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Guerilla-Marketing
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07.12.2011

Kampagnen mit professionell produzierten Spots, die sich ausschließlich an die riesige Youtube-Gemeinde richten und auf TV verzichten, sind nicht neu. Je breiter die Zielgruppe für das eigene Produkt ist, desto einfacher ist i. d. R. auch die Umsetzung. Wer aber mit witzigen Botschaften auf virale Effekte und entsprechendes „Social Media Echo“ hofft, hat aber meistens ein konkretes Angebot; wie z. B. im Fall der „Next Big Thing“-Kampagne von Samsung.

Eher selten sieht man aber Beispiele für ähnliche Kampagnen aus dem B2B-Umfeld – vor allem, wenn kein direkter Produktverkauf, sondern eher Branding im Vordergrund steht. Sage Software hat eines dieser seltenen Beispiele im Zusammenarbeit mit elbkind auf die Beine gestellt und via Youtube und Facebook umgesetzt. Wir haben bei Stefan Rymar von elbkind nachgefragt, wie die Kampagne entstanden ist und wie es mit dem Erfolg aussieht.

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03.08.2011

Eine Guerilla-Marketing-Aktion von sprichwörtlich durchschlagender Wirkung zu entwickeln, ist gar nicht so einfach. Im Offline-Bereich des realen Lebens geht es daher meist darum, mit möglichst geringem Mitteleinsatz größtmögliche Aufmerksamkeit zu erzielen. Zu den in diesem Sinne beispielhaften Taktiken gehören nahezu poetische Vorgehensweisen wie das Snow- und Streetbranding – das Einbringen von negativen Schablonenbildern in den Neuschnee oder auf verschmutzte Wandflächen. Auch etwa die Projektion von Bildern, Texten oder Videos auf öffentliche Flächen lässt sich einfach und kostengünstig realisieren.

Im Online-Bereich wiederum kommt es vor allem auf die Viralität an – also die Fähigkeit des Erdachten, sich rasch von selbst zu verbreiten. Denn je höher die Viralität, desto weniger Anschubaufwand bedarf es und desto größer ist der Erfolg. Eine Ideenumsetzung, die schallendes Gelächter bei allen auslöst, die ihrer ansichtig werden, und sofort die Nachfrage nach einem Link „generiert“, den man an Freunde weiterreichen kann, muss also in diesem Sinne erstklassig sein.

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15.10.2010

Dummheit ist eigentlich keine Eigenschaft, mit der sich ein Mensch rühmen kann. Doch offensichtlich sieht Diesel das anders. Mit dem Slogan „Be Stupid to Get a Free Diesel Jeans“ hat das Unternehmen eine Werbekampagne auf die Beine gestellt, die viel Aufmerksamkeit erregt hat. Zu dieser Kampagne gehören vor allem Guerilla-Aktionen, die per Video dokumentiert werden:


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02.08.2010

Wie sieht das eigentlich konkret aus, wenn man mit kleinem Budget eine Werbekampagne für den eigenen Shop konzipiert und dabei auch auf virale Charakterzüge setzt? Hat eine solche Kampagne überhaupt eine Chance, in der Masse – und vor allem im Wettbewerb mit Profi-Virenschleudern über die Grenzen des eigenen Bekanntenkreises hinaus Aufmerksamkeit zu erreichen? Werden im Vorfeld gesteckte Ziele erreicht oder heißt es am Ende des Tages nur „Außer Spesen nix gewesen“?


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31.03.2010

Das Prinzip ist einfach: Werbebotschaften auf T-Shirts. Der Guerilla Gedanke dahinter: „mobile Werbeflächen“ , die sich direkt in der Zielgruppe bewegen.

Auf dieses Guerilla Prinzip setzt auch das Leipziger Unternehmen Werbeboten Media UG – Agentur für kreative Werbung. Die Agentur erweitert den Gedanken von iwearyourshirt.com, einem Guerilla Marketing und Social Media Marketing Tool, dass in der USA bereits recht erfolgreich ist.

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09.03.2009

Der Rezeptüberblick: Man nehme…

  • ein Unternehmen mit einem witzigen Werbspot
  • erstelle ein Parodievideo auf den Werbespot
  • stelle sowohl Originalspot als auch Parodievideo und dessen Making Of auf YouTube zur Verfügung
  • schreibe einen Wettbewerb aus, der User auffordert selbst ein Video als Parodie auf den Werbespot aufzunehmen
  • biete als Preis eine Weltreise oder £ 10.000,–
  • schreibe so viel wie möglich Unternehmen, Blogger, Webmaster, die zur viralen Verbreitung beitragen könnten per Mail an und unterbreite ihnen das Angebot, sich an der Vermarktung des Videos zu beteiligen und dafür Geld in Form einer Provision zu kassieren
  • warte ab, wie schnell die virale Verbreitung in Deutschland möglich ist, wie viele Nutzer tatsächlich bis auf YouTube gelangen und sogar ein selbstgedrehtes Video hochladen
  • rufe anschließend zu einem Voting zur Wahl des besten selbstgedrehten Videos auf

…und fertig ist die virale Marketingidee(?)

