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Guerilla-Marketing
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26.11.2012

Stichwort: Reizüberflutung. Verschiedene Studien zeigen, dass der durchschnittliche Verbraucher heutzutage multimedial mit ungefähr 3.000 Werbebotschaften pro Woche regelrecht „bombardiert“ wird. Fest steht, egal ob traditionelle oder neue Medien, egal ob auf Facebook (eines der angeblich populärsten Werbemedien der heutigen Zeit) oder auf dem best platziertesten Werbeplakat mitten im Stadtzentrum: Die Anzahl der Werbebotschaften hat mittlerweile Überhand genommen und ein Großteil dieser verbleibt nur selten im Gedächtnis des Rezipienten.

Genau hier setzt bekanntlich – erfolgreiches – Guerilla-Marketing an. Was aber macht diese genau erfolgreich und worin unterscheiden sich „gute“ und „schlechte“ Guerilla-Kampagnen? Oft ist ein entscheidender Faktor, sich mehr als auf ein Medium oder einen Kanal zu verlassen und weiter zu denken, wenn die gute Idee erste Gestalt annimmt. Besonders dort, wo sich On- und Offline ergänzen und Guerrilla Marketing mit traditionellen Medien verbunden wird, kann ein nachhaltiger Effekt erzielt werden. Das liegt in Zeiten von Internettechnologie, insbesondere seit der exponentiell steigenden Popularität sozialer Medien, schlussendlich auch nahe. Über unterhaltsame, lustige oder ungewöhnliche Dinge tauschen sich Konsumenten gerne und intensiv aus – auch über einfallsreiche Werbung.
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29.05.2012

Der große Effekt von Guerilla-Marketing-Maßnahmen ist ohne Zweifel zum großen Teil der sehr hohen Kreativität, die in diesem Gebiet an den Tag gelegt wird zu verdanken. Werbung, die da auftritt wo, und in der Form in der man sie erwartet, hat oftmals nicht den nötigen Überraschungseffekt und kann auch keine virale Dynamik entwickeln (ein häufiger positiver Nebeneffekt von Guerilla-Marketing). Viele Guerilla-Marketing-Maßnahmen rücken oft schnell ins Bewusstsein der Öffentlichkeit der jeweiligen Zielregion: Wer teilt nicht gerne lustige Internetvideos mit seinem Umfeld oder berichtet gern von kreativen Werbegags.

Herausforderung Internationalisierung

Ein wenig schwieriger gestaltet sich die Verbreitung von Guerilla-Marketing allerdings im internationalen Umfeld: Eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg von Guerilla-Marketing ist, dass dieser an die Zielpersonen angepasst ist. Möchte man nun also eine Guerilla-Marketing-Kampagne starten, die international ausgerollt werden soll, so sollten in jedem Fall alle möglichen Anpassungen an die regionalen Gegebenheiten vorgenommen werden um den bestmöglichen Erfolg erzielen zu können.

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09.05.2012

Beispiele für gelungene Guerilla-Marketingkampagnen

Wenn Guerilla-Marketing mehr bringen soll als Irritation und Amüsement, müssen clevere und kreative Maßnahmen eingesetzt werden, die nicht nur punktuell für Aufsehen sorgen, sondern länger im Gedächtnis bleiben. Dann stellen sich nachhaltige Effekte ein – und das beworbene Produkt bleibt im Gedächtnis. Innovative Ideen fallen allerdings nicht vom Himmel. Deshalb ist es von Vorteil, sich hier und da Anregungen zu holen. Denn auch klassische Werbemittel wie Flyer, Plakate und Aufkleber können für Aufsehen sorgen und die gewünschten Effekte erzielen – wenn sie kreativ eingesetzt werden. Erfahren Sie, was uns Ertrinkende zu sagen haben, was der Yeti in Köln treibt und was es mit zahnlosen Bowlingbahnen auf sich hat.

Die Ignoranz eines Ertrinkenden – oder wie man auf die Klimaerwärmung aufmerksam macht

Den öffentlichen Raum haben Plakate längst erobert. Sie prangen an Straßenrändern, Litfaßsäulen und in U-Bahn-Höfen. Ihre Allgegenwart lässt die Menschen abstumpfen und wegsehen. Wer mit seinem Plakat dennoch Aufsehen erregen möchte, sollte es an einer ungewöhnlichen Stelle platzieren. Dort, wo niemand mit einem Plakat rechnet, dort, wo es Verwunderung und Überraschung hervorruft.

