerben. Es werden zur Kampagne passende Bewerber ausgewählt, für die das T-Shirt speziell angefertigt wird. Die Werbeboten tragen das T-Shirt einen Tag lang und schreiben einen kurzen Kommentar darüber in Ihren Facebookprofilen, welcher einen speziellen Trackinglink enthält. Wer zusätzlich noch ein witziges Foto von sich und dem T-Shirt einstellt erhält eine extra Prämie.


Wednesday, 31 March 2010 13:11:53 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [4]
# Friday, 08 January 2010

WasserbettenGuerilla - Der Guerilla im Wasserbett

WasserbettenGuerilla: Interessante PR-Aktion für Web-Publisher

Auf den ersten Blick skurril – auf den zweiten Blick doch recht interessant - ist die PR-Aktion des Online-Fachmagazins Schlafen-Aktuell.de. Unter dem Titel "WasserbettenGuerilla" veranstaltet die Redaktion ein Gewinnspiel für Blogger, Onlinejournalisten und Werbetexter im Netz. Die sollen Texte zum Thema verfassen und online veröffentlichen – egal ob lustig, sachlich, journalistisch recherchiert oder als Erfahrungsbericht. Nach einem halben Jahr Laufzeit gewinnen die 10 bei einer Google-Abfrage (mit dem Keyword „WasserbettenGuerilla“) bestplatzierten Texte Wasserbetten, Einkaufs-Gutscheine und weitere Preise.

Außerdem soll über die der Redaktion nach subjektiv besten Texte berichtet werden. Den Teilnehmern – und jetzt wird’s besonders interessant – werden Folgeaufträge fürs Magazin selbst in Aussicht gestellt, sowie die Möglichkeit, in der Branche Aufmerksamkeit zu erregen. Gesponsert wird die Aktion von mehreren Wasserbettenherstellern, die auch die Gewinne zur Verfügung stellen. Man kann davon ausgehen, dass diese ein genaues Auge auf die Ergebnisse haben werden.

Einzige Bedingung ist, dass in dem veröffentlichten Beitrag ein Backlink zum Veranstalter eingebaut wird. Nicht zuletzt weil die Ausschreibung intensiv beworben wird und das Magazin gute Kontakte zur Branche hat scheint dies für die Kollegen im Bereich des Web-Publishing einen Blick wert zu sein:

http://www.schlafen-aktuell.de/ex/publisherspiel.htm

Dann setzen wir doch auch mal den Link und wünschen uns als Preis einen aufblasbaren WasserbettenGuerilla in unserem Wasserbett. :) 

Friday, 08 January 2010 12:50:51 (GMT Standard Time, UTC+00:00) : #    Comments [3]
# Wednesday, 21 October 2009

Empfehlung: "Free" von Chris Anderson als kostenloses Hörbuch

Das Buch "Free: The Future of a Radical Price" von Chris Anderson, dem "Erfinder" des Long Tail mag vielleicht nur am Rand mit Guerilla-Marketing zu tun haben... dafür aber sind kostenlose Hörfassungen, eBooks und Web-Editionen eine konsequente Fortführung des behandelten Themas, welche mit typischen Guerilla-Werkzeugen auf eine erhöhte Aufmerksamkeit für das gedruckte Werk abzielen.

Wer geleitet von der Stimme des Autors tiefer in die Geschichte, verschiedenen Facetten und Erfolgsmodelle kostenloser Angebote einsteigen will, findet das gekürzte Hörbuch in englischer Sprache zu kostenlosen Download unter http://www.hyperionbooks.com/free/. Leider sind dort nur 16 Einzelteile und kein Komplettarchiv zu beziehen. Das macht der Autor bei Wired - also schlussendlich auf "seiner" Domain - mit der ungekürzten Hörfassung selbst besser: Download des kompletten Hörbuchs (ca. 285 MB; Gesamtdauer inkl. Anhängen knapp 7 Stunden).  

Der Hörer erfährt nicht nur, wie sich gerade im Web durch werbefinanzierte Modelle, "Freemium"-Mischangebote und Produkte, die von ganz anderen Währungen leben, ein gigantischer Markt fast zwangsweise entwickelt hat, sondern es gibt auch anschauliche und nachvollziehbare Praxisbeispiele, die weitaus älter sind als das Web.