Die Zutaten…

Grundlage des Rezeptes bildet eine findige Viral Marketing Agentur namens „Unruly Media“ mit Sitz in London, die ganz offensiv zu Ihren Zukunftsplänen steht, virales Marketing im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Als variable Zutat bieten sich verschiedene Unternehmen an. Für dieses Rezept ist z. B. die Kreditkarte Barclaycard eine geeignete Komponente, welche mit einem witzigen Werbevideo dem Ganzen eine individuelle Note verleiht. In der Vergangenheit wurde dieses Gericht von Unruly Media z. B. auch schon mit der Komponente LG Secret Handy angeboten.

Der Serviervorschlag…

Serviert wird das Gericht am besten im Social Network YouTube oder vergleichbaren Plattformen. Über ein Gewinnspiel werden User gezielt zur Teilnahme aufgefordert. Das Rezept kommt am besten zur Geltung, wenn vorab zahlreiche Unternehmen per Mail angeschrieben werden, die bei der Verbreitung des viralen Marketing aktiv mitarbeiten, indem sie auf ihren eigenen Seiten einen Videoplayer zum Barclaycard Contest anbieten und so Besucher auf den YouTube Wettbewerb aufmerksam machen. Einen konkreten Serviervorschlag für das Anschreiben per Mail finden Interessenten hier:

Hallo…,
Ich hoffe du hast nichts dagegen, wenn ich mich dir erstmal vorstelle. Ich komme von Unruly Media, einem Unternehmen in London, dass virales „seeding“ (Verbreitung) von Videos im Internet betreibt. Gegenwärtig leiten wir eine Kampagne für Barclaycard, die wirklich gut auf deiner Seite … ankommen würde. Es handelt sich dabei um einen nachgestellten Werbespot, der für den Barclaycard’s Wettbewerb wirbt, um zu sehen wer die beste Veralberung ihres Wasserrutschen Werbespots kreieren kann. Immer auf der Suche nach neuen Werbe- und Marketingideen – könnte das genau dein Fall sein. Hier kannst du dir die Veralberung des Videos anschauen und mehr über den Wasserrutschen Wettbewerb erfahren:

http://www.youtube.com/barclaycardcreate

Wir suchen auch nach interessanten Seiten und Blogs um den Clip auf kommerzieller Basis zu verbreiten. Wenn du Interesse hast, dann können wir dir einen Videoplayer zum Einbauen geben und du erhältst Geld für jede Ansicht des Videos aus Deutschland. Du kannst hier das Video abholen und die Geschäftsbedingungen für die Teilnahme an der Kampagne einsehen:…

Das Verfallsdatum

Es wird ein schneller Verzehr empfohlen. Zum genauen Verfallsdatum des Gerichtes gibt es widersprüchliche Angaben. Das Parodievideo enthält am Ende als Angabe den Einsendeschluss: 8. März 2009, Votingstart 9 März 2009 – der nebenstehende Text beinhaltet den Einsendeschluss: 22 März 2009, Votingstart 23. März 2009. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt und annimmt, es könnte sich um eine inoffizielle Verlängerung des Haltbarkeitsdatums handeln, weil das Gericht vielleicht nicht genügend reißenden Absatz gefunden hat.

Hinweise für Allergiker

Menschen die auf recht niedrige Provisionen und zahlungsempfänger-unfreundliche (wenngleich leider branchenübliche) AGBs, in denen ein Großteil der Verantwortung auf den Schultern der am viralen Marketing von Unruly Media beteiligten Unternehmen lastet, allergisch reagieren, sollten auf den Genuss dieses Gerichtes verzichten.

Sandy Schindler

24.02.2009

Virale Profikampagnen sind ja an sich nichts Neues und wöchentlich buhlen neue Eventsites um Aufmerksamkeit, Klicks, Links und Kommentare. Warum also überhaupt drüber schreiben? Weil man sich bei BMW – ungeachtet der nicht wegzudiskutierenden technischen Hürden – für eine etwas andere Ergänzung im Web zum klassischen Marketing entschieden hat.