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09.05.2011

Die eigne Werbung so zu verpacken, dass sie sich von der Konkurrenz abhebt, bei der entsprechenden Zielgruppe Aufmerksamkeit erzeugt und dennoch bezahlbar bleibt, ist das erstrebte Zeil eines jeden Werbetreibenden.

Leider gibt es in der heutigen Zeit nicht mehr sehr viele Möglichkeiten, seine Werbebotschaft kostengünstig zu verpacken und die eigene Werbeinformation in keiner direkten Konkurrenz mit anderen Unternehmen darstellten.

Zeitungswerbung, Radiowerbung oder auch TV-Werbung sind erstens recht teuer und stehen immer in Konkurrenz mit anderen Firmen. Auch die zielgruppengenaue Ansprache lässt sich bei diesen Werbeformaten nicht genau einplanen. Ein hoher Streuverlust ist hier das Stichwort.

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15.10.2010

Dummheit ist eigentlich keine Eigenschaft, mit der sich ein Mensch rühmen kann. Doch offensichtlich sieht Diesel das anders. Mit dem Slogan „Be Stupid to Get a Free Diesel Jeans“ hat das Unternehmen eine Werbekampagne auf die Beine gestellt, die viel Aufmerksamkeit erregt hat. Zu dieser Kampagne gehören vor allem Guerilla-Aktionen, die per Video dokumentiert werden:


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08.01.2010

WasserbettenGuerilla: Interessante PR-Aktion für Web-Publisher


Auf den ersten Blick skurril – auf den zweiten Blick doch recht interessant – ist die PR-Aktion des Online-Fachmagazins Schlafen-Aktuell.de. Unter dem Titel „WasserbettenGuerilla“ veranstaltet die Redaktion ein Gewinnspiel für Blogger, Onlinejournalisten und Werbetexter im Netz. Die sollen Texte zum Thema verfassen und online veröffentlichen – egal ob lustig, sachlich, journalistisch recherchiert oder als Erfahrungsbericht. Nach einem halben Jahr Laufzeit gewinnen die 10 bei einer Google-Abfrage (mit dem Keyword „WasserbettenGuerilla“) bestplatzierten Texte Wasserbetten, Einkaufs-Gutscheine und weitere Preise.


Außerdem soll über die der Redaktion nach subjektiv besten Texte berichtet werden. Den Teilnehmern – und jetzt wird’s besonders interessant – werden Folgeaufträge fürs Magazin selbst in Aussicht gestellt, sowie die Möglichkeit, in der Branche Aufmerksamkeit zu erregen. Gesponsert wird die Aktion von mehreren Wasserbettenherstellern, die auch die Gewinne zur Verfügung stellen. Man kann davon ausgehen, dass diese ein genaues Auge auf die Ergebnisse haben werden.


Einzige Bedingung ist, dass in dem veröffentlichten Beitrag ein Backlink zum Veranstalter eingebaut wird. Nicht zuletzt weil die Ausschreibung intensiv beworben wird und das Magazin gute Kontakte zur Branche hat scheint dies für die Kollegen im Bereich des Web-Publishing einen Blick wert zu sein:


http://www.schlafen-aktuell.de/ex/publisherspiel.htm


Dann setzen wir doch auch mal den Link und wünschen uns als Preis einen aufblasbaren WasserbettenGuerilla in unserem Wasserbett. 🙂 

13.07.2009

Ob nun Guerilla oder nicht: Den Einsatz muss man anerkennen! Für die Spezialausgabe „Thriller und Krimi“ von Das Buchjournal (kostenloses Magazin mit Lesetipps) sollte per Mailing geworben werden. Und um dem Mailing eine besondere Note zu verschaffen, sollte ein waschechtes Durchschussloch jedes Mailing verzieren. Wer aber weder eine durchschussähnliche Stanze (wenn es denn sowas geben sollte), noch einen Schein für Wummen mit Mumm besitzt, für den kann da schon mal ein wenig Mehrarbeit anfallen.