Die knapp 200 Minuten lange gekürzte Hörfassung und die Komplettversion sind ungeachtet des radikalen Preises in guter Qualität produziert und das Thema ist ja eigentlich für jeden Unternehmer interessant. Möglicherweise geht das Experiment also auf und die Ausschöpfung aller denkbaren Kanäle macht das Buch zu einem ähnlichen Erfolg wie "The Long Tail". Ob es aber auch ähnlich nachhaltig diskutiert wird, wird sich noch zeigen müssen...


Wednesday, 21 October 2009 12:05:45 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [0]
# Friday, 11 September 2009

Aufklärung per Schockwirkung: Ein Massenmörder geht um...

Wie bei jeder neuen Kampagne des Regenbogen e.V. geht zunächst ein Aufschrei durch Deutschland und spaltet die Nation. Die einen finden die Guerilla Kampagne beeindruckend und Nachrichtensender wie NTV berichten darüber, die anderen finden die Darstellungen zu drastisch. Auch die Sperrung der Kampagne bei Youtube sorgte bereits für Berichterstattung.

Schnell in Vergessenheit gerät bei der Diskussion allerdings, dass alle 15 Sekunden ein Mensch an Aids stirbt. Gegen dieses Vergessen und den Rückgang des öffentlichen Interesses an Aids kämpft der Regenbogen e.V auch in seiner neuesten Kampagne "Aids ist ein Massenmörder" zum Welt-Aids-Tag gemeinsam mit der Werbeagentur "das comitee".

Worum geht´s?

Kampagnenplakat mit Saddam

Das Kampagnenplakat mit Saddam (Quelle: aids-ist-ein-massenmoerder.de): Aufmerksamkeit ist hier fast so sicher wie der Schock auf den zweiten Blick...

Im TV- und Kinospot zu sehen sind lustvolle Szenen zwischen einer wunderschönen Frau und deren scheinbar attraktiven Liebhaber. Immer wieder erhascht der Zuschauer heiße Blicke auf die junge Frau, die sich ihrem Liebhaber genussvoll hingibt. Als der Blick dann genauer auf den vermeindlich heißblutigen Liebhaber fällt, schaut der Zuschauer zu seinem Entsetzen in das Gesicht von Adolf Hitler und anschließend auf den Slogan „Aids ist ein Massenmörder – Schütz Dich!“. Ein Schock! Genau diesen Schock provozieren die Macher ganz bewusst. Die Guerilla Kampagne soll aufrütteln und darüber aufklären, dass Aids, wie Hilter, ein Massenmörder ist und jeder zum Opfer werden kann.

Passend zum Spot wurden Print-Motive, Plakate, Musikvideo und Radiospot sowie eine Website entwickelt. Neben Hilter sind in der Guerilla Kampagne außerdem die Massenmörder Saddam und Stalin, ebenfalls in lustvollen Posen mit jungen Frauen, zu sehen.  Interessenten finden auf der Website aids-ist-ein-massenmoerder.de wichtige Informationen zu Aids, HIV-Tests, Praxen und zum Welt Aids Tag, Spenden u. v. m..


Wer war`s?

Das Konzept von „Aids ist ein Massenmörder“ stammt von der Agentur "das comitee". Für die Umsetzung des TV-Spots wurde "Doppelgänger-Film" unter der Regie von Ivo Wejgaard beauftragt. Den Radiospot realisierte Hastings Audio Network.

Außerdem wird in der Guerilla Kampagne jeder dazu aufgefordert sich aktiv selbst gegen das Vergessen von Aids zu engagieren. Seit dem 10.09.09 besteht auf der o. g. Website zur Kampagne die Möglichkeit, selbst Fotos hochzuladen und persönliche Videos zu produzieren, die anschließend an Freunde weitergeschickt werden können.

Sandy Schindler


Friday, 11 September 2009 13:37:15 (GMT Daylight Time, UTC+01:00) : #    Comments [3]

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