BMW startet mit einer Marketing Kampagne für den Launch des MINI Cabrio unter dem weltweiten Slogan „Always open“. Klassische Anzeigen in Printmedien und 11 Sekunden langen TV-Spots werden durch eine Guerilla Kampagne ergänzt, die eine „interaktive Printanzeige“ und ein virtuelles 3D-Modell miteinander verbindet. Zur Umsetzung der Anzeigen und TV-Spots wurde die Berliner Agentur Plantage herangezogen, die Webspecial erfolgte durch die Hamburger Interone. Idee, Konzept und Umsetzung der Augmented Reality Aktion wurde von Buzzin Monkey aus München initiiert.

Die Idee: Augmented Reality – „erweiterte Realität“

Die Augmented Reality Technologie überlagert Grafiken, Audio – und andere Elemente in Echtzeit Umgebungen und verwirklicht eine ansatzweise reale Darstellung von dreidimensionalen Objekten. Über die Augmented Reality Technologie versucht MINI, die reale Welt digital so originalgetreu wie möglich nachzustellen und so dem Besucher der MINI Seite die Realitätswahrnehmung aus sämtlichen Perspektiven online zu ermöglichen. Das Prinzip das dahinter steht und den User zur 3D Ansicht des MINIs führt, ist allerdings gewöhnungsbedürftig.

Das Prinzip: digitale Printanzeige – Webcam – MINI anschauen

Dem Besucher wird online eine Printanzeige (Achtung: Ein PDF lauert hinter diesem Link) mit Piktogrammen zur Verfügung gestellt. Die Piktogramme zeigen ihm, wie er das 3D Modell des MINIs betrachten kann. Über die MINI Webcam Site kann er anschließend die Anzeige vor seine Webcam halten und mit Hilfe von Augmented Reality Technologie erscheint das MINI Cabrio online. Der User kann das Cabrio anschließend selbständig drehen und sich die Details in Echtzeit – live und 3D – ansehen. Über ein Symbol kann er die Augmented Reality Welt an Freude und Bekannte weiterempfehlen und erhöht somit ganz nebenbei die Reichweite der Kampagne.

3D im Web: Ein unlösbares Problem?

Knackpunkt der Kampagne ist neben der ungewöhnlich hohen erforderlichen Aktivität durch den „Benutzer“ vor allem die Tatsache, dass 3D und Web einfach nicht so recht zusammenpassen wollen. „Web 3D“ ist nach wie vor auf sehr viele „Wenns und Abers“ angewiesen, um hinreichend zu funktionieren. Dabei sind die Anforderungen der MINI-Kampagne noch recht moderat; sperren aber dennoch mehr als nur vereinzelt Besucher komplett aus oder erfordern zumindest den Wechsel des Browsers und die Installation eines 3D-Plugins. Die Funktion eröffnet sich zudem nur Besuchern mit IE 6 & 7 unter Windows. Die Kampagne mit „Systemanforderungen“ darf man also von vornherein schon mal an eine eher exklusive Zielgruppe gerichtet betrachten: Neben einem Windows-System, Internet-Explorer, aktuelle, Videotreiber, 2 GHz CPU, 512 MB RAM, Grafikkarte mit mindestens 256 MB Speicher wird auch eine USB-Webcam mit mindestens 640×480 Pixel vorausgesetzt, um in den 3D Genuss des MINIs zu kommen.

Alle Besucher, die nicht über die entsprechende Technik verfügen oder denen der Aufwand schlichtweg zu groß ist, haben wenigstens die Möglichkeit das Making Of zur Guerilla Kampagne zu sehen – das erinnert aber eher ein wenig an den Vorschlag, ein Kochbuch zu lesen, wenn man Hunger hat…

Das Ziel „Aufmerksamkeit in Verbindung mit großer Reichweite“ kann also durchaus in Frage gestellt werden, obschon man mit Guerilla sicher nicht auf das falsche Pferd gesetzt hat. MINI setzt bei der Einführung des MINI Cabrios auf unkonventionelle Marketingideen und überraschende Aktionen. Und wenn es für einzelne Besucher im Web vielleicht trotz der erlangten Aufmerksamkeit (magels erfüllter Systemvoraussetzungen) nichts mit „Guerilla im Web“ wird, bleibt ja noch die potentielle Überraschung beim Händler. Denn zusätzlich zu der Guerilla Kampagne aus interaktivem Print und 3D-Modell wird das Buch „Viva la Revolution“ mit 60 Guerilla Ideen den Marketingmitarbeitern und MINI Händlern flächendeckend zur Verfügung gestellt. Je nach Händler erwarten den Besucher dann also vielleicht individuelle und überraschende Guerilla Aktionen direkt vor Ort.