So blieb auch dem Team der Agentur zündung aus Frankfurt nur der Ausweg „Luftgewehr“ zur Schaffung realistischer Schäden im Mailing. „Ärgerlicherweise bekommt man schöne Löcher nur dann, wenn man auf nicht mehr als 4 Mailings schießt. Bei einer Auflage von 2000 Stück heißt das also 500 Mal schießen. […] Wir freuen uns also auf´s Plastik-Rosen-Schießen bei der nächsten Jahrmarktschießbude.“ lautet folgerichtig der Kommentar von Alexander Dimolaidis, Geschäftsführer von zündung.

Die Mühe hat sich demnach gleich doppelt gelohnt. Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen:

Einschusslöcher

Vielleicht wäre es eine gute Idee gewesen, die gewollte Verunstaltung des Mailings gleich mit einer Spendenaktion zu verknüpfen und andere gegen Kohle ballern lassen? Der persönliche Einsatz hat sich aber auf jeden Fall in Form sauber platzierter Einschusslöcher gelohnt. Das obligatorische Video zur Aktion gibt´s bei Youtube.

22.04.2009

Am 21. April 2009 musste die T-Mobile einen Netzausfall melden. Für immerhin etwa drei Stunden (laut netzzeitung.de) war das Netz der Bonner Mobilfunker lahm gelegt. Da der Netzbetrieb das eigentliche Geschäftsmodell einer Mobilfunkgesellschaft darstellt, ist natürlich ein Netzausfall ein klassischer Supergau.


Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Vermutlich nutzen viele Kunden die Mutter aller Suchmaschinen Google, um sich zu informieren, was da los ist. Diesen Sachverhalt machte sich Mitbewerber Eplus und O2 zunutze und schalteten einfach mal ein paar Adwords auf das Keyword „Netzausfall“, Motto: „Mit BASE keine Ausfälle“. 🙂


Schneller kann man eine Gurilla-Marketing-Kampagne vermutlich nicht umsetzen. Einerseits dürfte eine große Anzahl von T-Mobile-Kunden während der Störung Google bemüht haben (telefonieren konnten diese ja nicht, andererseits darf man bei derartigen Aktionen ja durchaus auch mal mit der ein oder anderen boshaften und gehässigen Berichterstattung über „den Marktführer“ in der Presse rechnen.


(Gefunden: blog.telefon.de). http://blog.telefon.de/produkte-handys-mobilfunk/wer-den-schaden-hat-braucht-fuer-den-spott-nicht-zu-sorgen/


Klaus-Martin Meyer

24.03.2009

Ab 23.03.2009 ist es soweit, der neue Guerilla-Schock-Werbespot „Vergiss Aids nicht“ präsentiert sich in düsterer Stimmung. Ein Mann sitzt auf einem Stuhl, man sieht seinen Rücken, seine Schuhe, er blättert in einem Buch, der Zuschauer sieht nur Ausschnitte vom ihm, er bekennt „Ich habe Aids“ … in der Großaufnahme erkennt der Zuschauer plötzlich den prominenten Bekenner.


Es handelt sich um den Coiffeur Udo Walz der hinzufügt: „… nicht vergessen… und Du?“ Ein Sprecher informiert anschließend darüber, dass sich in Deutschland jeden Tag 8 Menschen neu mit HIV infizieren und fordert dazu auf „Schütz Dich, vergiss Aids nicht“. Udo Walz ist einer der 6 Prominenten, die sich in der zweiten Kampagnenserie „Vergiss Aids nicht“ gegen das Vergessen einsetzen. Weitere prominente Bekenner sind 2009: Lucy Diakowska von den No Angels, Explosiv-Moderatorin Janine Steeger, sowie die Schauspieler Manuel Cortez und Roman Knižka. Einige tragen in den beklemmenden TV-Spots Kapuzen und sind ebenfalls erst nach ihrem Bekenntnis „Ich habe Aids“ als Prominente zu erkennen.


Schirmherrin der aktuellen Staffel ist Désirée Nick. Ihr persönliches Statement ist deutlich und unterstreicht den Guerilla Charakter der Kampagne: „Ich habe die Schirmherrschaft übernommen, weil in unserer Gesellschaft alles verdrängt wird was mit Sterben zu tun hat und Aids nach wie vor eine tödliche Krankheit ist die an das Sterben erinnert! Man kann sich aber auch davor schützen und daher lohnt es sich dafür einzutreten!“ Wie bereits in der ersten Kampagnenreihe 2008 fragt sich der Zuschauer zunächst, warum bekennen die Prominenten „Ich habe Aids…“? Kritische Stimmen empfinden die Bekenntnisse sogar als makaber und deplatziert. Die Idee hinter der Guerilla Kampagne ist jedoch keinesfalls deplatziert. Die Botschaft wird klar kommuniziert: Gegen das Vergessen, für mehr Bewusstsein im Umgang mit Aids und Solidarität mit Betroffenen.