Sandy Schindler

23.10.2008

Eine US-Studie der Feed Company, die ehrlicherweise auf dem Deckblatt bereits im Untertitel zugibt, eher die Sicht von Agenturen und deren Top-Kunden wiederzugeben, stellt wenig überraschende Ergebnisse zusammen, die übersichtlich und durch Zahlen gestützt im Kern aussagen, dass virale Videos auf dem Vormarsch sind und längst im Waffenarsenal vieler Agenturen neben den Klassikern liegen. Budgets muss man sich trotz der Tatsache, dass der Erfolg eher im Brandingbereich liegt und weniger in einfach messbaren Conversions mündet, wohl auch in Zukunft nicht erbetteln. Auch der beidseitige Wunsch nach mehr Messbarkeit und Transparenz schmälert die (hier gewonnene) rosige Perspektive nicht; man ist amerikanisch überzeugt und größtenteils glücklich.

„Fakten“, die wohl auch für die Agenturen und Kunden gültig sind, die außerhalb des US-Markts bereits mit viralen Videokampagnen Werbung für (meistens) neue Angebote machen. Es wird aber kaum einfacher, aus der Masse der inzwischen umgesetzten Ideen hervorzustechen. Der Trost: Zum Glück bleibt ein guter Witz gut und kann nach einiger Zeit auch ein zweites Mal erzählt werden. Auch neue Ideen wird es in Zukunft geben; begünstigt durch die ständige Vorwärtsbewegung, die Internet und erforderliche Technik machen. Außerdem wird es vielleicht im Zukunft lohnender, den Hype um eine bestehende gute professionelle Kampagne mitnehmen und gutes „Parallelmaterial“ als Persiflage anbieten – damit hat sich bereits der eine oder andere echtes Guerilla-Potential aus teuren Fremdkampagnen bei Youtube & Co. „erambushed“ 😉

Wer den Schwung der Studienergebnisse mitnehmen will, um vielleicht selbst auf den professionell-produziert-viralen Zug aufzuspringen, findet die Zusammenfassung der Ergebnisse hier.

MB

10.10.2008

Viele mehr oder weniger ausgefallene Werbeideen im Web buhlen tagtäglich um die Aufmerksamkeit der Besucher. Längst nicht alles wird so aufgenommen, wie es sich die Agentur oder der Selbstmach-Guerilla vorgestellt hat. Andere Aktionen aber heben sich vom Rest ab und finden einen Weg, der in dieser Form noch nicht beschritten wurde, so dass die gewünschte Aufmerksamkeit erreicht wird.

Ob Nintendo diese Aufmerksamkeit nun angesichts des Hypes um die Wii überhaupt noch nötig hat, sei dahingestellt. Und die Idee selbst ist auch nicht ganz neu, zumindest aber der Platz, an dem sie umgesetzt wurde. Auf jeden Fall ist die aktuelle Werbung für die Neuauflage des dritten Teils der altehrwürdigen „Super Mario Land“ – Serie anders als andere Videos, die man überlicherweise aus Werbezwecken bei Youtube einstellt. Das liegt vor allem daran, dass das Video selbst zwar nichts zeigt außer ein paar Ausschnitten aus dem Spiel, sondern das die komplette „Youtube-Seite“ sich als Werbefläche erweist. Denn „besonders“ wird diese Werbung erst, wenn sich die zunächst unauffällig und Youtube-üblich scheinende Seite nach und nach auflöst, nachdem die Effekte aus dem Video den Platz des Players überraschenderweise einfach verlassen und sich auf den Rest der Seite ausdehnen. Am Ende steht nichts mehr an seinem Platz.

Während das Spiel die Altfans in zwei Lager spaltet, weil es sich für einige „zu stark“ am knapp 15 Jahre alten Vorbild orientiert, kommt die Werbung bei der Zielgruppe sicher gut an. Nur schade, dass man auf der „gefälschten“ Seite keine realen Zugriffzahlen erkennen kann 😉

Neugierig geworden? Hier gehts zur Youtube-Werbung für „Wario Land“

MB

19.08.2008

Nach gleichem Vorbild wie das Minilexikon zum Begriff „Guerilla Marketing“ schließt sich nun eine kompakte Übersicht über „virales Marketing“ an. Die Definition umfasst absichtlich weder alle Aspekte viraler Kampagnen, noch findet ausführlicher Geschichtsunterricht über virales Marketing statt.

Zum Minilexikon „Virales Marketing“.



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