Mit prominenter Unterstützung kämpft der Regenbogen e.V. seit Jahren gegen das Vergessen von AIDS und klärt darüber auf, dass Aids nicht nur eine Gefahr für Randgruppen darstellt, auch im Familien- oder Freundeskreis kann es jeden treffen. Allein in Deutschland lebten Ende 2008 lebten ca. 63500 mit HIV / Aids. Ziel der Kampagne ist es, alle Gesellschaftsgruppen auf das Thema AIDS aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren. Durch die mediale Reizüberflutung wird jedoch das Thema Aids immer mehr aus den Medien verdrängt. Aus diesem Grund setzt die Kampagne auf Guerilla … und präsentiert sich überraschend, provokativ und medienwirksam … gegen das Vergessen.


Sandy Schindler

02.10.2008

Der Begriff „Guerilla“ hat sich mittlerweile zu Speck entwickelt, mit dem man tatsächlich Mäuse fangen kann. Nicht nur Newsportale werden seit Monaten mit Meldungen rund um mehr oder weniger zurecht als Guerilla betitelte Aktionen in der Hoffnung befüllt, damit neue Agenturkunden zu ködern – auch Bücher dürfen sich größere Chancen auf Käufer ausrechnen, wenn darin Guerilla-Methoden versprochen werden.

Guerilla MLM

Ein Klassebeispiel ist das Werk „Guerilla Multilevel Marketing„, welches sich schon auf dem Umschlag schamlos über den Begriff hermacht und sich selbst in einen Topf mit weiteren 15 Millionen „Guerilla-Büchern“ wirft.

Inhaltlich findet man in der Tat über 100 „Taktiken“, die größtenteils zumindest das Kriterium erfüllen, mehr Zeit und Kreativität als Budget zu erfordern. Und wenngleich es sicher z. B. keine allzu gute Idee ist, sich lediglich mit dem in Taktik 53 „Incoming Links“ auf knapp einer Seite vermittelten Rüstzeug an die Arbeit der OffPage-Optimierung der eigenen Website zu machen (denn man kann eine Domain viel einfacher und schneller unbrauchbar machen), so findet das rat- und ahnungslose Opfer einer Multilevel-Idee doch einige Einblicke in die Grundlagen der betrachteten Aspekte des Marketings, die aus der Sicht eines „Schneeballers“ – oft recht konstruiert – in zwar prägnanter, aber allzu oft gefährlich vereinfachter Form beleuchtet werden. Als „allumfassendes Grundlagenwerk“ versucht das Buch, die typische Hausfrau auf weniger als 300 Seiten in einen gut organisierten und erfolgreichen Unternehmer zu verwandeln – da muss man wohl einige Abstriche und Vereinfachungen in Kauf nehmen. Ob man nach der Lektüre als vollkommen unvorbelasteter „Unternehmer aus der Not“ aber wirklich alles in der Hand hält, was man zum Erfolg braucht, darf bezweifelt werden. Wer sich dank einer „todsicheren“ Multilevel-Idee nun unerwartet auf finanzieller Talfahrt wiederfindet, kann die knapp 15,– Dollar dennoch sicher bedenkenlos investieren und hoffen, den einen oder anderen Denkanstoß zu finden, der dabei hilft, weitere Opfer anzuwerben und sich so aus der Misere zu ranken 😉

Richtig lohnend ist das Buch aber wohl nur für das Autorenteam. Und wenn dem so ist, bieten sich noch zahlreiche andere Themen an. Warum überhaupt beim Marketing bleiben? Her mit neuen Standardwerken im Tarnlook, machen wir die 50 Millionen Guerillabücher doch einfach voll! Mit kommenden Bestsellern wie „Guerilla Autoreparaturen selbstgemacht„, „Guerilla Sailing„, „Guerilla Heimwerken„, „Guerilla Buying“ und andern Titeln sollte das doch kein Problem sein, oder?

MB



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